Dienstag, 22. januar 2008

Rafael Nadal hat bei den Australian Open auch die Hürde Jarkko Nieminen mit Bravour genommen. Der Spanier erteilte dem Finnen beim 7:5, 6:3, 6:1 im Viertelfinale eine Lehrstunde in Sachen Power-Tennis. Jetzt kommt es zum Duell mit dem Überraschungsmann des Turniers, Jo-Wilfried Tsonga.

 

"Ich bin sehr froh über diesen Sieg. Ich werde mich jetzt ein bisschen ausruhen, eine Runde im Pool schwimmen und dann ganz entspannt das Viertelfinale anschauen", sagte Nadal nach dem Drei-Satz-Erfolg. Der Spanier machte allerdings trotz des klaren Sieges noch einige verbesserungswürdige Punkte in seinem Spiel aus: "Es war vielleicht nicht mein bestes Tennis heute, aber es hat gereicht. Mein Aufschlag und meine Rückhand haben nicht so gut funktioniert, das muss für das nächste Match noch besser werden. Physisch fühle ich mich aber sehr gut, besser als im letzten Jahr hier."


Von Beginn an entwickelte sich in der Rod Laver Arena eine Begegnung auf hohem Niveau. Nieminen zeigte keinen Respekt vor dem Spanier und brachte seine Aufschlagspiele souverän durch. Der Finne hatte auch die ersten beiden Satzbälle, konnte diese aber beim Stand von 5:4 nicht nutzen. Wenige Minuten später war es Nadal, der sich seine erste Breakchance nicht nehmen ließ. Beim Stand von 6:5 verwandelte die Nummer zwei der Welt den zweiten Satzball nach 54 Minuten.

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Dienstag, 22. januar 2008

Gleich im ersten Spiel der Gruppe B steht ein vorweggenommenes Endspiel auf dem Programm. Berti Vogts trifft mit Nigeria auf die Cote d'Ivoire mit Stürmerstar Didier Drogba. Der ehemalige Bundestrainer sieht darin keinen Nachteil: "So weiß jeder von Anfang an, was die Stunde geschlagen hat."

Die Nigerianer werden am Montag von Kapitän Nwankwo Kanu (FC Portsmouth) angeführt, der bereits zum fünften Mal beim Turnier dabei ist. Prominente Mitspieler sind die Premier League-Kollege John Obi Mikel (FC Chelsea) und Obafemi Martins (Newcastle United).

Die Ivorer setzen auf die Klasse von Volksheld Didier Drogba (FC Chelsea), der nach dem Rücktritt von Coach Ulli Stielike in der letzten Vorbereitungsphase verhinderte, dass aus der Mannschaft ein Panikorchester geworden ist. Seine Mitstreiter sind unter anderem Bremens Torjäger Boubacar Sanogo und Linksfuß Arthur Boka vom VfB Stuttgart.


Didier Drogba in Aktion!

"Jeder weiß, was die Stunde geschlagen hat"

Vogts gab sich vor dem Auftaktspiel selbstbewusst: "Ich bin froh, dass wir sofort zu Turnierbeginn gegen die Elfenbeinküste spielen. Die Spieler kennen sich ja gut aus der Premier League, Frankreich oder Italien. Sie wissen genau, dass es im ersten Spiel vielleicht schon um den Gruppensieg geht. Es ist besser, man startet sofort gegen starke Teams. Wären wir gegen Benin ins Turnier gegangen, hätten die Spieler vielleicht die Sache etwas lockerer angehen lassen. So weiß jeder von Anfang an, was die Stunde geschlagen hat."

Drogba sieht Spitzenduell positiv

Das sieht der ivorische Stürmerstar Droga genauso: "Gleich gegen den Topfavoriten spielen zu müssen, hat auch etwas Positives. Man weiß sofort, wo man steht", sagte Drogba.

Nach der langwierigen Knieverletzung des 29-Jährigen und dem kurzfristigen Ausscheiden von Stielike wegen der schweren Krankheit seines Sohnes ist die Cote d'Ivoire auf der Suche nach Ruhe und Ordnung. Vogts hat andere Sorgen, lebt aber Selbstbewusstsein vor: "Wir sind Mitfavorit und wir haben eine starke Mannschaft und hohe Qualität. Zu Gott brauchen wir deshalb nicht zu beten. Wir können ihm jedoch danken, wenn wir den Titel gewonnen haben."

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Montag, 21. januar 2008

Keine Frage: Die Pleite gegen Spanien war eine Demontage. Aber welche Lehren zieht das Team von Trainer Heiner Brand aus diesem Rückschlag? Die Optimisten werden den berühmten "Dämpfer zur rechten Zeit" zitieren, die Pessimisten aber das schwache Offensivspiel anprangern.

und-er-fliiegt-big-web.jpgDie Spieler haben sich nach der Partie für eine positive Sicht der Dinge entschieden. "Kein Beinbruch", befand Holger Glandorf. "So eine Situation hatten wir bei der WM auch", berief sich Florian Kehrmann auf das "Wintermärchen 2007". Betrachtet man das Auftreten der deutschen Nationalmannschaft bei vergangenen Großturnieren, dann ist man geneigt, den Spielern vorbehaltlos zuzustimmen. Die DHB-Auswahl hat es zumeist glänzend verstanden, Rückschläge wegzustecken und wieder aufzustehen.



