Freitag, 9. mai 2008
Der Force India-Pilot Adrian Sutil hat bestätigt, erpresst worden zu sein. "Ich habe es nach dem Barcelona-Rennen erfahren und zum Glück war es nach ein paar Tagen schon wieder vorbei. Es ist immer belastend, wenn einer persönliche Daten von dir hat", sagte der Deutsche.

Nach Angaben der Fachzeitschrift "Auto Bild Motorsport" habe ein Mann aus Bayern 10 000 Euro für die Festplatte eines alten Computers des 25-jährigen Deutschen gefordert. Auf der Festplatte sollen sich zahlreiche persönliche Daten über den Formel-1-Piloten befunden haben.

Unter anderem soll der Speicher des Computers, den Adrians Vater Jorge vor etwa einem Jahr entsorgt hatte, auch Mails an seinen Formel-1-Kollegen Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes) sowie Fotos und Bankdaten enthalten haben. "Mein Vater hat den Computer daheim und hat ihn weggeschmissen. Es ist ein Zufall, dass es so einer in die Hände kriegt. Künftig passe ich besser auf", sagte Sutil.

Der Erpresser hatte ein "Lösegeld" von Familie Sutil gefordert und es wurde ein Übergabetermin am 1. Mai vereinbart, bei dem ihn die Polizei festnehmen konnte. Dem Erpresser droht nun die Höchststrafe von fünf Jahren Gefängnis.
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Freitag, 9. mai 2008
Wie sieht der FC Bayern 08/09 unter Jürgen Klinsmann aus? Die wichtigsten Baustellen für den neuen Coach.

Ein Neubau beim FC Bayern wird in Kürze abgeschlossen: Das neue topmoderne Servicezentrum (rund 100 Meter Länge, drei Stockwerke) an der Säbener Straße wird in den nächsten Wochen fertig gestellt. Noch im "Rohbau" befinden sich allerdings Kader und Spielweise des Rekordmeisters für die kommende Spielzeit.

Das frisch gewonnene Double war zwar Balsam auf die Wunden nach dem schlechten Vorjahr, aber die Messlatte wird in der Königsklasse gesetzt. "Wir werden viel Wert auf die Champions League legen", sagt Manager Uli Hoeneß. Bis dahin muss Klinsmann mit seinem Vorstand noch zahlreiche Baustellen in personeller Hinsicht beackern.

Eines ist klar, "Architekt" Jürgen Klinsmann wird wie schon bei der Nationalmannschaft jeden Stein in seinem neuen Arbeitsbereich umdrehen, um den FC Bayern wieder dauerhaft ganz oben in Europa zu etablieren.

Baustelle Neuzugänge:

"Mit dem Kader, den wir derzeit haben, könnten wir international bestehen. Aber um ganz nach vorne zu kommen, um das Halbfinale oder Finale der Champions League anzugreifen, da müsste die eine oder andere Verstärkung her", forderte Beckenbauer in seiner Saisonanalyse. Tim Borowski (Bremen, ablösefrei) steht als Neuzugang fest. Gerüchte gab es um Per Mertesacker, der als Ziehsohn von Klinsmann gilt, aber zuletzt einen Wechsel dementierte. An Gennaro Gattuso wird von Bayern-Seite kräftig "gebaggert", der Transfer soll laut TV-Sender "Italia 1" sogar schon vor dem Abschluss stehen. Damit hätte Klinsmann bereits einen wichtigen Baustein für ein solides Defensiv-Fundament.

Baustelle "Unzufriedene Spieler":

Lukas Podolski will nicht mehr der Lückenfüller sein, wenn Miro Klose und/oder Luca Toni ausfallen. Klinsmann war als Bundestrainer immer "Poldis" Förderer und wird ihn kaum gehen lassen. Auch die Zukunft vonPhilipp Lahm (Vertrag bis 2009) ist offen, der sich mit den Verantwortlichen nicht über eine vorzeitige Verlängerung einigen konnte. Da kommt auf Klinsmann viel Überzeugungsarbeit zu. Willy Sagnol beschwert sich alle paar Monate lautstark, dass er entweder nicht oder falsch aufgestellt wird. Sein Flirt mit dem AC Mailand könnte zur großen Liebe werden, vor allem, wenn Bayern Milans Gennaro Gattuso an Land zieht. Alle Seiten wären zufrieden, und die Transfers ließen sich glänzend verrechnen.

Baustelle Spielstruktur:

"Jürgen hat uns seine Philosophie sehr eindrucksvoll erläutert. Von uns bekommt er für seine Ideen jegliche Unterstützung", verspricht Präsident Franz Beckenbauer in der "Bild". Bislang war das Spiel der Bayern (zu) sehr auf Frank Ribery und Luca Toni ausgerichtet. Klinsmann will das Offensivspiel variabler und weniger ausrechenbar gestalten. Durch individuelles Training auf Basis modernster wissenschaftlicher Methoden und einem persönlichen Stärken/Schwächen-Profil soll vor allem das Tempo bei Ballbesitz erhöht und die Fähigkeiten der einzelnen Spieler verbessert werden. Vor der WM 2006 lag die Zeit zwischen Annahme und Abspiel in der Bundesliga zwischen 2,8 und 3,2 Sekunden, in England sind Werte von 1,3 Sekunden keine Seltenheit - im Finale der Champions League stehen Manchester United und der FC Chelsea...

Baustelle "Leitwölfe":

Ribery und Toni sind zwar unumstrittene Superstars, aber nicht zuletzt durch die Sprachbarrieren keine Team-Leader. Mit Oliver Kahn beendet der große Leitwolf seine Karriere und hinterlässt als Leader eine riesige Lücke. Mark van Bommel hatte in der laufenden Saison einige Probleme mit Undiszipliniertheiten auf dem Platz und blieb in den wichtigen UEFA-Cup-Spielen in Getafe und in St. Petersburg ohne mitreißende Impulse. Bayern sehnt sich nach Führungsspielern à la Breitner und Effenberg, die auf dem Platz in schwierigen Situationen Zeichen setzen. Spieler wie Martin Demichelis und Lucio stehen somit noch mehr in der Verantwortung.

Viel Zeit bleibt Klinsmann und seinem neuen Betreuerstab für die Konstruktion des neuen FC Bayern nicht. In drei Monaten (15. August) beginnt schon wieder die neue Bundesliga-Saison, ein Monat später startet die Champions League.

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Donnerstag, 8. mai 2008
Novak Djokovic hat seine Achtelfinal-Partie gegen den Russen Igor Andreew mit 6:3, 3:6, 6:3 gewonnen und trifft im Viertelfinale des Masters in Rom nun auf den Spanier Nicolas Almagro, der aufgrund einer Verletzung des Chilenen Fernando Gonzalez im Achtelfinale nicht anzutreten brauchte.

Der 20-jährige Serbe überzeugte besonders im ersten Satz mit fabelhaften Returns und nutzte zwei von drei Breakpoints. Andreew gab sich jedoch keinesfalls geschlagen und konnte im zweiten Satz insbesondere durch seinen starken ersten Aufschlag überzeugen - kam das Service, gewann der 24-jährige Russe 87 Prozent der Punkte. Im dritten Satz schien die Nummer 26 der Welt mit seinen Kräften jedoch am Ende zu sein. Der Weltranglisten-Dritte Djokovic sicherte sich nach 2:42 Stunden den Einzug in die Runde der letzten Acht.
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Donnerstag, 8. mai 2008
Werder Bremen hat im Duell um die Champions-League-Teilnahme den HSV aus dem Rennen geworfen. In einem harten, bisweilen unfairen Match, gewannen die Bremer drei Punkte und beendeten die Partie mit neun Mann. Bremens Keeper Tim Wiese kam hingegen nach einer üblen Attacke ungeschoren davon.

