Dienstag, 29. januar 2008
Der FC Bayern kann sich beim Underdog aus der Regionalliga auf einen heißen Tanz gefasst machen. Der Wuppertaler SV ist für den Pokalknaller eigens in die Veltins Arena auf Schalke
umgezogen - nicht gerade das Lieblingsstadion des Rekordmeisters.
Proportional zum Renommee des
Kontrahenten stieg auch die Zuschauerzahlen. Kamen in der ersten Runde des laufenden DFB-Pokalwettbewerbs 6.600 Fans zum Spiel gegen Zweitligist Erzgebirge Aue (5:4 nach Elfmeterschießen) ins
sich im Umbau befindliche Wuppertaler Stadion am Zoo, waren es in der zweiten Runde schon doppelt so viele, knapp 12.500. Mit 2:0 setzte sich der WSV gegen Hertha BSC Berlin durch und zog für das
Achtelfinale das klassische Traumlos des DFB-Pokals, welches da heißt: FC Bayern München.
Für den Auftritt des Nobelvereins ziehen die "Löwen" aus Wuppertal um nach Gelsenkirchen. 61.482 Karten wurden für das Duell der Tabellenführer verkauft. Wie bei den Auftritten des FC Schalke 04
wird jeder Platz besetzt sein. "Es ist eine Kosten-Nutzen-Rechnung", erklärte Georg Kreß, der Manager des WSV, den Umzug. Duisburg stand als Austragungsort im Raum, genauso Köln.
"Doch dann haben sich die Verantwortlichen gesagt: "Wir kriegen Schalke voll', sagte Kreß. "Für uns zählt aber nicht nur der Event-Charakter, sondern der Fußball steht im Mittelpunkt", betonte
er.
Der WSV erwartet 45.000 eigene Fans
Innerhalb von sechs Tagen wurden sämtliche Tickets veräußert, ein auf den Raum Wuppertal konzentrierter Vorverkauf sollte eine zu große Präsenz von Bayern-Fans und Arena-Touristen eindämmen.
45.000 eigene Anhänger erwartet der WSV, der am 21. September 1974, in seiner bis dato letzten Saison in der Bundesliga, mit 3:1 über die Münchner triumphierte. Wirtschaftlich lohnt sich der
Stadionwechsel für den Ersten der Regionalliga Nord allemal (auch wenn die Einnahmen im Pokal geteilt werden), aber auch sportlich? "In der Regel kommen optimale Bedingungen wie auf Schalke eher
dem besseren Team zugute", weiß Kreß. Er sagte aber auch: "Wir haben durch viele Pokalspiele gesehen, dass etwas möglich ist." Vor allem weil die Bayern seit Bestehen der Arena in sechs
Auftritten kein einziges Mal den Platz als Sieger verließen.
Mit einem Regionalligisten hatte das Münchner Starensemble bereits schon seine liebe Mühe. In der ersten Runde tat sich Bayern beim drittklassigen SV Wacker Burghausen schwer, kam erst im
Elfmeterschießen weiter. Wuppertal will dem Rekordmeister genauso Kopfzerbrechen bereiten. "Wir werden uns aber nicht hinten reinstellen, das ist nicht die Philosophie von Trainer Wolfgang
Jerat", kündigte Kreß an. In der Liga konnte sich der WSV in der Hinrunde auf die Offensive verlassen. Die Angreifer Mahir Saglik (13 Tore) und Tobias Damm (acht Tore) haben mehr als die Hälfte
aller Wuppertaler Treffer erzielt.
Der FC Bayern kann sich beim Underdog aus der Regionalliga auf einen heißen Tanz gefasst machen. Der Wuppertaler SV ist für den Pokalknaller (Dienstag, 19:00 im Live-Scoring) eigens in die
Veltins Arena auf Schalke umgezogen - nicht gerade das Lieblingsstadion des Rekordmeisters.
Proportional zum Renommee des Kontrahenten stieg auch die Zuschauerzahlen. Kamen in der ersten Runde des laufenden DFB-Pokalwettbewerbs 6.600 Fans zum Spiel gegen Zweitligist Erzgebirge Aue (5:4
nach Elfmeterschießen) ins sich im Umbau befindliche Wuppertaler Stadion am Zoo, waren es in der zweiten Runde schon doppelt so viele, knapp 12.500. Mit 2:0 setzte sich der WSV gegen Hertha BSC
Berlin durch und zog für das Achtelfinale das klassische Traumlos des DFB-Pokals, welches da heißt: FC Bayern München.
