Mittwoch, 20. februar 2008

Der FC Schalke 04 hat sich in der Champions League mit einem 1:0 (1:0)-Sieg gegen den FC Porto eine gute Ausgangsposition für das Achtelfinal-Rückspiel verschafft. Den "goldenen" Treffer im ersten Aufeinandertreffen erzielte Kevin Kuranyi bereits in der 4. Minute.

 

 

"Das Wunschresultat war ein zu Null-Sieg. Das haben wir erreicht", resümierte Schalkes Trainer Mirko Slomka erleichtert. "Für uns war das heute ein hartes Stück Arbeit. Das wichtigste ist, dass wir zu Null gespielt haben. Porto war ein starker Gegner, da kann man mit dem 1:0 zufrieden sein", betonte Gerald Asamoah. "In der zweiten Halbzeit ist es für uns schwieriger geworden, aber das 1:0 ist okay", befand Torschütze Kuranyi. "Die Chancen sind gut. Jetzt müssen wir in Porto alles geben, um weiterzukommen."

 

1. Halbzeit:

 

Der Start lief für Schalke 04 wie zuvor am Reißbrett entworfen. Bereits nach vier Minuten ließ der nach dem Wolfsburg-Spiel noch gescholtene Kevin Kuranyi die Fans jubeln. Er versenkte einen Ball aus neun Metern, nachdem Porto-Keeper Helton einen Schuss von Rafinha in die Mitte hatte abprallen lassen.

 

Die Gastgeber dominierten die ersten 15 Minuten, verloren aber dann etwas die Kontrolle und ließen die schwach gestarteten Portugiesen zurück in die Partie kommen. Die beste, weil einzige Chance der Gäste resultierte aus einem Fehler von Schalke-Torwart Manuel Neuer, der bei einem langen Pass in den Strafraum auf der Linie klebte. Mladen Krstajic klärte im letzten Moment die flache Hereingabe von Ernesto Farias zur Ecke (26.).

 

Den Hausherren gelangen nur wenige Kombinationen. Meist erfolgten die Gelegenheiten aus Kontern. Wie in der 35. Minute, als Helton einen scharfen Schuss von Kuranyi im kurzen Eck parierte. Die letzte gefährliche Situation in der ersten Halbzeit gab es in der 40. Minute durch einen Schuss von Ivan Rakitic. Das Leder rauschte wenige Zentimeter über den Kasten hinweg.

 

2. Halbzeit:

 

Die Anfangsphase der zweiten 45 Minuten bot nur wenig Spektakuläres. Lediglich eine miese Schauspieleinlage von Jorge Fucile, der nach einer Rangelei mit Gerald Asamoah wie vom Blitz getroffen umfiel, erzürnte die Massen (52.). Spielerisch boten die 22 Akteure auf dem Platz aber auch im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit nichts.

 

Vor allem der deutsche Vertreter ließ jede Ruhe und Souveränität vermissen. Es gelangen selten drei Pässe am Stück. Meist wurde der Ball umgehend nach Erobern wieder abgegeben. Und die "Knappen" konnten von Glück reden, dass sie ohne Gegentor das Spiel beendeten. Denn in der 80. Minute stand Lisandro Lopez nach einem flachen Zuspiel von Ricardo Quaresma frei vier Meter vor dem Tor, verpasste jedoch das Leder um Zentimeter. In den Schlussminuten musste Schalke noch gehörig zittern, die Portugiesen waren an diesem Abend allerdings nicht in der Lage, die dichte Abwehr auszuspielen.

 

Spieler des Spiels: Mladen Krstajic

 

Zusammen mit seinem Kollegen in der Innenverteidigung, Marcelo Bordon, bildete der Serbe ein echtes "Bollwerk" in der Mitte. Vor allem im Kopfballspiel waren die beiden überragend.

von Sportfan veröffentlicht in: Fussball
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    Trackback erstellen empfehlen
Mittwoch, 20. februar 2008

Berauschend war es nicht, und ein Fest schon gar nicht. Dennoch hat der FC Bayern München nach dem mauen 2:2 beim FC Aberdeen beste Chancen auf das Achtelfinale im UEFA Cup.

 

 

Von einem Topfavoriten auf den Titel hätte der Fan durchaus mehr erwarten können. Und so erschien das Remis in Schottland letztlich als kleiner Dämpfer auf dem Weg zum möglichen Titel-Triple. Zum Weiterkommen reicht dem Spitzenreiter der Bundesliga im Rückspiel am kommenden Donnerstag immerhin bereits ein 0:0 oder 1:1. Ebenfalls positiv: Der FC Bayern, der am Sonntag in der Bundesliga in Hannover seine Spitzenposition verteidigen will, bleibt damit seit Herbst 1996 (0:3 in Valencia) im UEFA Cup ungeschlagen.

 

Ein fader Beigeschmack bleibt dennoch. "Wir wollten natürlich gewinnen, aber Aberdeen ist über sich hinaus gewachsen und wir haben nur durchschnittlich gespielt. Unser Manko ist im Moment, dass wir zu viele Torschüsse brauchen, um zu treffen. Aberdeen hat in der kommenden Woche nichts zu verlieren, aber ich bin überzeugt, dass wir das Rückspiel klar entscheiden werden", blickte Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld voraus.

 

Die Leistung des Münchner Star-Ensembles als "durchschnittlich" zu bezeichnen, war noch höflich. Intern wird der "General" seinem Unmut sicherlich freien Lauf lassen, denn spielerisch lieferte sein Club eine dürftige Vorstellung ab. Zwar agierten die Bayern optisch überlegen, doch abgesehen von Kloses Tor (24.) und einem Schuss von Hamit Altintop ging wenig Gefahr von den Gästen aus. Ribery-Vertreter Bastian Schweinsteiger gab erneut kaum Impulse. Zudem präsentierte sich die Bayern-Defensive bei den Gegentreffern allzu nachlässig.

 

Josh Walker hatte den Tabellenfünften der schottischen Liga in der 24. Minute mit der ersten nennenswerten Chance für die Gastgeber überraschend in Führung gebracht. Kurz vor dem Wechsel gelang Sone Aluko (41.) gar das 2:1 für Aberdeen. Beim Schuss in die Tormitte machte Keeper Michael Rensing wahrlich keine gute Figur. Immerhin erzielte Altintop per Elfmeter-Nachschuss noch den Ausgleich (54.).

 

"Waren nicht konzentriert genug"

 

"International gibt es keine einfachen Spiele. Da muss man dagegenhalten. Die Gegentore sind ärgerlich, weil wir unkonzentriert agiert haben. Das ist bitter. Wir haben Aberdeen sehr genau analysiert und wussten, wie sie auftreten. Trotzdem waren wir nicht konzentriert genug", meckerte Klose. Der noch mit am besten agierende Gast Ze Roberto versuchte noch zu beschwichtigen: "Es war ein schweres Spiel für uns. Es gab sehr viele Zweikämpfe und der Boden war eine Katastrophe. Wir haben gezeigt, dass wir auch in einem Kampfspiel bestehen können. Wir sind zufrieden mit dem Resultat", stellte er klar.

von Sportfan veröffentlicht in: Fussball
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    Trackback erstellen empfehlen
Dienstag, 19. februar 2008

So spielen Spitzenmannschaften: Beim 3:0 in Hannover bot der eiskalte FC Bayern München die große Luca-Toni-Show. Der Italiener zeigte den Gastgebern ihre Grenzen auf und eroberte per Hattrick die Spitzenposition in der Torjägerliste.

 

Luca Toni ist eine imposante Erscheinung. Auf und neben dem Rasen. Fröhlich lächelnd und freundlich grüßend, bahnte sich der 1,96 Meter große Italiener nach dem Spiel in Hannover den Weg zwischen Journalisten, Autogrammsammlern und Ordnern hindurch in den Mannschaftsbus des FC Bayern München. Kurz zuvor hatte er auf dem Spielfeld Hannover 96 im Alleingang erledigt.

 

Drei Tore erzielte der Mann mit dem Aussehen eines Filmstars in der zweiten Halbzeit (58., 64., 82. Minute). Ein lupenreiner Hattrick, der den Vorsprung der Bayern auf Verfolger Werder Bremen wieder auf drei Punkte steigen ließ.