Es war, als würden sich auch eine Stunde nach dem Abpfiff dicke Schwaden über die sich leerende Nordbank-Arena legen. Der Kessel dampfte noch, die Gemüter waren aufgebracht wie eh und je, gerade auf Seiten des sowieso chronisch exaltierten Hamburger SV.


Soeben hatten die Rothosen nach einer wahren Rasenschlacht mit 0:1 gegen Werder Bremen verloren und somit die letzte Chance auf eine Champions-League-Teilnahme verwirkt. Nun fragten hartnäckige Reporter im Presseraum dem HSV-Präsidenten Löcher in den Bauch, debattierten aufgebrachte Aufsichtsräte im VIP-Raum ebenso wie wild fluchende Fans vor dem Stadion, die sich zum Teil auch prügelten (20 Festnahmen). Es war ein heißer, sonniger Tag in Hamburg gewesen. Nach dem Bundesliga-Spitzenspiel am Abend waren es die Emotionen, die kochten.


Action-Thriller mit Kung-Fu-Einlage


Die 90 Minuten, um die es ging, hätten auch von einem Action-Film-Regisseur arrangiert worden sein können. Diverse Titelvorschläge kämen in Frage: "Kung-Fu-Fighting an der Elbe" wäre einer. Als Werder Keeper Wiese in der 42. Minute den nur vom Bremer Naldo verfolgten Ivica Olic auf sein Tor zustürmen sah und sich beim Herauslaufen leicht verschätzte, setzte er einen halben Meter vor der Grenze zum 16-Meter-Raum zu einem spektakulären Tritt in Richtung Olics Hals an. Der Treffer zeigte Wirkung, der HSV-Stürmer krümmte sich am Boden, Übeltäter Wiese sah lediglich Gelb. "Wer mit seinen Stollen in 1,80 Meter Höhe in das Gesicht unseres Spielers zielt, muss vom Platz", echauffierte sich HSV-Sportchef Dietmar Beiersdorfer hinterher.


Eine Rote Karte, die verdient gewesen wäre, hätte der Partie wohl eindeutig eine Wendung zugunsten der Gastgeber verpasst, zumal der HSV schon in Hälfte eins mehr vom Spiel gehabt hatte. Bremen hielt zumindest physisch dagegen, spielerisch merkte man den abgebrühten Werder-Profis an, dass ihnen selbst ein Remis den lästigen Tabellenvierten vom Hals und von den Champions-League-Rängen halten würde. "Es war das erwartet schwere Spiel, voller Emotionen und mit einem schönen Tor", bilanzierte hernach Werder-Trainer Thomas Schaaf. "Wir haben es mit Glück überstanden."


Bizarres Spiel mit Kartenhagel


"Die ewige Wiederkehr des Gleichen", wäre ein weiterer Filmtitel für diese dramaturgisch fast schon ein wenig bizarr anmutende Partie gewesen. Vor exakt zwei Jahren hatte der HSV am letzten Spieltag mit viel Pech und einem 1:2 gegen Werder zu Hause den zweiten Tabellenplatz an den großen Konkurrenten von der Weser abgeben müssen. Nun stand das Team von Trainer Huub Stevens bei sechs Punkten Abstand auf den Tabellenzweiten Bremen zwar mit dem Rücken zur Wand, aber als Olic in der 48. Minute abermals alleine auf Wiese zustürmte, hing der 20-Millionen-Euro-Jubel, soviel garantiert die Teilnahme an der europäischen Königsklasse, in der Luft. Doch der Torwart-Haudegen parierte diesmal fair, zwei Minuten später traf Hugo Almeida auf der anderen Seite kompromisslos von der Strafraumgrenze in den Winkel.


Die Hamburger sammelten in der Folge sechs Großchancen, Werder die Gelben Karten und Platzverweise. In der Endabrechnung standen sechs Verwarnungen der Gäste drei des HSV gegenüber, zudem kassierte Bremens Frank Baumann Gelb-Rot (57.), der eingewechselte Jurica Vranjes in der Schlussminute Rot. "Wir freuen uns, dass wir solch ein schweres Spiel gewonnen haben, wenn man sieht, was passiert ist", sagte Werder-Sportchef Klaus Allofs vieldeutig. Auch Wiese hatte nach dem Sieg, der mindestens Platz drei garantiert, die schnelle Transformation vom "Rambo" zum "Rotzlümmel" bewerkstelligt. "Der Schiri hat zu mir gesagt, dein Glück ist, dass du den Ball zuerst gespielt hast."


Good bye und hallo Königsklasse


Die letzte Vorstellung des Abends lieferte dann HSV-Boss Bernd Hoffmann unter dem Titel "Champions-League-Millionen ade". Zunächst kamen noch gewohnt beschwichtigende Worte im Verkäuferdeutsch, über verlorene Millionen denke er nicht nach. "Ich denke daran, dass wir in den letzten beiden Spielen den UEFA Cup schaffen können." Dann redete er aber doch ein wenig Tacheles und gab zu: "Es wäre unsinnig, abzustreiten, dass wir enttäuscht sind. Wir waren vor sechs Wochen auf Rang zwei."


So können sie sich an der Elbe wieder der ebenfalls grotesken Trainersuche zuwenden. Dienstag soll das Finanzpaket der kolportierten Verpflichtung von Martin Jol dem Aufsichtsrat präsentiert werden. Werder hingegen feierte, denn die fünfte Champions-League-Teilnahme in Serie winkt.
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Mittwoch, 7. mai 2008
Vor dem Bundesliga-Hit gegen Werder Bremen wollen die Verantwortlichen beim HSV nichts von einem Sechs-Punkte-Spiel wissen, auch wenn bei einem Dreier der zweite Tabellenplatz in Reichweite rückt. Tiefstapelei - denn auch die Hamburger Stürmer befinden sich vor dem Nordderby im Aufwind.

Im luftigen Sommeroutfit erschien Dietmar Beiersdorfer zur Abschluss-Pressekonferenz vor dem Spitzenspiel des Hamburger SV gegen Werder Bremen. Den warmen Maitemperaturen angemessen, war auch die Laune beim HSV-Sportchef gut. Nur die Frage nach dem Sechs-Punkte-Spiel konnte er dann doch nicht verknusen. "Es ist wichtig, konzentriert zu sein und sich auf das Spiel gegen Werder zu fokussieren, um Bremen dann zu schlagen", knirschte er durch seine Zähne. Der zweite Tabellenplatz wäre bei einem Sieg zwar wieder in Reichweite, der jetzige Sechs-Punkte-Abstand auf Bremen würde dann auf drei Zähler schmelzen, doch Euphorie wird nach der monatelangen Talfahrt an der Elbe in diesen Tagen klein geschrieben.

Dafür sorgt auch Trainer Huub Stevens, dessen Laune nach dem klaren 3:1-Sieg bei Hansa Rostock zwar ebenfalls etwas besser war als in den horriblen Vorwochen, doch auch Stevens tritt wie gewohnt die Bremse. "Wichtig ist, wo du am 34. Spieltag stehst", lautet seine scheinbar vom Tonband laufende Binsenweisheit, die er Woche für Woche herunterbetet.

"Abhängig von den Anderen"


Fakt ist, dass der HSV zu Hause gegen Werder gewinnen muss, soll ein Champions-League-Rang für die stets ambitionierten Hamburger, derzeit Tabellenvierter, weiterhin realistisch erscheinen. Durch den ersten Dreier nach sechs Partien Durststrecke hat sich der HSV wieder in eine recht passable Ausgangssituation manövriert.

"Wir sind abhängig von den Anderen", schwingt der Trainer zwar ermahnend den Zeigefinger, doch weiß er, dass Bayern auch nur deshalb so früh Meister werden konnte, weil weder Bremen (momentan Platz zwei), noch Schalke (drei) ebenso wie der HSV und dahinter Stuttgart und Leverkusen in dieser Saison gut und konstant genug waren, um eine wirkliche zweite Spitzenmannschaft in Deutschlands Eliteliga zu etablieren. Heißt auch: Jeder ist schlagbar, auch Werder hatte in dieser Spielzeit schon diverse hausgemachte kleine bis mittelschwere Krisen und muss sich somit wahrscheinlich bis zum Schluss Sorgen um den Tabellenplatz machen, der den direkten Startplatz für die europäische Königsklasse und somit satte Millionen garantiert.