Für den Auftritt des Nobelvereins ziehen die "Löwen" aus Wuppertal um nach Gelsenkirchen. 61.482 Karten wurden für das Duell der Tabellenführer verkauft. Wie bei den Auftritten des FC Schalke 04
wird jeder Platz besetzt sein. "Es ist eine Kosten-Nutzen-Rechnung", erklärte Georg Kreß, der Manager des WSV, den Umzug. Duisburg stand als Austragungsort im Raum, genauso Köln.
"Doch dann haben sich die Verantwortlichen gesagt: "Wir kriegen Schalke voll', sagte Kreß. "Für uns zählt aber nicht nur der Event-Charakter, sondern der Fußball steht im Mittelpunkt", betonte
er.
Der WSV erwartet 45.000 eigene Fans
Innerhalb von sechs Tagen wurden sämtliche Tickets veräußert, ein auf den Raum Wuppertal konzentrierter Vorverkauf sollte eine zu große Präsenz von Bayern-Fans und Arena-Touristen eindämmen.
45.000 eigene Anhänger erwartet der WSV, der am 21. September 1974, in seiner bis dato letzten Saison in der Bundesliga, mit 3:1 über die Münchner triumphierte. Wirtschaftlich lohnt sich der
Stadionwechsel für den Ersten der Regionalliga Nord allemal (auch wenn die Einnahmen im Pokal geteilt werden), aber auch sportlich? "In der Regel kommen optimale Bedingungen wie auf Schalke eher
dem besseren Team zugute", weiß Kreß. Er sagte aber auch: "Wir haben durch viele Pokalspiele gesehen, dass etwas möglich ist." Vor allem weil die Bayern seit Bestehen der Arena in sechs
Auftritten kein einziges Mal den Platz als Sieger verließen.
Mit einem Regionalligisten hatte das Münchner Starensemble bereits schon seine liebe Mühe. In der ersten Runde tat sich Bayern beim drittklassigen SV Wacker Burghausen schwer, kam erst im
Elfmeterschießen weiter. Wuppertal will dem Rekordmeister genauso Kopfzerbrechen bereiten. "Wir werden uns aber nicht hinten reinstellen, das ist nicht die Philosophie von Trainer Wolfgang
Jerat", kündigte Kreß an. In der Liga konnte sich der WSV in der Hinrunde auf die Offensive verlassen. Die Angreifer Mahir Saglik (13 Tore) und Tobias Damm (acht Tore) haben mehr als die Hälfte
aller Wuppertaler Treffer erzielt.
Kein mentaler Einbruch bei einer Niederlage
"Wir haben keine Chance und die wollen wir nutzen", sagte Torwart Christian Maly, der den Wettstreit auf Schalke kaum noch abwarten kann: "Das ist für mich eine einmalige Geschichte, eine
Ausnahmesituation." Bei aller Euphorie um das Spiel des Jahrzehnts ordnen die Westdeutschen die sportliche Bedeutung realistisch ein. "Unser großes Ziel bleibt der Aufstieg, der die Belohnung für
die Arbeit einer ganzen Saison wäre", erklärte der Manager.
1994 stieg der WSV aus der Zweiten Liga ab, rutschte zwischenzeitlich in die Viertklassigkeit ab und kehrte 2003 immerhin in die Regionalliga zurück. Trainer damals: Georg Kreß.
Ihm kommt der Prüfstein FC Bayern zu Beginn des Pflichtspieljahrs 2008 gerade recht. Es ist ein guter Zeitpunkt. Wir konnten uns gezielt vorbereiten." Bis zum Start der Regionalliga müssen sich
die Rot-Blauen noch ein wenig gedulden. Erst am 14. Februar geht es mit dem Auswärtsspiel in Düsseldorf weiter. Negative Folgen durch ein Ausscheiden im Pokal fürchtet Kreß nicht: "Es gibt keinen
mentalen Einbruch, wenn man gegen Bayern verliert."