 

"Heute war ein ganz wichtiges Spiel für den Abstand zu den anderen", sagte Bayern-Manager Uli Hoeneß. Zugleich eroberte Toni mit seinen Saisontreffern elf bis 13 den ersten Platz in der Torjägerliste der Bundesliga, auf dem am Sonnabend noch der Dortmunder Mladen Petric, der bislang elfmal erfolgreich war, gestanden hatte. In insgesamt 25 Pflichtspielen für Bayern traf der Italiener 22-mal!

 

Hitzfeld: "Toni ist ein Phänomen"

 

"Toni ist ein Phänomen", lobte der Coach der Münchner, Ottmar Hitzfeld. Er braucht wenig Chancen und hat einen Killerinstinkt. Für Bayern ist er ein Glücksfall, so der Noch-Trainer des deutschen Rekordmeisters. In die gleiche Kerbe schlug auch Hoeneß. "Er macht aus keiner Chance ein Tor", sagte der Manager.

 

Nach einer ereignisarmen ersten Halbzeit, in der Hannover ordentlich mithielt, rechnete der eine oder andere Beobachter bereits mit einem müden 0:0 im mit 49.000 Zuschauern ausverkauften Stadion. Nach dem Seitenwechsel agierten die Münchner allerdings eiskalt und zeigten den Niedersachsen ihre Grenzen auf. "Uns fehlt noch das eine oder andere", gestand 96-Trainer Dieter Hecking ein. Gefehlt hat den Hannoveranern in den letzten 35 Spielminuten gar Hecking selbst. Nach einem Disput mit dem vierten Offiziellen wurde der Coach der Bank verwiesen. "Ich habe mir einen schönen Nachmittag auf der Tribüne gemacht", sagte Hecking zynisch, der ab der 55.

 

Minute die Partie stehend von der Haupttribüne aus verfolgte. 180 Sekunden nach dem erzwungenen Standortwechsel des 96-Trainers fiel das 0:1.

 

Bayern nach dem Wechsel eiskalt

 

Weder Hecking noch Hitzfeld zeigten sich mit der Spielleitung von Referee Dr. Markus Merk zufrieden. Spielentscheidende Folgen hatte die eine oder andere umstrittene Entscheidung der Unparteiischen freilich nicht. Vielmehr war der deutliche 3:0-Auswärtssieg des Tabellenführers das Resultat eines eiskalten Auftritts im Stil einer absoluten Spitzenmannschaft. Zweimal Bastian Schweinsteiger und einmal Mark van Bommel setzten Toni perfekt ein, der mit 96-Schlussmann Robert Enke keine Gnade kannte.

 

"Wenn einer Torschützenkönig in Italien wird, braucht man über seine Qualitäten nicht zu sprechen", sagte Hitzfeld. Unauffälliger spielte Tonis Sturmpartner Miroslav Klose, für den Hitzfeld allerdings auch Lob parat hatte. Er sei "sehr beweglich gewesen, immer anspielbar".

 

Sein Debüt im 96-Trikot gab Ex-Bayern-Profi Valérien Ismaël, der in der Pause allerdings verletzungsbedingt ausgetauscht werden musste. "Wir haben ganz gut begonnen, dann aber zu viel Respekt gezeigt", sagte der Franzose. Da konnte keiner widersprechen.

von Sportfan veröffentlicht in: Fussball Community: Sport
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    Trackback erstellen empfehlen
Freitag, 15. februar 2008

Ronaldo stand nur drei Minuten auf dem Platz - es könnten die letzten seiner Karriere gewesen sein. Dem Brasilianer droht wegen einer erneuten schweren Knieverletzung die Invalidität. Der 31-jährige Torjäger erlitt im Spiel seines AC Mailand gegen Livorno einen Riss der Patellasehne im linken Knie.

 

 

Nach italienischen Presseberichten bedeutet dies eine Zwangspause von mindestens neun Monaten.

 

Der Weltfußballer der Jahre 1996, 1997 und 2002 wurde noch am Donnerstagabend in der Pariser Klinik Pitié-Salpêtrière operiert. Die zweistündige Operation sei erfolgreich verlaufen, erklärten die behandelnden Ärzte Gérard Saillant und Eric Rolland. Die Zukunft des Ausnahmefußballers als Sportler hänge vor allem von dessen Motivation ab. Ronaldo müsse noch acht bis zehn Tage in der Klinik bleiben, könne aber bereits an diesem Freitag mit der Rehabilitation beginnen.

 

"Er kann sich erholen"

 

Saillant hatte Ronaldo bereits zweimal operiert. "Er kann sich erholen. Man muss nur wissen, was er vorhat, ob er noch einige Jahre weitermachen oder bald aufhören will", sagte Saillant vor der Operation dem Sender RTL. "Das hängt stark von ihm ab, von seinem Willen, sich neu anzustrengen und wichtige Opfer für sein Comeback zu bringen. Man weiß ja, dass das mit 31 Jahren schwieriger ist als mit 20 Jahren." Vor acht Jahren hatte Ronaldo nach einer ähnlichen Verletzung 17 Monate pausieren müssen.

 

Ronaldo war beim Stand von 0:1 (57. Minute) eingewechselt worden. Er und Filippo Inzaghi, die beiden "Alten", sollten das Spiel noch drehen. Drei Minuten später sprang der Brasilianer nach einer Flanke, kam dabei aber so unglücklich auf, dass die Patellasehne riss, die größte Sehne im Kniegelenk. Ronaldo schrie vor Schmerzen. Unter Tränen wurde er vom Platz getragen. Unmittelbar darauf verwandelte Andrea Pirlo einen Elfmeter zum Ausgleich, da Livornos Mittelfeldmann Vidigal in der Unglücksszene den Ball mit der Hand gespielt hatte.


Der Sportfan wünscht Ronaldo gute Besserung !
Hier  3 Minuten geballte Ronaldo Power..ein Genuss!

von Sportfan veröffentlicht in: Fussball Community: Sport
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    Trackback erstellen empfehlen
Freitag, 15. februar 2008

Der FC Bayern München hat mit einem 2:2 (1:2)-Remis beim FC Aberdeen die Chancen auf das Erreichen des Achtelfinales gewahrt. Miroslav Klose in der 29. Min. und Hamit Altintop (54.) mit einem im Nachschuss verwandelten Handelfmeter trafen für den deutschen Rekordmeister.

 

 undefined

Die Münchner Bayern hatten im mit 20.047 Zuschauern ausverkauften Pittodrie-Stadion von Aberdeen den Kampf angenommen und sich durch das 2:2 eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in einer Woche erkämpft - allerdings mit "Wacklern" in der Abwehr. So war Stürmer Miroslav Klose mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden. "Sicherlich waren die zwei Gegentore ärgerlich, weil wir unkonzentriert agiert haben", sagte der deutsche Nationalspieler.

 

1. Halbzeit:

 

Beide Mannschaften legten in den ersten 45 Minuten von Beginn an ein enormes Tempo vor. Die Gastgeber aus Aberdeen präsentierten sich als der erwartet engagierte und kampfstarke Gegner für die Bayern. Das Team von Ottmar Hitzfeld hielt körperlich dagegen und hatte durch Hamit Altintop (4.) und Christian Lell (10.) die ersten Chancen des Spiels. Da erste Tor erzielten allerdings die Schotten. In der 24. Minute ließ Josh Walker nach Rückpass von Sone Aluko Bayern-Torwart Michael Rensing mit einem platzierten Schuss ins rechte Eck keine Chance.

 

Die glückliche Führung für Aberdeen sollte nicht lange Bestand haben. Nach einer knappen halben Stunde besorgte Miroslav Klose auf Kopfballvorlage von Luca Toni den 1:1-Ausgleich. Die Münchner spielten weiter offensiv und drängten auf den Führungstreffer. Ze Roberto scheiterte nach schönen Zuspiel von Andreas Ottl am Außennetz. Unachtsamkeiten im Bayern-Defensive führten jedoch auch zu Möglichkeiten der Gastgeber. Eine davon nutzte Aluko, der in der 41. Minute zum erneuten Führungstreffer für Aberdeen einschoss. Rensing sah in dieser Situation nicht gut aus.