Stürmer in der Spur zurück

Dass "Knurrer" Stevens nun eventuell doch noch ein relativ rosiger Abschied in Hamburg blüht, hat er auch seinen rechtzeitig zum Saisonfinish in die Bahn zurückgekehrten Angreifern zu verdanken. Ivica Olic traf gegen Rostock zweimal, Kollege und Kapitän Rafael van der Vaart einmal, wobei die beiden ihr Trefferkonto nach längerer Durststrecke auf zwölf respektive elf hochschraubten.

Alle drei Tore waren zudem sehenswert, van der Vaart gelang gar ein Kunstschuss, wie sie nur Ausnahmekönner im Repertoire haben. Sein angegriffenes Selbstvertrauen sollte also neuen Elan erhalten. Unfair wäre auch, den Sieg alleine auf einen vermeintlich desolaten Gegner zu schieben. Dass mit Werder Bremen ein anderes Kaliber wartet, ist hingegen allen Protagonisten in der Elbmetropole klar.

HSV-Krise vorerst gestoppt


Die erst einmal gestoppte Hamburger Krise, mit nur drei Punkten aus sechs Partien, wurde von Stevens ungefragt klein geredet: "Wenn du mit 50 Leuten arbeitest, ist auch mal was, es war aber keine Unruhe." Dass die seit einem halben Jahr andauernde Trainersuche beim HSV als Nebenkriegsschauplatz gelten kann, wird aber auch der im Sommer scheidende Noch-Coach nicht behaupten wollen. Wenn der Aufsichtsrats-Vize Willi Schulz via "Bild" seinen Unmut kundtut, wirkt Beiersdorfers Stoizismus bezüglich Trainersuche-Nachfragen ein wenig aufgesetzt. Dabei scheint sich mit Martin Jol nun einmal mehr eine Lösung für das Trainer-Problem zu bieten.

Als eisenharter, aber fairer Verteidiger für den HSV und auch Werder Bremen war "Didi" eine Abwehr-Ikone der späten Achtziger und frühen Neunziger. Nun scheint es, als wolle er als Sportdirektor sein magna cum laude machen. Er kann alles gewinnen, aber auch alles verlieren - wie der HSV in dieser Saison.
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Freitag, 2. mai 2008
Mittwoch, 30.04.2008

S. Bolelli

- A. Seppi
  6:4, 7:5
P. Mathieu

- G. Naso
  6:3, 6:4
P. Petzschner
- M. Cilic
  4:6, 6:7
J. Silva 
- H. Lee
  1:6, 3:6
M. Safin
- C. Berlocq
  6:3, 3:6, 6:4
S. Darcis

- B. Becker
  6:3, 6:4
A. Sidorenko

Y. El Aynaoui
  4:6, 6:7
I. Klec
- M. Berrer
  1:6, 6:7

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Freitag, 2. mai 2008
Saftlos, kraftlos, vorgeführt und dennoch nicht am Boden. Mit einer ungeahnten Portion Gelassenheit hat der FC Bayern das desaströse Auftreten im UEFA-Pokal-Halbfinale beim 0:4 (0:2) gegen Zenit St. Petersburg hingenommen.

"St. Petersburg ist eine fantastische Stadt, kann ich jedem nur empfehlen. Hier die internationale Karriere zu beenden, ist schon ein Highlight", erklärte Torhüter Oliver Kahn, dessen 142. Europapokalspiel auch sein letztes sein sollte, mit einem Augenzwinkern. Natürlich hatte auch der "Titan" keinen Gedanken daran verschwendet, die Leistung des DFB-Pokalsiegers zu beschönigen. "Wir waren chancenlos", gab der Bayern-Kapitän zu und brachte das Geschehen in der Zarenstadt damit auf den Punkt.

Kahn lobt russische Effizienz

Ausgebrannt von den kräftezehrenden englischen Wochen in den letzten Monaten agierten die Münchner nie auch nur annähernd auf gewohntem Niveau. Der russische Meister war dem deutschen Titelträger in allen Belangen überlegen. Zenit zeigte sich ebenso geduldig wie gnadenlos, rannte nicht kopflos auf das Bayern-Tor an, sondern nutzte die sich bietenden Chancen kaltschnäuzig, "wie ich das eigentlich nur von Weltklasse-Spielern aus der Champions League kenne", fand Kahn bewundernde Worte für die Effizienz der Russen.

Schon nach vier Minuten waren die Bayern ins Hintertreffen geraten, weil die Mauer bei einem Freistoß von Pavel Pogrebnjak Lücken aufwies und Kahn dem flachgeschossenen Ball nur noch hinterher schauen konnte. Sechs Minuten vor der Pause degradierte Konstantin Zyrianow die halbe Münchner Hintermannschaft zu Statisten und versenkte den Ball zum 2:0. "Auf internationalem Niveau darf man nicht solche Abwehrfehler machen wie wir", stellte Trainer Ottmar Hitzfeld fest. Auch für ihn wird der Abschied aus München nun um einen Titel weniger glanzvoll ausfallen, als er sich das selbst wohl gewünscht hätte. "International waren wir nicht so stark wie in der Bundesliga", resümierte der Coach das Auftreten seiner Elf im UEFA Cup.

Bayern lassen ihre Tugenden vermissen

Weder der französische Wirbelwind Franck Ribery noch Bayerns Stürmer mit eingebauter Torgarantie, Luca Toni, konnte in der lauen Abendluft von St. Petersburg die Mannschaft mitreißen, geschweige denn Akzente setzen. Doch auch vom Rest des Teams war wenig zu sehen: Ze Roberto und Mark van Bommel waren defensiv gebunden und konnten sich nicht wie gewohnt in die Angriffe einschalten, gleiches galt für Philipp Lahm und Marcell Jansen, die sich auf den Flügeln nicht in Szene setzen konnten und den nach seinem Nasenbeinbruch harmlos und zurückhaltend daherkommenden Miroslav Klose.

Langsam und behäbig, ideenlos und ohne Mut präsentierte sich der Rekordmeister in Europas nördlichster Millionenstadt. Die Mannschaft ließ vieles von dem vermissen, was sie über die Saison hinweg ausgezeichnet hatte: Schnelles Offensivspiel, Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor und der unbedingte Siegeswille, der in Getafe dazu geführt hatte, dass die Münchner überhaupt erst ins Halbfinale einzogen. Trotzdem wollte Hitzfeld sein Team nicht nur kritisieren. "Wir haben heute sicherlich eine katastrophale Leistung gebracht und uns den Schneid abkaufen lassen. Die Mannschaft hat trotzdem alles versucht, aber es gibt so Tage, da macht man die Chancen nach vorne nicht."

"Heute war unser Tag"

Ganz anders die Gastgeber, die selbst ohne drei gesperrte Stammkräfte im Stile einer Klassemannschaft auf ihre Chancen warteten und diese eiskalt nutzten. Viktor Fajsulin (54.) per Kopf und noch einmal Progrebnjak (73.) sorgten für die endgültige Entscheidung zu Gunsten der Petersburger, die damit am 14. Mai im City of Manchester Stadion auf die Glasgow Rangers treffen. "Ich habe nicht damit gerechnet, dass wir so gut spielen", war selbst Zenits Trainer Dick Advocaat verwundert über das starke Auftreten seines Teams. "Wir haben den Bayern kaum Raum gegeben und sehr gut gestanden. Heute war unser Tag", freute sich der Niederländer.