Und dennoch lohnt es sich, genauer hinzuschauen, wie es zu der deutlichen Abfuhr gegen die bislang alles andere als sattelfesten Spanier kommen konnte. Ein gravierender Schwachpunkt ist der linke Rückraum. Dort ruht nach Oleg Velykys Ausfall die gesamte Verantwortung auf den Schultern von Pascal Hens. Der 27-Jährige spielt bisher, abgesehen von der zweiten Halbzeit gegen Weißrussland, eine schwache EM. Damit fehlt es Deutschland an Durchschlagskraft. Konnte dieses Manko in den ersten beiden Partien durch andere Mannschaftsteile noch kaschiert werden, so bestrafte Ex-Weltmeister Spanien diese Schwäche mit einer offensiven 5:1-Deckung erbarmunglos.

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Montag, 21. januar 2008

musste auf dem Weg ins Viertelfinale nur einen Kurzeinsatz absolvieren. Der Spanier profitierte bei seinem Sieg gegen Paul-Henri Mathieu von der verletzungsbedingten Aufgabe des Franzosen. Beim Stand von 6:4, 3:0 für Nadal gab Henri offenbar wegen Probleme mit der linken Wade auf.


Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der Mallorquiner das Geschehen ohnehin im Griff. Im ersten Satz genügte Nadal ein Break. In Durchgang zwei fingen bei seinem Kontrahenten die Beschwerden an. Mathieu ließ sich mehrfach behandeln. Nach einem weiteren Break des Weltranglisten-Zweiten signalisierte der an Nummer 23 gesetzte Franzose, dass es für ihn nicht mehr weiter ging. Nadal trifft nun auf den Bezwinger von Philipp Kohlschreiber, den Finnen Jarkko Nieminen.

Jo-Wilfried Tsonga entpuppt sich unterdessen zu einem wahrhaften Favoritenschreck. Der Franzose bezwang im Achtelfinale seinen an Nummer acht gesetzten Landsmann Richard Gasquet mit 6:2, 6:7 (5:7), 7:6 (8:6), 6:3. Im russischen Duell fertigte Mikhail Youzhny Nikolay Davidenko 7:6 (7:2), 6:3, 6:1 ab.

Tsonga entwickelt sich in Melbourne immer mehr zum Publikumsliebling. Der locker aufspielende Franzose zeigte auch in seinem Match gegen Gasquet, warum der Überraschungserfolg gegen den Schotten Andy Murray in der ersten Runde kein Zufall war: Unbekümmert zog der 22-Jährige sein Spiel durch und überzeugte mit einem starken Grundlinienspiel. Vor allem zu Beginn der Partie dominierte der Mann aus Le Mans die Begegnung.

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Montag, 21. januar 2008

Roger Federer hat wie erwartet das Viertelfinale der Australian Open erreicht. Der Schweizer setzte sich nach knapp zwei Stunden mit 6:4, 7:6 (9:7), 6:3 gegen Tomas Berdych durch. Nun trifft der Weltranglisten-Erste auf US-Boy James Blake, der Marin Cilic aus Kroatien keine Chance ließ.

Sowohl Berdych als auch Federer starteten sehr konzentriert in das mit Spannung erwartete Match. Bis zum Stand von 4:4 brachten beide Spieler ihre Aufschläge souverän durch. Doch dann nutzte Federer den einzigen Breakball des ersten Satzes und gab diesen Vorteil auch nicht mehr aus der Hand.

Im zweiten Durchgang legte Federer allerdings einen Fehlstart hin. 0:3 lag die Nummer eins der Setzliste schon zurück, doch dann schlug er eiskalt zurück und schaffte den 3:3-Ausgleich. In der Folgezeit sahen die Zuschauer in der Rod Laver Arena ein ausgeglichenes Match und somit musste der Tiebreak die Entscheidung bringen. Dort behielt Federer die Nerven, wehrte zwei Satzbälle ab und gewann diesen mit 9:7.

Auch im dritten Satz hatte Federer die Nase vorn. Der 26-Jährige bestimmte nun das Geschehen und entschied vor allem die "Big Points" für sich. Letztlich kassierte der entnervte Tscheche beim Stand von 2:3 ein Break und lief diesem Rückstand bis zum Ende des Matches hinterher.

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Montag, 21. januar 2008

Philipp Kohlschreiber hat das Viertelfinale der Australian Open verpasst. Der Augsburger verlor in einer spannenden Partie mit 6:3, 6:7 (7:9), 6:7 (9:11), 3:6 gegen Jarkko Nieminen aus Finnland. Somit musste sich der letzte deutsche Starter vorzeitig aus dem Turniergeschen verabschieden.