 

2. Halbzeit:

 

Aufgrund des Rückstandes zur Pause brachte Hitzfeld Philipp Lahm für den nicht überzeugenden Christian Lell. Der Nationalspieler brachte mehr Schwung in die Aktionen der Gäste, die besser aus der Kabine kamen. In der 53. Minute nahm Aberdeens Lee Mair bei der Abwehr nach Ze Robertos Flanke die Hand zu Hilfe, so dass Schiedsrichter Eduardo Iturralde Gonzales auf den Elfmeterpunkt zeigte. Altintop scheiterte zunächst an Keeper Jamie Langfield, war dann aber im Nachsetzen erfolgreich (54.).

 

Nach dem 2:2 nahmen sowohl die Schotten als auch der deutsche Rekordmeister das Tempo etwas aus dem Spiel heraus. Aberdeen konnte wohl nach der kraftraubenden ersten Halbzeit nicht mehr zulegen, die Bayern schienen sich mit dem Ergebnis zufrieden zu geben. Zu Beginn der Schlussviertelstunde hatten Klose und der für Ze Roberto eingewechselte Lukas Podolski noch zwei Einschussmöglichkeiten, beide scheiterten jedoch am Torwart der Gastgeber, denen Hitzfeld ein Kompliment machte. Sie sind über sich hinausgewachsen", sagte der Bayern-Trainer.

 

Am Ende konnten beide Teams mit dem Unentschieden leben; Aberdeen zeigte im Vergleich zu den jüngsten Spielen in der Liga eine deutliche Steigerung und die Bayern können zu Hause im Rückspiel ihrer Favoritenstellung für den Achtelfinaleinzug im UEFA-Cup gerecht werden.

 

Spieler des Spiels: Miroslav Klose

 

Der deutsche Nationalstürmer zeigte sich im Vergleich zu den letzten Bundesliga-Spielen deutlich verbessert und brachte mit seinem Ausgleichstor sein Team zurück ins Spiel. Außerdem tat er sich als Motivator hervor, indem er seine Mitspieler ständig anfeuerte.

von Sportfan veröffentlicht in: Fussball
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    Trackback erstellen empfehlen
Donnerstag, 14. februar 2008

Die Vorbereitung auf das Match im UEFA Cup beim FC Aberdeen hätte besser laufen können. Ottmar Hitzfeld, den Trainer des FC Bayern München, plagen vor dem Spiel am Donnerstag arge Personalprobleme.

 

Bayvern-aberdeen.gifDer Schock fuhr den Bayern 10.000 Meter über der Erde in die Glieder: Keeper und Kapitän Oliver erlitt urplötzlich einen Grippeanfall mit Schüttelfrost sowie Fieber und kehrte auf Anweisung von Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt mit der Lufthansa-Chartermaschine gleich nach der Landung in Aberdeen wieder nach München zurück. Für den 38-Jährigen soll Michael Rensing das Münchner Gehäuse hüten. Wenn er denn kann.

 

Denn der 23-jährige Ersatzkeeper hat sich nach Rückenproblemen gerade erst wieder gesund gemeldet, topfit ist er nicht. "Es geht soweit", sagte Rensing nach der Ankunft im Hotel "The Marcliffe". Nach dem Abschlusstraining am Abend bei nasskaltem Wetter und Nebel im Pittodrie-Stadion reckte er aber den Daumen in die Höhe und sagte: "Es ging wunderbar." Um ja kein Risiko einzugehen, wurde Amateurkeeper Thomas Kraft (19) kurzfristig via London eingeflogen.

 

Für den Fall der Fälle hat Hitzfeld jedoch ohnehin schon vorgesorgt. "Vor zwei Tagen hat Michael Rensing beim Schuhebinden einen Hexenschuss bekommen. Ich bin aber zuversichtlich, dass er spielen kann. Zur Not finden wir jemanden, der ihm die Schuhe bindet", schmunzelte er. Zum Lachen war ihm nicht zumute die Verletztenliste ist lang: Kahn, Franck Ribery, Willy Sagnol, Mark van Bommel und Daniel van Buyten stehen darauf. Hitzfeld glaubt immerhin, dass Kahn schon am Sonntag im Bundesliga-Spiel bei Hannover 96 wieder auflaufen kann. "Natürlich fehlt ohne Oliver Kahn ein Stück Herz - aber wir haben einen sehr guten Stellvertreter mit Rensing", sagte Nationalspieler Bastian Schweinsteiger.

 

Lell und Ottl rutschen rein

 

Die vielen Ausfälle führen jedoch unweigerlich zu einigen Umstrukturierungen in der Mannschaft. Für Sagnol wird Christian Lell hinten rechts verteidigen, Andreas Ottl übernimmt den Part von van Bommel im Mittelfeld. Eine weitere Chance auf der Ribery-Position soll Schweinsteiger erhalten. "Ich glaube, dass er sich international leichter tut", meinte Franz Beckenbauer, der seine Meinung so begründet: "National kennt man ihn und durchschaut ihn - man weiß, was bei ihm kommt."

 

Eine unbekannte Größe für die Bayern ist der FC Aberdeen, dessen beste Zeiten lange zurückliegen. Zwei Niederlagen mit 2:9 Toren kassierten die "Dons" zuletzt gegen Dundee United (1:4) im Liga-Pokal und daheim gegen Celtic Glasgow (1:5). "Aberdeen ist angeschlagen", meinte Hitzfeld. Aberdeen-Coach Jimmy Calderwoood gab zu: "Nach diesen zwei Spielen wird uns kein Mensch eine Chance geben."

 

Aber: Vor 25 Jahren erlebte der FC Bayern in der nordschottischen Stadt einen bitteren Europapokal-K.o. - mit "Schotten-Schreck" Luca Toni soll sich ein blamables Scheitern nicht wiederholen. In der Qualifikation zur Europameisterschaft 2008 avancierte der Weltmeister mit drei Treffern bei den zwei Siegen Italiens (2:0, 2:1) zum Schreckgespenst, Schottland verpasste die EM-Endrunde. Nun möchte der mit sechs Treffern führende UEFA-Cup-Torschütze auch im 22 000 Zuschauer fassenden Pittodrie-Stadion zuschlagen: "Schottland bringt mir anscheinend Glück. Ich hoffe, dass es auch gegen Aberdeen gut läuft."

von Sportfan veröffentlicht in: Fussball
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    Trackback erstellen empfehlen
Donnerstag, 14. februar 2008

Der SV Werder Bremen siegte gegen den SC Braga mit 3:0(2:0) und schuf sich eine hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel in Portugal am Donnerstag kommender Woche. Naldo (4.), Daniel Jensen (27.) und Hugo Almeida (90.+4/Handelfmeter) erzielten die Tore vor 25.690 Zuschauern im Weserstadion.

 

 

undefinedDank der Paraden seines Torhüters, der zwei Strafstöße von Roland Linz (10.) und Jorginho (36.) meisterte, gewann der Champions-League-Absteiger den ersten Pflichtspielsieg des Jahres.

 

"Wir sind hungrig auf Erfolge. Mit dieser Einstellung gehen wir heute rein", hatte Werder-Sportdirektor Klaus Allofs seiner zuletzt dreimal sieglosen Mannschaft mit auf den Weg gegeben. Und die Bremer gaben von Anfang an richtig Gas. In der 4. Minute nahm Naldo bei einem Freistoß aus gut 30 Metern Maß und zirkelte den Ball zur Überraschung von Torhüter Paulo Santos genau in die lange Ecke. Damit war der Weg für das Team von Thomas Schaaf geebnet, der bei der Aufstellung für Überraschungen gesorgt hatte. So stürmte nicht der vom Afrika-Cup zurückgekehrte Boubacar Sanogo an der Seite von Hugo Almeida, sondern wieder der zuletzt formschwache Markus Rosenberg.