"Man muss anerkennen, dass St. Petersburg ein super Spiel abgeliefert hat", fand auch Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge, der jedoch auch auf die Frische des Gegners verwies. "Man darf nicht vergessen, dass die russische Meisterschaft gerade erst angefangen hat, während unsere Mannschaft so ziemlich auf dem Zahnfleisch daherkommt." Doch selbst Rummenigge nahm das Aus gelassen. "Wir haben zwei Titel gewonnen, daher kann die Mannschaft erhobenen Hauptes die Saison beenden."

"Überhaupt nicht enttäuscht"

Dafür, die Niederlage nicht überzubewerten, plädierte auch Pensionär in spe, Oliver Kahn. "Ich bin überhaupt nicht enttäuscht. Irgendwann ist es eben mal zu Ende. Es ist besser so auszuscheiden als im Elfmeterschießen", meinte er und wollte von einem missratenen internationalen Abschied nichts wissen: "Was will ich mehr, als zwei Titel zu holen in meiner letzten Saison." Und dass selbst ausgepumpte Münchner den Meistertitel an den letzten vier Spieltagen noch verschenken, daran glauben nicht einmal die größten Optimisten unter ihren Konkurrenten.

Einer war dann aber doch mächtig enttäuscht über das Aus - Weltmeister Luca Toni. Nur zu gerne wäre der Italiener im Endspiel auf seinen ehemaligen Klub AC Florenz getroffen. So bleibt ihm die Chance auf einen weitereren Titel auf Vereinsebene vorerst versagt. "Wir müssen uns eigentlich bei den Fans entschuldigen. Das war das schlechteste Spiel, an das ich mich erinnern kann", ärgerte sich der 30-Jährige. Doch selbst für ihn gab es am späten Abend Trost: Die Fiorentina scheiterte im zweiten Halbfinale mit 2:4 nach Elfmeterschießen an den Glasgow Rangers - es hätte demnach eh kein Wiedersehen mit den alten Kameraden gegeben.
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Mittwoch, 30. april 2008
Maximum-Wahn bei der Snooker-WM in Sheffield: Zum ersten Mal in der Geschichte des Profisnooker gibt es gleich zwei 147er-Breaks bei einem Turnier. Nur einen Tag nach Ronnie O'Sullivan hat auch Ali Carter die optimale Snooker-Serie im 15. Frame seines Viertelfinales gegen Peter Ebdon geschafft.
Die 157.000 Pfund Prämie muss sich O'Sullivan, der eigentlich ein teures Auto von dem Geld kaufen wollte, nun mit dem "Captain" teilen.



Das Video zeigt wie Stephen Hendry und Ryan Day nach einer Pause zurück kehren in die Arena. Sie diskutieren dabei über die Schwierigkeiten mit der letzten Schwarzen Kugel. Zur gleichen Zeit ist Ali Carter nebenan dabei sein Maximum Break zu spielen.


Zwei weitere Versuche, ein Maximum zu schaffen, scheiterten nur knapp. Einen Frame vor Carters Glanztat war sein Gegner Peter Ebdon auf Kurs. Doch nachdem er sich auf die letzte rote verstellt hatte, verschoss er nach 113 Punkten den 15. schwarzen Ball. Stephen Hendry war schon am Morgen bei einem Maximum-Versuch nach 112 Zählern nach einem Stellungsfehler an der letzten roten gescheitert. Neben diesen drei Breaks gab es am ersten Viertelfinaltag aber auch noch vier weitere Serien von mehr als 100 Punkten.

Hendry führt komfortabel

Ali Carter und Peter Ebdon lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Ab Frame vier bis kurz vor Ende der zweiten Session teilten sie sich immer die Frames. Nachdem Carter aber mit der 147 mit 8:7 in Führung gegangen war behielt er die Nerven und gewann auch Frame 16. So rettete er einen knappen 9:7-Vorsprung in den zweiten Tag. Stephen Hendry hatte gegen Ryan Day zwar den ersten Frame verloren, zeigte danach aber eine souveräne Leistung und zog auf 8:1 davon. Dann aber fand Day wieder zu seinem Spiel, während Hendry ein bisschen die Konzentration verlor. Mit Kampfkraft hielt Hendry aber den Schaden in Grenzen, verhinderte ein entscheidendes Comeback und geht mit einer beruhigenden 11:5-Führung in den Schlusstag des Viertelfinales.

Ronnie O'Sullivan und Liang Wenbo lieferten sich das erwartete Offensiv-Duell mit offenem Visier. Beide schafften ein Century-Break, beide spielten auch noch ein paar höhere Serien. Mit dem 4:4-Zwischenstand schaffte der Überraschungs-Viertelfinalist Liang durchaus einen Achtungserfolg. 4:4 steht es auch zwischen Stephen Maguire und Joe Perry. Zunächst schien es ein schwarzer Tag für Maguire zu werden, als Perry auf 4:0 davonzog. Nach der Pause fand der schottische Titelfavorit aber endlich zu seinem Spiel, drehte den Spieß herum und hatte am Ende von Session eins den Ausgleich geschafft.

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Mittwoch, 30. april 2008
Absagenflut beim ATP-Turnier in München: Nach Titelverteidiger Philipp Kohlschreiber (viraler Infekt) hat auch Tommy Haas seinen Start bei den BMW Open kurz vor seinem Auftaktmatch abgesagt. Haas musste erneut wegen anhaltender Beschwerden an seiner lädierten Schulter passen.

Damit verliert das Turnier nach den Absagen der Topspieler Tomas Berdych, Richard Gasquet und Jo-Wilfried Tsonga zwei weitere Zugpferde. "Es ist eine Riesenenttäuschung, dass wenige Stunden nach Kohlschreiber nun auch Haas abgesagt hat", sagte Turnierdirektor Patrik Kühnen.

"Es ist verdammt bitter und ich bin super enttäuscht, hier nicht spielen zu können. Schließlich ist es das Turnier, das mich groß gemacht hat", erklärte Kohlschreiber nachdem er seine Erstrundenpartie gegen den Wildcard-Empfänger Matthias Bachinger nicht antreten konnte. Er sei mit einem leichten Schnupfen aus Monte Carlo angereist, und habe versucht, sich mit viel Schlaf und Ruhe rechtzeitig fit zu machen, so der Augsburger weiter. Auf der Anlage des MTTC Iphitos feierte "Kohli" im vergangenen Jahr seinen ersten Triumph auf der ATP-Tour.

Bei nasskalten 12 Grad am Aumeisterweg war der derzeit beste Deutsche wohl der Einzige, der weiter auf Regen hoffte. "Ich hätte mir gewünscht, dass die Partie auf morgen verschoben wird. Dann hätte ich mehr Zeit zum Ausruhen gehabt", bekannte der 24-Jährige mit kratziger Stimme. Wunschdenken nach Ansicht des Turniersarztes Dr. Werner Zirngibl. Der Mediziner diagnostizierte bei Kohlschreiber eine virale Infektion, diese dürfe besonders im Leistungssport nicht unterschätzt werden, da schnell der Herzmuskel angegriffen werden könne.

Start in Rom fraglich

"Ich bin in keinem aktuten Fieberzustand, hatte aber heute Nacht Schweißausbrüche und erhöhte Temperatur", beschrieb der Weltranglisten-26. seine Symptome. Ob er in der kommenden Woche beim Sandplatz-Masters in Rom spielen kann, ist noch nicht geklärt. Wichtig ist in erster Linie, dass sich der Augsburger vollkommen auskuriert: "Momentan schaue ich nicht auf die nächsten Turniere. Jetzt muss ich mich erst einmal erholen." Vor einem weiteren Start will sich der 24-Jährige zuvor einem medizinischen Check unterziehen, um alle gesundheitlichen Risiken auszuschließen.

