Der FC Schalke 04 hat sich in der Champions League mit einem 1:0 (1:0)-Sieg gegen den FC Porto eine gute Ausgangsposition für das Achtelfinal-Rückspiel verschafft. Den "goldenen" Treffer im ersten Aufeinandertreffen erzielte Kevin Kuranyi bereits in der 4. Minute.
"Das Wunschresultat war ein zu Null-Sieg. Das haben wir erreicht", resümierte Schalkes Trainer Mirko Slomka erleichtert. "Für uns war das heute ein hartes Stück Arbeit. Das wichtigste ist, dass wir zu Null gespielt haben. Porto war ein starker Gegner, da kann man mit dem 1:0 zufrieden sein", betonte Gerald Asamoah. "In der zweiten Halbzeit ist es für uns schwieriger geworden, aber das 1:0 ist okay", befand Torschütze Kuranyi. "Die Chancen sind gut. Jetzt müssen wir in Porto alles geben, um weiterzukommen."
1. Halbzeit:
Der Start lief für Schalke 04 wie zuvor am Reißbrett entworfen. Bereits nach vier Minuten ließ der nach dem Wolfsburg-Spiel noch gescholtene Kevin Kuranyi die Fans jubeln. Er versenkte einen Ball aus neun Metern, nachdem Porto-Keeper Helton einen Schuss von Rafinha in die Mitte hatte abprallen lassen.
Die Gastgeber dominierten die ersten 15 Minuten, verloren aber dann etwas die Kontrolle und ließen die schwach gestarteten Portugiesen zurück in die Partie kommen. Die beste, weil einzige Chance der Gäste resultierte aus einem Fehler von Schalke-Torwart Manuel Neuer, der bei einem langen Pass in den Strafraum auf der Linie klebte. Mladen Krstajic klärte im letzten Moment die flache Hereingabe von Ernesto Farias zur Ecke (26.).
Den Hausherren gelangen nur wenige Kombinationen. Meist erfolgten die Gelegenheiten aus Kontern. Wie in der 35. Minute, als Helton einen scharfen Schuss von Kuranyi im kurzen Eck parierte. Die letzte gefährliche Situation in der ersten Halbzeit gab es in der 40. Minute durch einen Schuss von Ivan Rakitic. Das Leder rauschte wenige Zentimeter über den Kasten hinweg.
2. Halbzeit:
Die Anfangsphase der zweiten 45 Minuten bot nur wenig Spektakuläres. Lediglich eine miese Schauspieleinlage von Jorge Fucile, der nach einer Rangelei mit Gerald Asamoah wie vom Blitz getroffen umfiel, erzürnte die Massen (52.). Spielerisch boten die 22 Akteure auf dem Platz aber auch im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit nichts.
Vor allem der deutsche Vertreter ließ jede Ruhe und Souveränität vermissen. Es gelangen selten drei Pässe am Stück. Meist wurde der Ball umgehend nach Erobern wieder abgegeben. Und die "Knappen" konnten von Glück reden, dass sie ohne Gegentor das Spiel beendeten. Denn in der 80. Minute stand Lisandro Lopez nach einem flachen Zuspiel von Ricardo Quaresma frei vier Meter vor dem Tor, verpasste jedoch das Leder um Zentimeter. In den Schlussminuten musste Schalke noch gehörig zittern, die Portugiesen waren an diesem Abend allerdings nicht in der Lage, die dichte Abwehr auszuspielen.
Spieler des Spiels: Mladen Krstajic
Zusammen mit seinem Kollegen in der Innenverteidigung, Marcelo Bordon, bildete der Serbe ein echtes "Bollwerk" in der Mitte. Vor allem im Kopfballspiel waren die beiden überragend.
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Dank der Paraden seines
Torhüters, der zwei Strafstöße von Roland Linz (10.) und Jorginho (36.) meisterte, gewann der Champions-League-Absteiger den ersten Pflichtspielsieg des Jahres.
Von der Mannschafts-Aufstellung
über Auswechslungen während der Partie bis hin zu Elfmeterschützen - die Zuschauer des Sechstligisten aus Tel Aviv bestimmen, was auf dem Platz passiert. Der Trainer hat nichts zu entscheiden -
ganz einfach deshalb, weil es ihn gar nicht mehr gibt. Der Mann an der Seitenlinie ist viel mehr durch eine Art "Befehlsempfänger" ersetzt worden, der per Laptop die Wünsche der Fans übermittelt
bekommt und dementsprechend reagieren muss.
Dabei geht es nicht nur darum,
die besten Spieler zu mobilisieren, sondern auch den richtigen Untergrund auszusuchen.
Mit dieser Schützenhilfe hat wohl kaum
jemand gerechnet. Kahn und Lehmann, die beiden Giganten im Tor, die sich lange Zeit einen erbitterten Kampf um die Nummer eins in Deutschland lieferten, waren und sind schließlich nicht die
besten Freunde. Umso verwunderlicher klingen Kahns Worte: "Jens Lehmann hat die Klasse für die EM. Er hat die Klasse, allerhöchstes Niveau zu erreichen", sagte er und stärkte damit dem mit
Argusaugen beobachteten Lehmann den Rücken.
Damit schlägt der
48-Jährige in dieselbe Kerbe wie Manager Oliver Bierhoff. Der ehemalige Nationalstürmer stellte bereits vor der Abfahrt der Mannschaft gen Wien fehlendes Bewusstsein fest - das Bewusstsein dafür,
dass die EURO 2008 näher ist, als manch einer glaubt.