 

Als Außenverteidiger gab der in der Winterpause an der Leiste operierte Clemens Fritz sein Debüt in diesem Jahr. Und der Nationalspieler sorgte in der 10. Minute für Werders erste Schrecksekunde, als er gegen Linz das Bein stehen ließ. Doch Wiese parierte den Schuss des gefoulten Österreichers souverän. Erst am Sonntag hatte sich der 26-Jährige beim 1:1 in München gegen Luca Toni als Elfmeter-"Killer" bewährt. Per Mertesacker (16.) per Kopf an den Pfosten und Rosenberg (17.) vergaben das längst fällige 2:0, das schließlich Jensen besorgte. Der Däne schloss eine Ballstafette über Almeida und Fritz gekonnt ab.

 

Dass die Gastgeber die erste Halbzeit trotz gelegentlicher Abwehrschwächen gegen die munter drauflos stürmenden Portugiesen, die in der Gruppenphase Bayern München ein 1:1 abgetrotzt hatten, ohne Gegentor überstanden, hatten sie wiederum Wiese zu verdanken. Denn der Keeper parierte auch den Elfmeter von Jorginho, nachdem der griechische Schiedsrichter Georgios Kasnaferis wegen einer angeblichen Behinderung von Wiese gegen Matheus erneut auf den Punkt gezeigt hatte.

 

Werder-Spielmacher Diego stand lange Zeit im Schatten von Aaron Hunt, der mehr Impulse für die Offensive lieferte und in der 48. Minute mustergültig auf Almeida flankte. Doch der Portugiese köpfte aus wenigen Metern am Tor vorbei. Gegen einen allmählich erlahmenden Gegner taten die Bremer in der letzten halben Stunde nicht mehr als nötig. Die bemerkenswerteste Szene: Nationalspieler Tim Borowski wurde bei seiner Einwechslung für Hunt (60.) mit Pfiffen empfangen.

von Sportfan veröffentlicht in: Fussball
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    Trackback erstellen empfehlen
Donnerstag, 14. februar 2008

Thomas Haas wird zum Auftakt des ATP-Turniers im kalifornischen San José einen Schaukampf gegen den 36 Jahre alten Amerikaner Pete Sampras bestreiten, der mit 14 Grand-Slam-Titeln der erfolgreichste Spieler bei den vier wichtigsten Turnieren der Welt ist. Den letzten holte er 2002 bei den US Open.

 

 

Haas springt in San José für seinen Freund und Kollegen Marat Safin aus Russland ein, der wegen einer Stressfraktur im rechten Bein und einer Magen-Darm-Grippe absagte. Für Haas ist das Duell mit Sampras erst das zweite Match nach seiner Schulter-Operation am 16. November. Beim Comeback war der Hamburger in Delray Beach ausgeschieden.


Hier ein Video mit den beiden in Old School Tennis Manier

 

Nach Haas scheiterte beim ATP-Turnier in Florida auch Benjamin Becker gleich in seinem Auftaktmatch. Der Saarländer unterlag dem Russen Igor Kunizyn 3:6, 6:7 (1:7). Die Erstrunden-Partie von Denis Gremelmayr gegen Vince Spadea (USA) wurde wegen Regens auf Mittwoch verschoben. Dann griff auch Florian Mayer gegen den Japaner Kei Nishikori ein. Für den Stuttgarter Michael Berrer war das Turnier in Marseille schon nach der 1. Runde beendet. Der einzige deutsche Teilnehmer unterlag dem russischen Qualifikanten Teimuras Gabaschwili 6:7 (5:7), 4:6.

 

 

Beim WTA-Turnier in Viña del Mar/Chile gewann Martina Müller aus Hannover in der 1. Runde 6:4, 6:1 gegen Karina Andrea Koch Benvenuto (Schweiz). Zuvor hatte auch Julia Schruff das Achtelfinale erreicht.

von Sportfan veröffentlicht in: Tennis Community: Sport
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    Trackback erstellen empfehlen
Mittwoch, 13. februar 2008

Ob in Brasilien, Kamerun oder Deutschland - überall auf der Welt wissen die Fans viel besser als Trainer und Funktionäre, was für ihren Verein gut ist. Einziges Problem: Sie haben wenig Einfluss. Bei Hapoel Play65 Kiryat Shalom aus Israel ist das anders: Hier entscheiden die Fans alles selbst.

´

 

Fussball.jpgVon der Mannschafts-Aufstellung über Auswechslungen während der Partie bis hin zu Elfmeterschützen - die Zuschauer des Sechstligisten aus Tel Aviv bestimmen, was auf dem Platz passiert. Der Trainer hat nichts zu entscheiden - ganz einfach deshalb, weil es ihn gar nicht mehr gibt. Der Mann an der Seitenlinie ist viel mehr durch eine Art "Befehlsempfänger" ersetzt worden, der per Laptop die Wünsche der Fans übermittelt bekommt und dementsprechend reagieren muss.

 

Im ersten Spiel hat das neue System allerdings noch nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Gegen Maccabi Ironi Or Yehuda unterlagen die Blau-Roten knapp mit 2:3. Trotzdem waren alle Beteiligten zufrieden. Verlieren sich normalerweise ganze 100 Zuschauer auf dem Sportplatz des Klubs, lockte die Live-Übertragung im Internet 6.000 Interessenten vor die Bildschirme.

 

Demokratie dank Messi

 

Mitentscheiden kann jeder, der sich im Internet registriert und einen Mitgliedsbeitrag entrichtet. Alle Spiele von Hapoel werden Live auf der Klub-Homepage übertragen und wenn es nicht läuft, dann können die Mitglieder sofort reagieren und per Mausklick die Abwehr umstellen lassen oder einen neuen Stürmer bringen. Entschieden wird nach dem Mehrheitsprinzip. "Das ist echte Demokratie", schwärmt Moshe Hogeg. Der Geschäftsmann aus Tel Aviv hat das Projekt ins Leben gerufen.

 

Die Idee hatte der Israeli bei der Weltmeisterschaft 2006 während der Viertelfinalpartie zwischen Argentinien und Deutschland. "Die Fans wollten, dass der argentinische Trainer den Spielmacher Lionel Messi einwechselt, doch er tat es nicht", erinnert sich Hogeg und handelte: Für 350.000 Euro erwarb er im Juni 2007 Hapoel Play65 Kiryat Shalom und überlässt seitdem den Fans die Entscheidungen.

 

"Feindliche Übernahme drohte"

 

Das Konzept ging auf, entwickelte sich gut. Doch wie überall im Netz, drohen auch in diesem Fall Gefahren. Im November stellten die Verantwortlichen mit Schrecken fest, dass sich Fans gegnerischer Mannschaften angemeldet haben - und die wechselten mal eben Topstürmer Zohar Kaminsky aus. Demokratie hin oder her, das Anmelde- und Mitbestimmungs-System musste geändert werden.

 

Trotzdem fand die Idee schnell Nachahmer. So wird inzwischen der englische Fünftligist Ebbsfleet United von 20.000 Internet-Nutzern regiert und auch in Deutschland ist ähnliches geplant - und wer weiß, vielleicht gehört der Umgang mit dem Laptop auch irgendwann zum Berufsbild der deutschen Bundesliga-Trainer.

von Sportfan veröffentlicht in: Fussball Community: Sport
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    Trackback erstellen empfehlen
Mittwoch, 13. februar 2008

Das wird Bastian Schweinsteiger guttun. Spieler und Verantwortliche des FC Bayern München zelebrieren den "Schulterschluss" für ihren kriselnden Star.

 

 undefined

Das Thema "Schweini" war am Dienstag in aller Munde an der Säbener Straße. Er selbst ließ sich wenig anmerken und absolvierte das Flankentraining und die Spielformen der nicht öffentlichen Einheit vor dem UEFA Cup-Match beim FC Aberdeen (Donnerstag, 19:00 Uhr im Live-Ticker) konzentriert. Garantiert war das auch möglich, weil ihm Vorstands-Boss Karl-Heinz Rummenigge zuvor den Rücken gestärkt und ihm sogar einen neuen Vertrag in Aussicht gestellt hatte.