Nach dem Rückzug von "Kohli" ruhten alle deutschen Hoffnungen bei der mit 349.000 Dollar dotierten Sandplatz-Veranstaltung auf Tommy Haas. Doch schon kurz nach dem Rückzug Kohlschreibers musste auch Haas passen. "Die Schulter hält nicht, ich habe immer wieder Schmerzen", begründete er die Absage seiner für Mittwoch angesetzten Erstrunden-Partie gegen Michael Berrer. Der 30-Jährige kündigte an, auch die Turniere in naher Zukunft abzusagen. Selbst ein Start bei den French Open Ende Mai in "Paris ist in Gefahr".

Ergebnisse zu den BMW Open in München sind auch in der Kategorie
"Zahlen und Tabellen" zu finden. Weitere Informationen gibt es auch auf der Seite der BMW Open direkt.
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Mittwoch, 30. april 2008
Dienstag, 29.04.2008

Petzschner
- Korolew
  6:4, 0:6, 6:2
Naso
- Schüttler
  6:7, 6:3, 6:4
Lee Hyung-Taik
- Eitzinger
  1:6, 7:5, 6:2
Andrejew
- Monfils
  6:3, 6:4
Gonzales
- Sela
  6:3, 6:4
Cilic   - Rochus     6:4, 6:4
Vliegen - Roitmann   7:6, 6:3
Seppi   - Karanusic     6:3, 6:3
Bolelli - Gicquel     6:4, 6:2
Del Potro - Clement   6:3, 6:3
Silva   - Bachinger     3:6, 6:2, 6:3
El Aynaoui   - Sidorenko     6:4, 7:6
Berrer   - Klec     6:1, 7:6
Safin   - Berlocq     6:3, 3:6, 6:4

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Dienstag, 29. april 2008
Fußballstar Ronaldo verliert mehr und mehr an Glanz. Anstatt sich von seinen Verletzungen auszukurieren, musste der 31-Jährige in seiner Heimat Brasilien auf die Polizeiwache. Ronaldo hatte sich in Rio de Janeiro mit Transvestiten gestritten, die er als Prostituierte mit auf sein Hotelzimmer nahm.

Ausreden gibt's keine, denn es existieren knallharte Beweise. Einer der Transvestiten hatte Ronaldo Luiz Nazario de Lima, so wie Ronaldo mit bürgerlichem Namen heißt, bei dem Streit aufgenommen und das Video direkt ins Internet gestellt. Dort ist ein verärgerter Ronaldo zu sehen und die Stimme eines Beteiligten zu hören: "Um zu beweisen, dass du es bist."

Erpressung im Spiel?

Psychische Probleme attestierte sich der Milan-Profi anschließend selbst auf der Polizeiwache, welche ihn angeblich in diese prekäre Situation getrieben haben. "Ronaldo hat einen Nachtclub hier in Barra de Tijuca zwischen vier und fünf Uhr morgens verlassen. Anschließend soll er sich Prosituierte gesucht haben. Er sagte, er sei momentan in einer persönlichen Krise und dass er ein bisschen Spaß haben wolle", meinte ein Polizeisprecher.

Nachdem sich herausstellte, dass es sich bei seinen drei vermeintlichen Begleiterinnen um Transvestiten gehandelt hat, soll Ronaldo versucht haben, die Angelegenheit mit Geld aus der Welt zu schaffen. "Er sagt, er habe diese Leute bezahlt. Zwei seien damit einverstanden gewesen, aber einer von Ihnen habe fast 20.000 Euro verlangt", so die offizielle Meldung der Polizei. "Im Moment sind es nur Spekulationen, aber wir vermuten, dass Ronaldo vermutlich Opfer eines Erpressungsversuchs geworden ist."

Der Fußball-Weltmeister des Jahres 2002 war mit Andre Luis Ribeiro Albertino in Streit geraten, einem unter dem Namen Andreia Albertine bekannten Transvestiten, der ihn auch des Drogenkonsums bezichtigte. Ob sich diese Behauptung bewahrheitet, ist zu bezweifeln. Jedenfalls präsentierte Ribeiro Albertino eine auf "Ronaldo Luiz Nazario de Lima" ausgestellte PKW-Zulassung, die der Ex-Nationalspieler ihm als Garantie für die spätere Bezahlung gegeben haben soll. "Der Sportler Ronaldo hat keine Drogen zu sich genommen", hieß es von der Polizei. Ronaldo wollte zu diesem Thema nicht persönlich Stellung beziehen.
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Dienstag, 29. april 2008
Ronnie O'Sullivan hat bei der Weltmeisterschaft im englischen Sheffield das Viertelfinale erreicht. Der Engländer bezwang Mark Williams mit 13:7 und beendete die Partie mit einem 147er Break. In einer weiteren Achtelfinalbegegnung gewann Stephen Maguire gegen Neil Robertson ebenfalls mit 13:7.

Nach einer unterhaltsamen Sonntags-Session führte O'Sullivan bereits mit 9:7. In der am Montag fortgesetzten Partie war der 32-Jährige dann nicht mehr zu halten. Vier Spielgewinne in Folge mit Breaks von 71, 60, 100 und dem krönenden Abschluss eines Maximum Breaks führten ihn zu einem letztlich ungefährdeten Sieg.

157.000 britische Pfund Preisgeld werden O'Sullivan für dieses Maximum Break überwiesen, vorausgesetzt kein weiterer Akteur spielt im weiteren Turnierverlauf ein solches 147er Break. Dann hieße es für O'Sullivan, den Betrag zu teilen. "Es ist sicher wichtig ein solches Spiel zu gewinnen, allerdings gibt mir dieses Geld ein paar Optionen in diesem Sommer - ich kann mir nun endlich ein Bentley Cabrio kaufen - für dieses Auto würde ich sogar sterben", sagte er nach der Partie. Exakt 8:42 Minuten benötigte O'Sullivan für die Galavorstellung im letzten Frame. Es war das 62. Maximum Break in der Snooker-Geschichte und das sechste in dieser Saison.



Wenbo wartet auf "The Rocket"

Im Viertelfinale trifft der O'Sullivan, der durch seinen Sieg Shaun Murphy überholt hat und im Provisional Ranking auf eins steht, auf Liang Wenbo. Der 21-jährige Debütant auch China setzte sich in einem Krimi der Extraklasse mit 13:12 gegen Joe Swail durch. Bei 12:8 schien Liang Wenbo schon durch zu sein, aber Joe Swail verkürzte mit Breaks von 133 und 105 auf 10:12. Im 23. Frame brauchte Swail dann aber schon Snooker und Liang hätte nur noch pink lochen müssen. Doch nachdem er zuvor schon die Faust in die Luft gepumpt hatte verschoss er pink. Swail bekam den Snooker, zwang Liang zum Foul und lochte pink und schwarz zum Anschluss.

Nachdem Joe Swail dann sogar den Ausgleich schaffte entwickelte sich ein offener Entscheidungsframe, in dem beide ihre Chancen hatten und beide der Anspannung Tribut zollen mussten. Es ging zum Endspiel auf die Farben, und auch da ging es hin und her. Die Entscheidung fiel, als Swail braun verschoss. Liang lochte braun, feierte wieder mit der Faust, lochte blau, punpte wieder die Faust in die Luft, machte mit pink alles klar und feierte dann den Sieg mit einer Serie von Luftsprüngen.

Stephen Maguire trifft im Viertelfinale auf Joe Perry. Der "Gentleman" bezwang nach 3:5-Rückstand Stuart Bingham mit 13:9. Im letzten Frame hatte Bingham eigentlich vorne gelegen, aber mit einer 55er-Clearance gewann Perry den Frame auf schwarz und machte sein zweites WM-Viertelfinale nach 2004 perfekt.
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Freitag, 25. april 2008
Ohne den Torjäger vom Dienst gelang dem frisch gekürten DFB-Pokalsieger nur ein 1:1 gegen Zenit St. Petersburg. Im Rückspiel am 1. Mai ist Luca Toni wieder dabei - und muss sich auf einen "tollen Platz" einstellen.

Ob Luca Toni ihn reingemacht hätte? Nicht wenige der 66.000 Zuschauer im ausverkauften Stadion des FC Bayern München erinnerten sich in der Nachspielzeit schmerzlich an die Gelbsperre des Italieners. Sein "Vertreter" Lukas Podolski, wenn man diesen angesichts mangelnder Kaltschnäuzigkeit überhaupt so nennen darf, kam in der Schlussphase des UEFA-Cup-Halbfinals gegen Zenit St. Petersburg im Strafraum der Russen frei zum Schuss, schlenzte den Ball aber hauchdünn rechts am Tor vorbei.

Somit blieb es beim 1:1. "Es lag nicht an einem Mann", wollte der mit einer gebrochenen Nase aufgelaufenen Mark van Bommel (das gleiche Schicksal ereilte im Spiel auch Miroslav Klose) das gefährliche Resultat gegen den russischen Titelträger zumindest öffentlich nicht am Fehlen des hauptberuflichen Goalgetters festmachen. "Luca Toni ist nun einmal Luca Toni", formulierte Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld viel sagend. "Ihn zu ersetzen, ist natürlich schwer", drückte er sich dann deutlicher aus, nicht aber ohne hinzuzufügen: "In der ersten Halbzeit waren wir klar besser und hätten höher führen müssen."

"Wir wollten den Ball ins Tor tragen"

Bestraft wurde der deutsche Rekordmeister nach gut einer Stunde durch Viktor Fayzulin, dessen scharfe Hereingabe Lucio ins eigene Tor köpfte. Immerhin besaß der brasilianische Innenverteidiger anschließend die beste Gelegenheit des FCB im zweiten Durchgang, scheiterte aber mit seinem Gewaltschuss am bestens aufgelegten St. Petersburger Schlussmann Vyacheslav Malafeev.

Vor dem Seitenwechsel versäumten es die Münchner, aus der Überlegenheit mehr Kapital zu schlagen. "Wir wollten den Ball ins Tor tragen", kritisierte Hitzfeld. Zu oft zögerten die Süddeutschen - namentlich wurde vom Coach Bastian Schweinsteiger genannt - mit dem Torschuss und entschieden sich stattdessen für einen abermaligen Querpass. Einzig Franck Ribéry war es vergönnt, Malafeev zu überwinden - und dies auch erst im Nachschuss eines schwach ausgeführten Elfmeters (18. Minute). Zuvor hatte Zenits rechter Außenverteidiger Fernando Ricksen Zé Roberto zu Fall gebracht. "In der ersten halben Stunde haben wir hervorragend gespielt, aber die Chancen nicht genutzt", wusste van Bommel zu berichten.

Ein gut gelaunter Dick Advocaat

Lange hielt sich der Niederländer aber nicht mit dem Remis auf. "Gegen Getafe haben wir auch schon 1:1 gespielt", blickte der 31-Jährige trotzig in Richtung Rückspiel am 1. Mai in der Zarenstadt. Dort warten auf Zenit "mehr Probleme als auf Bayern", wenn man dem St. Petersburger Trainer Dick Advocaat glauben darf. Mit den Außenverteidigern Ricksen und Radek Sirl sowie Superstar Andrei Arshavin fallen gleich drei Akteure, die in München noch mitwirkten, mit einer Gelbsperre aus.

Sichtlich amüsiert ob des deutsch-englisch-russischen Sprachengewirrs und der überforderten Übersetzer bei der Pressekonferenz blickte Advocaat launig aufs erneute Aufeinandertreffen mit den Bayern in der kommenden Woche voraus. Den matschigen Spieluntergrund im einstigen Leningrad beschrieb der Niederländer als "tollen Platz". Auf die unter Druck stehenden Bayern warte "eine große Überraschung".
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Donnerstag, 24. april 2008
Auch ein fataler Elfmeter-Fehlschuss von Superstar Cristiano Ronaldo hat Manchester United nicht vom Finalkurs in der Königsklasse abgebracht. Mit einer perfekten Defensivleistung kam der englische Meister im Halbfinal-Hinspiel beim FC Barcelona zu einem 0:0-Unentschieden.

Damit muss das Rückspiel in Old-Trafford die Entscheidung bringen. Die bessere Ausgangslage hat sich damit "ManU" erarbeitet: Den "Red Devils" reicht vor heimischem Publikum jeder knapper Sieg, um ins Endspiel einzuziehen. Manchester hatte sich zuletzt 1999 Europas Krone aufgesetzt (2:1-Finalsieg über Bayern München).

Trotz der schlechteren Ausgangslage für das Rückspiel war Barcelonas Präsident, Joan Laporta, mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden: "Wir haben qualitativ besser gespielt als Manchester. Ich bin sehr stolz auf das Team und glaube immer noch daran, dass wir das Finale in Moskau erreichen können."

Dabei möchte den "Azulgranas" vor allem Pechvogel Ronaldo einen dicken Strich durch die Rechnung machen. "Auswärts ein 0:0 ist ein gutes Ergebnis. Jetzt treffe ich eben in Manchester", kündigte der Portugiese trotzig an.

1. Halbzeit:

Gleich in der 3. Minute bewahrte möglicherweise Jordi, der Schutzpatron Kataloniens, an seinem Namenstag den FC Barcelona vor dem frühen Rückstand. Bei einem Eckstoß der Gäste nahm Gabriel Milito die Hand zu Hilfe und der Unparteiische Massimo Busacca zeigte sofort auf den Elfmeter-Punkt.

Die Verantwortung übernahm kein Geringerer als Superstar Cristiano Ronaldo, der in der laufenden Saison in der Königsklasse bereits sieben Mal getroffen hatte. Doch der 23-jährige Portugiese knallte das Leder aufreizend lässig neben das Tor - vor knapp 100.000 Zuschauern wackelten wohl auch dem überragenden Spieler der "Red Devils" die Knie.

Von da an spielte nur noch der Tabellen-Dritte der Primera Division, vor allem das Offensiv-Trio Lionel Messi, Deco und Xavi wirbelte. Immer wieder drangen die Katalanen gefährlich in den Gäste-Strafraum ein. Barcelona suchte verzweifelt nach dem Schlüssel, um den Beton der Gäste zu knacken.

Doch letztlich konnte "Barca" die optische Überlegenheit nicht zu seinen Gunsten nutzen. Auf der anderen Seite war von Sir Alex Fergusons Offensive nichts zu sehen, bis auf eine Schwalbe von Ronaldo. Dabei hatte der Coach erstaunlich mutig aufgestellt und neben Carlos Tevez auch Wayne Rooney als Mittelstürmer eingesetzt

2. Halbzeit:

Nach dem Pausenpfiff sah alles danach aus, als würde die Partie richtig Fahrt aufnehmen. Binnen zweier Minuten vergab Samuel Eto'o zwei Großchancen, ehe im Gegenzug Michael Carrick den Ball ans Außennetz donnerte.

Doch nach fünf spektakulären Minuten verflachte das Spiel. Die Gäste kamen so gut wie gar nicht mehr aus ihrer eigenen Hälfte heraus. "Barca" rannte zwar unermüdlich an, aber spätestens bei der gut gestaffelten Viererkette wollten die Katalanen mit dem Kopf durch die Wand.

Doch mit der Brechstange war für Barcelona nichts zu holen. Die beste Chance holte kurz vor Schluss der eingewechselte Thierry Henry heraus, als er van der Sar aus der Distanz prüfte. Der Niederländer konnte den Ball nur abklatschen, aber kein Katalane war mitgelaufen, um den Abpraller abstauben zu können.