 

"Wir sind darin interessiert, dass er bei uns bleibt und werden zu einem gegebenen Zeitpunkt auch die Gespräche dafür aufnehmen. Da gibt es überhaupt kein Umdenken, wir haben vollstes Vertrauen in Bastian", sagte Rummenigge der "tz". Schweinsteigers Vertrag läuft noch bis zum 30. Juni 2009.

 

Eine vorzeitige Trennung von dem 23-jährigen Nationalspieler schloss Rummenigge ohnehin aus. "Wir haben einen Vertrag mit ihm bis 2009, haben Geduld und werden ihn unterstützen. Man darf nicht vergessen, dass er von uns ausgebildet wurde. Er ist Bayer, hat alle Voraussetzungen, erfolgreich zu sein", betonte er. "Natürlich kann er mehr, als er gegen Bremen gezeigt hat. Auf der anderen Seite ist Bastian ein junger Mensch, den man unterstützen muss in so einer schwierigen Phase - und das wird er vom FC Bayern."

 

Ins gleiche Horn stieß auch Philipp Lahm: "Schweini ist ein außergewöhnlicher Fußballer. Sicherlich bringt er im Moment nicht die Leistung, zu der er imstande ist. Aber ich bin sicher, dass er bald in die Erfolgsspur zurück findet. Ich mache mir um ihn keine Sorgen", stellte er klar. Er gab jedoch auch zu bedenken, dass die aktuelle Situation seines Kollegen nicht einfach sei. "Du musst einfach regelmäßig spielen. Es ist nicht einfach sich zu beweisen, wenn man ständig eingewechselt wird." Auch dass "Schweini" nach einer Pause immer schwer in die Gänge kommt, ist kein Geheimnis. "Dafür ist er bekannt", weiß Lahm.

 

Lucio fordert mehr Einsatz

 

Abwehrchef Lucio sieht das genauso und fordert von Schweinsteiger deshalb einen Tick mehr Ehrgeiz. "Er muss noch motivierter sein, damit er seinen Platz im Team findet. Dass er wichtig für uns ist, steht außer Frage."

 

Die Basis für eine Zukunft mit Schweinsteiger ist beim FC Bayern also gelegt. Jetzt kommt es darauf an, was der Protagonist draus macht. Gegen Aberdeen und Hannover 96 am Sonntag wird er erneut die Chance erhalten, sich im linken Mittelfeld zu beweisen. Lässt "Schweini" da endlich mal wieder die Sau raus, werden sämtliche Kritiker schnell verstummen.

von Sportfan veröffentlicht in: Fussball Community: Sport
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    Trackback erstellen empfehlen
Dienstag, 12. februar 2008
Als der Pflichtsieg gegen Südkorea unter Dach und Fach gebracht war, galten die Gedanken der deutschen Nationalmannschaft schon dem nächsten Gegner. "Spanien stellt eine neue Herausforderung dar", sagte Kapitän Patrik Kühnen lapidar. Doch die knifflige Viertelfinal-Aufgabe wird Kühnen stark fordern.


undefinedDabei geht es nicht nur darum, die besten Spieler zu mobilisieren, sondern auch den richtigen Untergrund auszusuchen.

"Die Deutschen werden einen ultraschnellen Belag auswählen", vermutete "Marca" bereits. Entscheidend aber sei, welche Stars auf beiden Seiten eingesetzt werden könnten und welche nicht. Rafael Nadal jedenfalls steht für das Treffen vom 11. bis 13. April zur Verfügung. Er und David Ferrer, die beide gegen Peru fehlten, hätten "Teamkapitän Emilio Sánchez Vicario ihre Bereitschaft erklärt, in Deutschland zu spielen".

Grundsätzlich gilt dies auf der anderen Seite auch für Thomas Haas und Nicolas Kiefer. Ob der momentan noch verletzte Haas und der nicht berücksichtigte Kiefer allerdings dabei sein werden, und ob sie Philipp Kohlschreiber den Rang als Spitzenspieler im Team streitig machen können, ist offen. Kühnen ließ sich nach dem 3:2 gegen die zweitklassigen Südkoreaner in Braunschweig jedenfalls in bekannt diplomatischer Manier zu keinem Statement verleiten.

"Haben viele gute Spieler in unseren Reihen"


"Philipp Kohlschreiber hat seine Aufgabe fantastisch gelöst. Er hat mit seinen drei Siegen maßgeblichen Anteil am Erfolg", sagte Kühnen und kündigte an: "Natürlich wird es Gespräche mit Tommy und Nicolas geben." Die Notwendigkeit, die beiden wie zuletzt vor zwei Jahren gegen Frankreich zu nominieren, sieht er aber nicht. "Wir haben so viele gute Spieler in unseren Reihen." Er sagte aber auch: "Tommy hat gezeigt, wie wichtig er für uns ist. Ganz klar, dass wir einen wie ihn brauchen." Nur eben Haas und Kiefer zusammen - das ist eine spezielle Konstellation. Vor zwei Jahren in Halle funktionierte sie nicht.

Apropos Halle. Die ostwestfälische Kleinstadt mit ihrem Tennis-Stadion gelten als heißester Kandidat für die Ausrichtung des Viertelfinales. "Die Deutschen werden bei der Wahl des Belags mit Spanien keine Nachsicht haben und die Partie möglicherweise auf dem Rasen von Halle austragen", glaubt auch die Sportzeitung "As" vor der "nächsten Station auf dem Weg zu Spaniens drittem Davis-Cup-Triumph".


Für Spaniens Teamkapitän Sánchez Vicario ist der Belag momentan ebenfalls die bestimmende Frage. Der Zeitung "El País" sagte der einstige Spitzenspieler: "Deutschland ist ein gefährlicher Gegner, vor allem daheim. Ich bin gespannt, welchen Belag die Deutschen uns vorsetzen werden. Alles ist möglich. Sie werden es sich aber zweimal überlegen, gegen uns auf Rasen zu spielen. Nadal stand in Wimbledon zweimal im Finale. Wir sind so variabel, dass wir uns auf jeden Untergrund einstellen können. Wenn wir uns richtig vorbereiten können, muss jedes andere Team uns fürchten."
von Sportfan veröffentlicht in: Tennis
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    Trackback erstellen empfehlen
Montag, 11. februar 2008
Rekordchampion Ägypten hat zum sechsten Mal den Afrika Cup gewonnen. Im Finale bezwangen die "Pharaonen" die vom deutschen Trainer Otto Pfister betreuten Kameruner mit 1:0 (0:0). Mohamed Aboutrika erzielte den Siegtreffer für Ägypten in der 76. Minute auf Vorlage des Hamburgers Mohamed Zidan.



Die Kameruner mussten sich hingegen mit Timothee Atouba (Hamburger SV ) und Joel Epallé (VfL Bochum) in ihren Reihen vor den Augen von FIFA-Präsident Joseph Blatter geschlagen geben und warten weiter auf ihren fünften Sieg beim Afrika Cup. Pfister hatte bereits 1992 mit Ghana eine Final- Niederlage beim Afrika Cup hinnehmen müssen.

1. Halbzeit:

Die Teams begannen mit gutem Offensivfußball. Samuel Eto'o hatte bei den "unbezähmbaren Löwen" die erste Möglichkeit mit einem Kopfball, der aber in letzter Sekunde von Ägyptens Verteidiger Shady Mohamed abgewehrt wurde (5.). Auch der Titelverteidiger besaß die Chance zum 1:0: Emad Moteabs Schuss wurde von Kamerun-Keeper Idriss Carlos Kameni in die Mitte abgewehrt, aber Mohamed Aboutrika konnte den Nachschuss nicht im Tor unterbringen (19.).

Im weiteren Spielverlauf erarbeiteten sich die Ägypter ein Übergewicht bei Spielanteilen und Torchancen. Die beste Gelegenheit ließ Moteab aus, der aber aus zwölf Metern Entfernung genau auf Torwart Kameni zielte (36.). Durch einige Verletzungsunterbrechungen verlor das Spiel im weiteren Verlauf mehr und mehr an Tempo, bis zur Halbzeit passierte nichts mehr. Ägypten hätte die Führung bis dato verdient gehabt, scheiterte aber an seiner ungewohnten Abschlussschwäche.