Spieler des Spiels: Lionel Messi

Als Lionel Messi in der 63. Minute den Platz verließ, ging mit ihm die komplette Spielfreude. Der 20-Jährige hatte vorher immer wieder für Verunsicherung im Defensiv-Bollwerk der Engländer gesorgt und war der mit Abstand beste Mann auf dem Platz.
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Mittwoch, 23. april 2008
Satte Millionäre gegen erfolgshungrige Altstars, Auslaufmodelle gegen Zukunftsmusik? Das Champions-League-Halbfinale Barcelona gegen Manchester United scheint kein Duell auf Augenhöhe mehr zu sein. Während ManU mit Superstar Ronaldo die Insel und Europa dominiert, geht "Barca" auf dem Zahnfleisch.
Was waren das noch für Zeiten, als alle Welt neidisch und fasziniert zugleich nach Katalonien blickte. Als die bloße Erwähnung der Namen Ronaldinho, Deco, Messi und Eto'o für Angst und Schrecken bei den gegnerischen Abwehrreihen sorgte. Als Frank Rijkaard noch der unumschränkte Herrscher und Chef-Intendant des entfesselt aufspielenden "Barca"-Balletts war. Diese Zeiten scheinen vorbei.

In Manchester hingegen ist eine neue Zeitrechnung angebrochen. Und die ist untrennbar mit dem Namen Cristiano Ronaldo verbunden. Der Portugiese ist der Stern am englischen Fußball-Himmel. Die Zahlen sprechen für sich: 31 Premier-League-Spiele, 28 Tore. Acht Auftritte in der Champions League, sieben Treffer. Insgesamt hat der 23-Jährige bisher 55 Pflichtspiele in der Saison 2007/2208 bestritten, dabei 46 Tore erzielt und zehn Treffer vorbereitet.

Ronaldo: Personifizierung der "ManU-Power"

Das Fundament des Erfolges ist die Breite des Kaders. Mit Mikael Silvestre, Gerard Pique, John O'Shea, Louis Saha, Ji-Sung Park, Nani und Anderson verfügt Ferguson - selbst ein wichtiger Pfeiler des Erfolgs - über eine erstklassige zweite Garde, die sich jederzeit nahtlos in das funktionierende Mannschaftsgefüge einbauen lässt. Die Speerspitze bildet aber die mit Weltklasse-Spielern besetzte erste Elf. Kurzum: Das Gesamtpaket stimmt einfach.

Ronaldo personifiziert das "neue" ManU: Spielstark, ballsicher, dominant und brandgefährlich. Nachdem in den vergangenen Jahren der FC Chelsea, Arsenal London und der FC Liverpool im englischen Fußball-Oberhaus den Ton angegeben hatten, mauserten sich die "Red Devils" still und heimlich zum neuen Primus auf der Insel.

Der Angriff: Die Abteilung Attacke ist das Sahnestück der "Red Devils". Mit Ronaldo, Wayne Rooney und Carlos Tevez deckt Manchester alle Facetten ab, die einen schlagkräftigen Sturm ausmachen. Rooney als Arbeiter und unermüdlicher Rackerer, der den Ball halten kann und über den berühmten Torriecher verfügt. Ronaldo, der Dribbelkünstler, der Mann für das kreative Moment, der mit einer Aktion das Spiel alleine entscheiden kann. Und Tevez, ein klassischer Sturmtank, der mit seinen technischen und vor allem physischen Fähigkeiten überzeugt.

Das Mittelfeld: In der Zentrale sorgen Paul Scholes, Michael Carrick und Ryan Giggs für den Offensiv-Wirbel, bereiten die Angriffe, die meist über Ronaldo laufen, vor. Vor allem Scholes, ein "ManU"-Urgestein, erlebt momentan seinen zweiten - oder gar dritten - Frühling. Dahinter räumt der Ex-Bayern-Spieler Owen Hargreaves auf. Gerade Hargreaves ist ein Beispiel dafür, wie gut geschmiert die Maschinerie "ManU" momentan läuft - der Lieblingsschüler von Ferguson, der zu Saisonbeginn für rund 25 Millionen Euro aus München kam, überzeugt durch seine Vielseitigkeit. "Owen kann viele Rollen übernehmen", sagt Ferguson über den gebürtigen Kanadier, dem er "ein wunderbares Tempo" attestiert.

Die Abwehr: Gelenkt von Rio Ferdinand, gehört die Verteidigung von Manchester zu den stärksten in der "Königsklasse". Nur fünf Treffer ließ die Viererkette mit Nemanja Vidic, Patrice Evra und Wes Brown im bisherigen Wettbewerb zu - lediglich der FC Chelsea (4) präsentiert ein noch stärkeres Abwehrbollwerk. Dabei kommen Ferdinand und Co. mit wenig Fouls aus: 13,2 unfaire Einsätze pro Spiel liegen weit unter dem Durchschnitt der Champions League. Daraus resultieren auch die wenigen Gelben Karten. Insgesamt kassierte die ManU-Abwehr gerade einmal zwei Verwarnungen (beide Evra).

Der Trainer: Ferguson ist die Trainerlegende in Manchester. Der Taktikfuchs versteht es wie kaum ein zweiter, junge Spieler zu fördern und gleichzeitig erfahrene Haudegen bei Laune zu halten. Das System "Ferguson" baut auf ein flexibles Spiel, das keiner "Doktrin" unterworfen ist - ob offensiv oder eher vorsichtig agiert wird, hängt von der Situation ab. Auch neben dem Platz herrschen beim 66-Jährige klare Strukturen. Wenn der "Sir" Missstimmungen oder Unzufriedenheit wittert, haut er dazwischen - wie im Falle von Ruud van Nistelrooy, David Beckham oder Jaap Stam. Wer nicht (mehr) passt, wird verkauft. Ferguson besitzt bezüglich der Personalpolitik fast uneingeschränkte Verfügungsgewalt. Die nutzt der Schotte nicht nur bei Transfers, sondern auch, um Nachhaltigkeit zu gewährleisten: Die "Red Devils" verlängerten zuletzt mit einem Gesamtvolumen von geschätzten 90 Millionen Euro langfristig die Verträge von Ronaldo (2012), Brown (2012), Carrick (2013), Ferdinand (2013).
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Mittwoch, 23. april 2008
Die Europameisterschaft rückt immer näher...eine Einstimmung hier.



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Dienstag, 22. april 2008
Das neue BMW-Gefühl ist fantastisch. In der WM läuft alles nach Plan und die Stimmung im Team ist nach eigenen Aussagen ausgezeichnet. Nur einer hat noch ein paar Rechnungen offen - nämlich Nick Heidfeld, dem sein Teamkollege Robert Kubica die erste Pole für die "Weiß-Blauen" weggeschnappt hat.

BMW Sauber ist gerüstet. Mit einem neuen Aerodynamik-Paket soll beim Großen Preis von Spanien der Angriff von Hauptkonkurrent McLaren-Mercedes abgewehrt werden. "Wir wollen zweite Kraft in der Formel 1 bleiben", erklärte Motorsportdirektor Dr. Mario Theissen, dessen Team mit 30 Punkten sogar die Konstrukteurswertung vor Ferrari anführt.

Im Kampf gegen "Silber" und "Rot" setzt der BMW-Boss vor allem auf zwei Trümpfe. Einer davon ist Kubica, der in Bahrain die erste Pole für die "München-Hinwil-Connection" holte und damit Formel-1-Geschichte schrieb. Der andere ist Heidfeld. Ein Pilot mit unheimlich viel Erfahrung. Der 30-jährige Mönchengladbacher ist bereits seit acht Jahren in der Formel 1, schaffte es in 137 Rennen aber noch nicht einen Sieg einzufahren.

Heidfeld 2002 auf Rang vier

"Mein Ziel ist es, im nächsten oder im übernächsten Jahr Weltmeister zu werden", so Heidfeld, der für dieses Vorhaben unbedingt ein paar Erfolge benötigt und vor allem schneller als Kubica sein muss. "Ich habe mich wirklich für Robert gefreut, denn die Pole in Bahrain war ein wirklich großer Erfolg für das Team", meinte "Quick Nick" anerkennend. Doch wer ihn kennt, der hat ein leises Zähneknirschen vernommen, denn eigentlich ist er die Nummer eins bei BMW Sauber.