2. Halbzeit:

Die Ägypter untermauerten auch in Durchgang zwei ihren Anspruch auf den Titel. Hosni Abd Rabou scheiterte mit einem strammen Schuss aus 20 Metern an Kamerun-Schlussmann Kameni (54.) Mittelfeldmann Rabou hatte auch die nächste Möglichkeit, als Kameruns Kameni schon geschlagen war - doch sein Kopfball ging nur an den Pfosten (62.).

Die Begegnung verflachte danach immer mehr. Während sich die "unbezähmbaren Löwen" auf die Verteidigung konzentrierten, schafften es die "Pharaonen" nicht, sich entscheidend im Angriff durchzusetzen. Ausgerechnet Kameruns Kapitän Rigobert Song unterlief dann der entscheidende Fehler. Der Ex-Kölner verlor bei einem Zweikampf mit dem eingewechselten HSV-Profi Mohamed Zidan im eigenen Strafraum einen schon sicher geglaubten Ball. Zidan legte quer auf Aboutrika, der das Leder aus elf Metern im rechten Toreck unterbrachte (77.). Die Kameruner reagierten auf den späten Rückstand mit wütenden Angriffen. Mehr als eine Chance von Stephane Mbia, der Ägyptens Keeper Essam El Hadari mit einem Flachschuss aus zehn Metern prüfte, sprang jedoch nicht mehr heraus (87.).

Spieler des Spiels: Hosni Abd Rabou

Der Denker und Lenker im ägyptischen Spiel hatte gute Szenen in der Offensive. Als wichtige Stütze für die "Pharaonen" während des gesamten Turniers hätte Rabou seine Leistung fast mit einem Treffer gekrönt.
von Sportfan veröffentlicht in: Fussball
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    Trackback erstellen empfehlen
Montag, 11. februar 2008
Bayern gegen Werder: Nur phasenweise machte das Spitzenspiel seinem Name alle Ehre. Schnell war der Schwung der Bremer dahin und der Glanz des Münchner Star-Ensembles verblasst. Während die Gäste mit dem 1:1 zufrieden schienen, fehlte den Bayern ein Ideengeber.


Dick eingepackt und wenig erquickt saß Franck Ribery auf den Rängen der Münchner Arena und musste mit ansehen, wie seine Mannschaft eine Halbzeit lang uninspiriert auf das Tor von Tim Wiese anrannte. Dass der flinke Franzose dem Münchner Spiel an allen Ecken und Enden fehlte, war offensichtlich. Weder Bastian Schweinsteiger noch die später eingewechselten Lukas Podolski oder Toni Kroos konnten den schelmischen Power-Dribbler ersetzen.

"Ribery ist ein Weltklasse-Spieler. Den kann man nicht ersetzen", entschuldigte Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld den ideenlosen Auftritt seines Teams im zweiten Durchgang. "Das merkt man besonders, wenn es um einen einzigen kurzen, genialen Moment geht. Das ist das, was uns fehlt", pflichtete Kapitän Oliver Kahn seinem Coach bei. Kahn hatte einen dominaten FC Bayern gesehen, der "momentan zu wenig aus unserer Überlegenheit" macht.

Keine Alternativen zu Ribery


Auch Manager Uli Hoeneß machte keinen Hehl daraus, dass die Bayern nicht dauerhaft auf die Impulse von Ribery verzichten können. "Wenn er uns nicht fehlen würde, hätten wir nicht soviel Geld ausgegeben", erklärte Hoeneß. Doch erschreckend ist die Tatsache, dass eine Mannschaft, die von Nationalspielern gespickt ist, nicht in der Lage ist, den Ausfall eines Spielers zu kompensieren.

Dabei taten die Bremer eine Halbzeit lang alles, um die Bayern in der Tabelle auf sechs Punkte enteilen zu lassen. "Da haben wir zu einfach und zu schnell den Ball abgegeben. Wir sind etwas weiter hinten rein gerückt. Es wäre besser gewesen, ruhiger zu spielen", analysierte Werder-Trainer Thomas Schaf. Das galt allen voran für Dusko Tosic, der gleich mehrfach mit Fehlpässen und Stellungsfehlern aufwartete, ohne jedoch dafür von den Münchnern bestraft zu werden.

Tonis Fehlschuss vom Punkt

Trotzdem hätte der Rekordmeister den Platz als Sieger verlassen können, ja sogar müssen. Nach einem denkbar schlechten Auftakt, der im 0:1 durch einen Geniestreich des ansonsten blassen Bremer Regisseurs Diego (6.) gipfelte, kamen die Münchner besser in die Partie. Eine gute halbe Stunde lang lieferten sich beide Mannschaften eine schwungvolle Auseinandersetzung mit Kampf und Leidenschaft.

Nach einem Stellungsfehler von Tosic und einem Foul von Wiese an Luca Toni hatte der Italiener den Ausgleich per Strafstoß auf dem Fuß, vergab jedoch kläglich (30.). "Luca Toni ist Weltmeister, da müsste er den Ball aus elf Metern normalerweise auch reinhauen", haderte Hitzfeld mit seinem Angreifer, der zwei Minuten später allerdings als Vorbereiter für Ze Robertos Ausgleich glänzte.

Hadern mit dem Schiedsrichter

Dem Tor vorausgegangen war jedoch ein Foul von Mark van Bommel an Daniel Jensen in der Nähe der Mittellinie, das das nicht immer überzeugende Schiedsrichtergespann um Thorsten Kinhöfer nicht ahndete. "Es ist auffällig, dass wir wieder in so einer Situation sind - aber damit ist es gut", ließ es Werder-Coach Schaf bei angedeuteter Kritik. Auch die Münchner waren nicht gänzlich zufrieden, mit den Entscheidungen der Unparteiischen. "Aus meiner Position haben einige Dinge nicht so ausgesehen, wie sie der Schiedsrichter entschieden hat", bemerkte Bayern-Keeper Kahn, der dabei wohl zwei diskussionswürdige Abseitsentscheidungen gegen Toni im Kopf hatte.

Letztlich waren aber fast alle Beteiligten mit dem Remis zufrieden. "Wir hatten teilweise ganz gute Spielanteile. Es war ein gerechtes Unentschieden", sagte Tim Borowski und lag da auf einer Wellenlänge mit seinem zukünftigen Vereinspräsidenten Franz Beckenbauer: "Bayern war überlegen, aber es entscheiden die Tore und da jede Mannschaft nur eins geschossen." Nur Oliver Kahn hatte in dieser Frage seine eigene Meinung. "Die zweite Halbzeit haben wir dominiert. Bremen hatte da nicht eine einzige Torchance. Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass das 1:1 sehr schmeichelhaft für Bremen ist."
von Sportfan veröffentlicht in: Fussball Community: Sport
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    Trackback erstellen empfehlen
Montag, 11. februar 2008

Ausgerechnet Oliver Kahn zeigt Verständnis für Nationalkeeper Jens Lehmann, der mit seinen haasträubenden Patzern beim 3:0 gegen Österreich für Diskussionsstoff sorgte.

 

204.jpgMit dieser Schützenhilfe hat wohl kaum jemand gerechnet. Kahn und Lehmann, die beiden Giganten im Tor, die sich lange Zeit einen erbitterten Kampf um die Nummer eins in Deutschland lieferten, waren und sind schließlich nicht die besten Freunde. Umso verwunderlicher klingen Kahns Worte: "Jens Lehmann hat die Klasse für die EM. Er hat die Klasse, allerhöchstes Niveau zu erreichen", sagte er und stärkte damit dem mit Argusaugen beobachteten Lehmann den Rücken.

 

Womöglich nimmt er sich auch nur deshalb zurück, weil er weiß, dass derzeit ohnehin schon genug Kritik auf Arsenals Ersatzkeeper einprasselt. "Sicherlich ist seine Situation schwierig. Er spielt nicht, aber Praxis ist unheimlich wichtig. Die Abläufe im Training und im Spiel sind vollkommen verschieden. Du musst dich immer wieder messen", betont Kahn. Auch dass Lehmann sich gegen einen Vereinswechsel entschieden hat, kann er in gewisser Weise nachvollziehen: "Wenn du Kinder hast, eine Familie, dann kann man die Prioritäten auch einmal anders setzen."

 

 

Fehler können dabei passieren. Auch Werders Sportdirektor Klaus Allofs sieht im Gespräch mit eurosport.yahoo.de keinen Grund, in Panik zu verfallen. "Wir müssen Spieler über Jahre einschätzen und nicht anhand einer Partie. Joachim Löw hat Jens Lehmann zur Nummer eins aufgrund seiner bisherigen Leistungen gemacht - und die waren meines Erachtens tadellos. Man sollte einem Fußballspieler auch einmal eine etwas schlechtere Leistung zugestehen", hob er hervor.

 

 

 Trotzdem: Die Lage bleibt verzwickt. Lehmann kommt an Almunia in dieser Saison definitiv nicht mehr vorbei, am Montag beim Heimspiel gegen die Blackburn Rovers muss er wieder auf die Bank. Und dort bleibt er, während die Diskussionen um die beste Besetzung im deutschen Gehäuse gerade erst wieder starten.

von Sportfan veröffentlicht in: Fussball Community: Sport
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    Trackback erstellen empfehlen
Sonntag, 10. februar 2008
Hier das Tor des Jahres von Diego, mit einem irren Weitschuss. Dazu noch Plätze 2 und 3. Ebenfalls echte Zaubereinlagen...


von Sportfan veröffentlicht in: "Unglaubliche Sportclips"
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    Trackback erstellen empfehlen
Freitag, 8. februar 2008

Wenn Werder Bremen am Sonntag in der Münchner Allianz Arena aufläuft, wird ein Grün-Weißer besonders im Fokus stehen: Tim Borowski. Sein Wechsel zu den Bayern steht fest, doch er will sich für Werder weiter "reinhängen". Jedoch allein, um in München nicht auf der Reservebank zu landen.


Tim Borowski: über 120kmh schuss - MyVideo

 

 


Der Blick von Tim Borowski lässt stets einen tiefen Einblick in seine Gefühlslage zu. Wenn er mit weit aufgerissenen Augen seinen Gegenüber anstarrt, kann er dabei nicht verbergen, dass er sich meist angegriffen fühlt, einen üblen Hintersinn in einer Frage vermutet und generell wenig Lust auf eine Antwort hat. So wirkt er oft wie jemand, der auf der Lauer liegt und immer damit rechnet, einen Konter setzen zu müssen.

 

Seitenhieb auf Klose-Wechsel

 

Vor dem wichtigen Spiel gegen Bayern München am Sonntag ist Borowski allerdings bemüht, sich nicht in die Karten schauen zu lassen. Vielleicht fiel ihm wieder ein, was er von seinem ehemaligen Teamchef und baldigen Wieder-Chef Jürgen Klinsmann über diese Dinge in einem der vielen Seminare zur WM gelernt hatte. Doch gerade vor dessen erstem Auftritt vor der künftigen Heimkulisse wäre ein kurzer Blick in Borowskis Innenleben besonders interessant gewesen. Aber er sagt nur: "Ich bin es gewohnt, dass ich immer ganz besonders unter die Lupe genommen werde. Ich bin professionell genug, bis zum letzten Spiel für Werder alles zu geben."

 

Floskeln dieser Art gehören bei Profis zum Standardrepertoire und gerade bei wechselwilligen Spielern darf angezweifelt werden, ob sie auch in die Tat umgesetzt werden. Uneigennützig ist die Ansage des Mittelfeldakteurs zumindest nicht. Einerseits stimmt sie die Bremer Fans milde, die die Wechsel zum Erzrivalen normalerweise mit bitteren Unmutsbekundungen quittieren, obwohl sie sich scheinbar längst mit Borowskis Weggang abgefunden haben. Kein einziger Pfiff war bisher aus ihren Reihen zu hören. "Es ist es ja immer die Frage, wie man sich verabschiedet", erklärt es sich Borowski mit einem Seitenhieb auf Miroslav Klose, dessen langer Wechsel-Hick-Hack die Fans verärgert hatte. Es mag aber vielleicht auch mit dem "andererseits" zu tun haben, der Tatsache, dass der 27-Jährige seiner WM-Form immer noch weit hinterherläuft. Da fällt den Fans der Abschied wohl leichter. Für Borowski gerät es nun zu einem Wettlauf mit der Zeit.

 

Sich in Form bringen für die Bayern

 

In der Form, die er seit dem Ende des Sommermärchens präsentiert, kann er sich des Stammplatzes auf der Münchner Ersatzbank sicher sein. Auch für das Testspiel gegen Österreich hatte Bundestrainer Joachim Löw ihn nicht nominiert, viele Möglichkeiten hat Borowski nicht mehr, sich wieder in den Kader zu spielen. "Zuerst war ich geschockt", sagte er rückblickend und Löw habe ihm die Gründe erklärt: "Das Gespräch war okay. Damit konnte ich leben." Die Gründe für die Absage werden für Borowski nicht neu gewesen sein, nach diversen Knieverletzungen fand er nur schwer zurück. Auch bei Werder-Trainer Thomas Schaaf hatte er seinen Bonus zuletzt verspielt und war sogar einmal schon vor der Halbzeitpause ausgewechselt worden.

 

Auch wenn es Borowski immer wieder betont, wird er sich für Werder wohl nicht mehr zu 100 Prozent, wie es die Vereinsphilosophie besagt, reinhängen. Fragen danach, ob er aufgrund seiner Formschwäche nun mehr tun müsse, weicht er stets aus. Selbstkritik sieht anders aus. Den Warnschuss von Löw scheint er verstanden zu haben, der von Werder war ihm offenbar schon lange nicht mehr wichtig. Vielmehr wirkt es, als habe Borowski mit den Bremern schon längst abgeschlossen. Die Formkurve deutet schon monatelang nach unten, nun engagierte sich Borowski einen eigenen Leichtathletik-Trainer, ganz nach dem Vorbild von Klinsmann. Eines scheint sicher, was der Noch-Bremer derzeit auch sagt oder tut, es geschieht alles bereits im Hinblick auf kommende Aufgaben. Daran können auch Standardsätze wie "Ich will mit Werder Meister werden" und "Die EM interessiert mich noch nicht", auch nichts ändern. Borowski wollte Werder verlassen und wird gehen. Der Blick auf ihn in der Münchner Allianz Arena wird daher wohl nur noch für eine Seite interessant sein. Denn wenn Borowski sagt: "Ich werde meine Leistung bringen", ist klar, in welche Richtung er gesprochen hat.

von Sportfan veröffentlicht in: Fussball
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    Trackback erstellen empfehlen
Freitag, 8. februar 2008

Seit Wochen zerbrechen sich sowohl Experten als auch Fans den Kopf über die Form von Jens Lehmann. Im Arsenal-Trikot nur zweite Wahl, von Bundestrainer Joachim Löw zur Nummer eins geadelt, hat sich der 38-Jährige mit seiner Leistung im Testländerspiel gegen Österreich zum Teil ordentlich blamiert.

Unglaublich! Das ist zum Glück nicht passiert

 

Ironie der Ereignisse: Lehmann hält nun mit 531 Minuten ohne Gegentor den Zu-Null-Rekord eines Torhüters im Trikot der deutschen Nationalmannschaft. Und trotzdem wird sich Fußball-Deutschland am Tag nach der schwächsten Spielhälfte der DFB-Elf seit dem Amtsantritt von Löw und einem katastrophalen Auftritt von Lehmann erneut die Frage stellen: Wer ist die wahre Nummer eins im deutschen Kasten?

 

Momentaufnahmen des 90-Sekunden-Blackouts von Lehmann und seine Erklärungen direkt im Anschluss an die Partie:

 

22. Minute: Martin Harnik stürmt bedrängt von Manuel Friedrich auf der rechten Außenbahn. Lehmann eilt wie von der Tarantel gestochen aus seinem Kasten, scheitert jedoch mit seinem zaghaften Versuch den Österreicher rund 35 Meter vor dem deutschen Gehäuse zu stoppen. Ein nicht zu erklärender Ausflug, dessen Folgen Per Mertesacker nach einem Schuss von Roland Linz in letzter Sekunde mit einer Grätsche vereitelte.