Wenn man die "Beißer" aufeinander drückt, ist das aber normal, denn die Piloten sind alle "Einzelkämpfer", die um jeden Preis gewinnen wollen. Die nächste Gelegenheit bietet sich bereits an diesem Wochenende, wenn der Große Preis von Spanien auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona (am Sonntag, den 27. April, ab 14:00 Uhr im Live-Ticker bei eurosport.yahoo.de) gestartet wird. Heidfeld kennt die Strecke aus dem Effeff. Auf dem Kurs vor den Toren der katalanischen Hauptstadt drehte der Deutsche bei unzähligen Tests bereits hunderte von Runden. "Das Rennen in Spanien besitzt eine ganz besondere Atmosphäre, denn die Fans sind einfach unglaublich", meinte Heidfeld, der 2002 sein bestes Resultat in Barcelona erreichte und auf Platz vier kam. Einen Rang vor Felipe Massa (Ferrari), mit dem er damals noch für das Team Sauber unterwegs war.

Insgesamt müssen die Fahrer 66 Runden mit einer Gesamtdistanz von 307,104 Kilometer absolvieren. Die Strecke hat neun Rechts- und sieben Linkskurven. Heidfeld freut sich auf dieses Rennen, denn auch mit Massa hat der WM-Zweite noch eine Rechnung offen. Der Brasilianer triumphierte 2007 in Barcelona mit dem späteren Weltmeisterteam von Ferrari. "Die 'Roten' sind noch sehr weit weg, aber wir wollen auch an Ferrari rankommen", äußerte sich der Deutsche. Die Vorzeichen stehen gut, denn in dieser Saison ist BMW Sauber so stark wie nie zuvor. Obwohl Kubica die erste Pole in Bahrain holte, sicherte sich Teamkollege Heidfeld zumindestens die schnellste Rennrunde in Malaysia. "Das war wirklich ein tolles Gefühl", so "Quick Nick", der auch in Barcelona punkten will.
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Montag, 21. april 2008
Mit dem DFB-Pokal wandert der erste von drei angepeilten Titeln in dem Trophäenschrank des FC Bayern. Doch das Endspiel gegen Borussia Dortmund war bei weitem nicht das erwartete Schaulaufen des Rekordmeisters, sondern vielmehr ein Pokalfight mit dem glücklicheren Ausgang für die Münchner.

Sichtlich gezeichnet von 120 Minuten Pokalkampf riss Oliver Kahn die Fäuste in den Berliner Abendhimmel und verharrte in dieser Position - kein wilder Jubel, sondern eine einfache Geste, mit der der dreimalige Welttorhüter seinen sechsten Pokalsieg feierte, der ihn zum Abschluss seiner Karriere zum alleinigen Rekordtitelträger macht.

Viel Zeit darüber nachzudenken blieb dem Bayern-Kapitän nicht, denn Sekunden später war er im Knäuel seiner Mitspieler verschwunden - jeder wollte mit dem "Titan" feiern. "Er ist ja sonst immer so weit weg, wenn ich Tore schieße - aber wenn man so etwas gewinnt, dann ist es schön, wenn man sich auch mal umarmen kann", flachste Weltmeister Luca Toni im "aktuellen sportstudio".

Doll lobt seine Spieler

Dabei hätten die Bayern-Spieler ebenso gut ihrer italienischen "Tormaschine" um den Hals fallen können. "Luca ist schon außergewöhnlich. Ich habe selten einen Stürmer erlebt, der seine Chancen so kaltblütig verwertet", lobte Kahn den Angreifer mit eingebauter Torgarantie. 35 Treffer in 41 Pflichtspielen hat der lange Mittelstürmer für den nun 14-maligen deutschen Pokalsieger erzielt - mehr als Bayerns Stürmer-Legende Gerd Müller in seiner ersten Spielzeit für die Münchner. "Ich hoffe, dass die Saison erst Ende Mai für mich mit vielen, vielen Toren zu Ende ist. Es fehlen noch zwei Titel", kündigte Toni weitere Großtaten in Meisterschaft und UEFA-Cup an.

So froh die Münchner am Ende waren, den ersten Schritt zum anvisierten Titel-Triple erfolgreich absolviert zu haben, so knapp war der Spielverlauf. Die von vornherein nur als "Kanonenfutter" gehandelten Dortmunder verkauften sich um Längen teurer als noch beim 0:5-Debakel in der Vorwoche in München. "Ich denke, ich kann meinen Spielern nur ein Riesenkompliment machen. Es ist bitter, wenn man das Spiel so verliert", resümierte ein sichtlich geknickter BVB-Trainer Thomas Doll.

Glück + Dusel = Erfolg

"Dortmund hat sehr gut gespielt. Wir haben das Ergebnis nach dem 1:0 nur noch verwaltet. Nach dem späten Tor in der 91. Minuten mussten wir richtig hart arbeiten", lobte auch Bayern-Manager Uli Hoeneß das mutige Auftreten der Borussen. Dabei hatte es anfänglich nach einer Wiederholung des Ligaspiels ausgesehen. Schon nach elf Minuten ging der Favorit aus München durch Toni in Führung, stellte danach das Fußballspielen aber größtenteils ein. Erst als der BVB in der zweiten Halbzeit aufdrehte, wurde die Partie zum Pokalfight. "Wir haben nach Anfangsschwierigkeiten ein gutes Spiel geboten. Nach dem Ausgleich waren wir sogar überlegen und dann kriegen wir so ein Duseltor", haderte Mladen Petric, dessen Ausgleich in der Nachspielzeit eine Verlängerung überhaupt erst möglich machte.

"Wir waren über 120 Minuten die mutigere Mannschaft. Am Ende haben die Bayern Dusel gehabt", befand Nationalspieler Sebastian Kehl. Dem musste auch FCB-Präsident Franz Beckenbauer nach dem entscheidenden Tor von Toni in der 103. Minute zustimmen. "Der FC Bayern ist verdienter Pokalsieger, aber auch ein bisschen glücklich." Glück und Dusel - zwei Worte, die bei den Bayern derzeit zum gleichen Ergebnis führen: Erfolg. Oliver Kahn nimmt den Zustand verständlicherweise gerne in Kauf. "Wenn Du auf so vielen Hochzeiten tanzt wie wir, dann kannst Du nicht alles souverän gewinnen. Da sind dann eben auch enge Dinger dabei, wo Du Glück brauchst."

"Diese ominöse 90. Minute..."

Dass es wieder einmal so eng wurde, ließ Kahn in Erinnerungen schwelgen. "Diese ominöse 90. Minute verfolgt mich seit 20 Jahren. Aber wenn man das so oft erlebt, wird man robust", sagte der 38-Jährige und hatte dabei das verlorene Champions-League-Finale 1999 gegen Manchester United und das UEFA-Cup-Spiel gegen den FC Getafe im Kopf. Trotz der Anstrengung freute sich Kahn über seinen letzten Auftritt im Berliner Olympiastadion. "Wenn man weiß, man ist zum letzten Mal im Pokalfinale, kann man das auch ein bisschen genießen." Gleiches galt auch für den zweiten Münchner auf Abschiedstour, Trainer Ottmar Hitzfeld. "Es ist ein schöner Abschied, hier in Berlin zu sein. Es ist ein Spiel, das man nicht wiederholen kann. Jetzt ist die Freude groß", genoß der "General" seinen dritten DFB-Pokalsieg.

Auf dem Weg zum Triple, da sind sich Kahn und Hitzfeld einig, soll es allerdings nervenschonender zugehen. "Ich habe schon mit Ottmar gesprochen. So kann es ja nicht weitergehen, dass das immer so dramatische Formen annimmt..." Zumindest was die Meisterschaft angeht, können die beiden da wohl einer ruhige Zukunft entgegenblicken.
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