 

Lehmann: "Ich habe mich beim ersten Ball verschätzt, weil der Platz an einigen Stellen glitschig war und an dieser Stelle eher stumpf."

 

22. Minute: Die darauf folgende Ecke unterlief Lehmann und ließ Emanuel Pogatetz zum Kopfball kommen, der sein Ziel nur knapp verfehlte.

 

Lehmann: "Bei dem hohen Ball kam ich zwar gut raus, aber der Gegenspieler war sehr groß."

 

23. Minute: Lehmann steht wie angewurzelt auf die Linie, während Harnik den Ball per Kopf aus sechs Metern an die Querlatte nagelt.

 

Lehmann: "Bei diesem Eckball kann ich nichts dafür. Die Österreicher waren bei Standardsituationen generell sehr gefährlich."

 

Doch damit nicht genug: Sowohl vor als auch nach dem 90-Sekunden-Blackout machte Lehmann einen unsicheren Eindruck. In den ersten fünfzehn Spielminuten landeten die meisten Pässe des "spielenden Tohüters" beim Gegner. In der 54. Minute ließ er einen Schuss von Harnik aus 18 Metern abprallen. Der heraneilende Linz vergab jedoch den Nachschuss aus kurzer Distanz.

 

Lehmann wird sein 52. Länderspiel, in dem aus seiner Sicht einzig das Ergebnis (3:0) stimmte, so schnell wie möglich abhaken. Der Spruch: "Im Nachhinein fragt keiner danach, wie der Erfolg zu Stande kam", ist zwar richtig, dennoch wird sein Auftritt im Wiener Ernst-Happel-Stadion in den Köpfen von Fans und Experten verankert bleiben. Hoch lebe die T-Frage.

von Sportfan veröffentlicht in: Fussball Community: Sport
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    Trackback erstellen empfehlen
Donnerstag, 7. februar 2008

Michael Ballack ist zurück und Deutschland hat trotz Jens Lehmann zu Null gespielt. Dies sind die besten Nachrichten vom Länderspiel in Österreich. Bundestrainer Joachim Löw war der viel zu hohe 3:0-Sieg fast peinlich.

 

Es ist schon eine Weile her, dass bei einem Sieg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zwischen dem nackten Resultat und der gezeigten Leistung eine derartige Lücke klaffte wie beim viel zu hohen 3:0 von Wien.

 

Im ersten Länderspiel des Jahres präsentierte die Elf von Joachim Löw trotz der Rückkehr von Kapitän Michael Ballack eine bisweilen besorgniserregende Leistung.

 

Dass gegen den mutigen EM-Gastgeber dennoch ein auf dem Papier deutlicher Sieg heraussprang, ist schmeichelhaft. Vor allem im ersten Durchgang ließ die DFB-Auswahl sämtliche Tugenden vermissen, die einen Titelkandidaten für die EURO 2008 ausmachen. Laufbereitschaft, Tempo, Spielwitz - Fehlanzeige.

 

Lehmann von seiner schwächsten Seite

 

Schwach agierte mit einigen Ausnahmen von Ballack das gesamte Mittelfeld. "Einer hat sich auf den anderen verlassen. Ich musste der Mannschaft in der Halbzeit klar machen, dass wir ein anderes Tempo einlegen müssen", sagte der Bundestrainer. In der Kabine ergriff auch Ballack das Wort. Löw: "Er hat in der Halbzeit verbal versucht, die Mannschaft mitzuziehen."

 

Nicht nur, dass die zehn Feldspieler im ersten Durchgang wie ein Ensemble wirkten, welches zum ersten Mal gemeinsam auf dem Rasen stand. Zu allem Überfluss zeigte sich auch Torhüter Jens Lehmann von seiner schwächsten Seite. Wiederholt patzte der Mann von Arsenal, eilte orientierungslos aus dem Tor, unterlief hohe Bälle. "Ich habe keine Erklärung dafür", sagte DFB-Torwarttrainer Andreas Köpke. Auch Löw zeigte sich ratlos: "Eigentlich ist er einer, der gut mitspielt." Lehmann selbst flüchtete sich in Ausreden.

 

 Deutschlands Glück: Österreich trifft nicht

 

Mit den flinken Angreifern Martin Harnik und Roland Linz sowie dem umsichtigen Regisseur und Kapitän Andreas Ivanschitz besaß Rot-Weiß-Rot ein starkes Offensiv-Trio. Kurz vor der Pause hätte Linz die Österreicher in Front schießen müssen. Doch der Portugal-Legionär tat es nicht und so kam es, wie es meistens kommt, wenn ein favorisiertes Team in die Enge getrieben, aber nicht mit Toren bestraft wird.

 

Thomas Hitzlsperger, Miroslav Klose und Mario Gomez lieferten nach dem Seitenwechsel die Treffer zum Stotter-Sieg der DFB-Elf, die sich ab der 46 Minute solider und zielstrebiger zeigte. Zufrieden war Löw trotzdem nicht:

 

"Selbst nach dem 2:0 hatten wir nicht die nötige Ruhe und Präsenz." Neben Westermann gab auch Jermaine Jones sein Debüt in der Nationalelf. "Das Wichtigste war, dass wir in der zweiten Halbzeit ins Spiel zurückgefunden haben", sagte der Schalker nach seinem Acht-Minuten-Einsatz.

von Sportfan veröffentlicht in: Fussball
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    Trackback erstellen empfehlen
Mittwoch, 6. februar 2008

Joachim Löw warnt seine Spieler vor dem Test gegen Österreich (Live bei der ARD ab 20:30Uhr) davor, den Schlendrian einkehren zu lassen. Der Löw(e) wird zum Tiger: "Es soll sich keiner wundern, wenn er schlechte Leistungen bringt und dann bei der EM nicht dabei ist", droht der Bundestrainer.

 

Miro-Klose.jpgDamit schlägt der 48-Jährige in dieselbe Kerbe wie Manager Oliver Bierhoff. Der ehemalige Nationalstürmer stellte bereits vor der Abfahrt der Mannschaft gen Wien fehlendes Bewusstsein fest - das Bewusstsein dafür, dass die EURO 2008 näher ist, als manch einer glaubt.

 

Auch Löw setzt auf die Taktik "Wehret den Anfängen". Der Bundestrainer will gegen die Alpenrepublik einen couragierten und überzeugenden Auftritt der DFB-Auswahl sehen und: Er erwartet, dass sich jeder einzelne Spieler empfiehlt. "Wir werden nicht lockerlassen", kündigt Löw an. Das Spiel gegen Österreich sei zwar "nicht unbedingt als absoluter Härtetest " zu bezeichnen. Aber zum einen geht es gegen einen Gruppengegner bei der Europameisterschaft, zum anderen bleibt das Duell gegen Österreich ein Prestigeduell. Und drittens dürfte die Erinnerung an den verpatzten Jahresauftakt zum WM-Jahr 2006 beim 1:4 gegen Italien noch präsent sein - ein zweites "Florenz" will niemand.

 

Pleite als Rufschädigung und Euphorie-Dämpfer

 

Dementsprechend hoch stuft der zurückgekehrte Michael Ballack die Bedeutung der Partie ein. "Wenn man sich eine Blöße gibt, egal ob der Gegner Italien oder Österreich heißt, dann gibt's Kritik", so der Kapitän. Ballack ist klar, dass ein schlechtes Ergebnis nicht nur den über die vergangenen Jahre hart erarbeiteten Ruf der deutschen Mannschaft in der Fußball-Welt beschädigen würde. Eine Niederlage bedeutete einen Dämpfer für die EM-Euphorie, die noch gar nicht wirklich entfacht wurde - zum Leidwesen von Bierhoff.

 

Löw versucht es mit Zuckerbrot und Peitsche: Deutliche Worte in der Öffentlichkeit, Einzelgespräche und persönliche Betreuung hinter verschlossenen Türen. Das angestrebte Ziel: "Wir wollen eine Mannschaft auf den Platz schicken, die gute Form zeigt und das Spiel gewinnen will." So weit, so gut.

von Sportfan veröffentlicht in: Fussball
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)