"Ich versuche, so schnell wie möglich hier wegzukommen", sagte der 24-Jährige nach dem Aus. Der Zielort: "Irgendwo, wo mich keiner findet." Die Enttäuschung stand Kohlschreiber ins Gesicht geschrieben. "Seine Chancen nicht zu nutzen, ist manchmal tödlich", sagte der Weltranglisten-27., "ich habe ein Match aus der Hand gegeben, das ich hätte gewinnen müssen."

Kohlschreiber startete sehr unkonzentriert in das Match. Die Nummer 29 der Setzliste hatte sofort drei Breakbälle gegen sich, wehrte diese aber ab. Auch in der Folgezeit konnten beide Spieler nicht ihr ganzes Potenzial abrufen. Nutznießer war allerdings zunächst Kohlschreiber, der beim Stand von 4:3 ein Break schaffte und anschließend den Satz für sich entschied.

Im zweiten Durchgang sahen die Zuschauer in der Margaret Court Arena ein ausgeglichenes Match. Kohlschreiber erspielte sich unglaubliche acht Satzbälle, konnte aber keinen nutzen. Dagegen blieb der Finne bei seinem zweiten Satzball cool und entschied den hart umkämpften Tiebreak mit 9:7 für sich. Im dritten Durchgang ging es erneut in die Verlängerung, und wieder verpasste Kohlschreiber einige gute Gelegenheiten, den Satz zu seinen Gunsten zu beenden. Schließlich war es Nieminen, der die Nerven behielt und den Tiebreak mit 11:9 gewann.

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Sonntag, 20. januar 2008
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Sonntag, 20. januar 2008
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Sonntag, 20. januar 2008
Die  Frau von Rafael van der  Vaart  dem holländischen Nationalspieler und   HSV-Kicker
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Sonntag, 20. januar 2008

Dreimal in Folge hat Nikolai Dawidenko zuletzt das Viertelfinale in Melbourne erreicht und auch in diesem Jahr ist der Russe auf einem guten Weg. In der dritten Runde hatte die Nummer vier der Setzliste wenig Mühe beim klaren 6:3, 6:2 und 6:3-Sieg gegen Marc Gicquel - nach Michael Llodra und Nicolas Mahut bereits der dritte Franzose, den Dawidenko aus dem Rennen warf. "Es lief heute schon viel besser.


Zu Beginn des Turniers ist man immer etwas nervös, aber nach drei guten Partien legt sich das. Jetzt geht es darum, die Konzentration hoch zu halten", erklärte der Russe, der in der nächsten Runde gegen seinen Landsmann Michail Juschni antreten muss. Juschni setzte sich ebenfalls deutlich in drei Sätzen mit 6:2, 6:4 und 6:2 gegen Ivo Karlovic aus Kroatien durch.


Der Siegeszug von Jo-Wilfried Tsonga fand auch in der dritten Runde seine Fortsetzung. Der Franzose, der in der ersten Runde mit seinem Sieg gegen den Schotten Andy Murray für Aufsehen sorgte, hatte auch gegen Guillermo Garcia-Lopez aus Spanien die Nase vorn. Nur 103 Minuten benötigte der 22-Jährige für seinen 6:3, 6:4 und 6:2-Erfolg. Nächster Gegner für den Überraschungsspieler ist sein Landsmann Richard Gasquet, der mit 6:3, 6:2, 4:6 und 6:4 die Oberhand gegen Igor Andreew aus Russland behielt.

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Samstag, 19. januar 2008
Die  Ehefrau von  Weltmeistertorhüter Gianluigi Buffon
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Freitag, 18. januar 2008

Mit einer großartigen Vorstellung hat sich Philipp Kohlschreiber einen Platz im Achtelfinale der Australian Open gebucht. Der 24-Jährige bezwang im Aufeinandertreffen der Aufschlag-"Monster" den am Ende entnervten US-Amerikaner Andy Roddick nach 3:52 Stunden mit 6:4, 3:6, 7:6 (11:9), 6:7 (3:7), 8:6.

undefined"Ich habe jede Sekunde auf dem Platz genossen, das ist ein wunderbares Gefühl", sagte Kohlschreiber noch auf dem Platz. "Das war hochklassiges Tennis von und beiden. Jeder hat das Letzte aus sich rausgeholt." Im Kampf um den Einzug ins Viertelfinale der Australian Open trifft der in der Rangliste auf Platz 27 notierte Kohlschreiber am Sonntag auf den einen Rang besser eingestuften Jarkko Nieminen. Gegen den Finnen hat er zwar eine negative Bilanz, konnte die letzten beiden Partien aber gewinnen.



"Ich bin bereit, ich bin heiß", sagte Kohlschreiber unmittelbar vor dem ersten Aufschlag in die Kameras, nachdem er schon in den Katakomben frech und unbekümmert vor Roddick hergelaufen war. Und in seinem giftgrünen T-Shirt zeigte er von Beginn an Biss und Siegeswillen. Unter dem erstmals in diesem Jahr wegen Nieselregens geschlossenen Dach der Rod Laver Arena knallte der 25 Jahre alte Roddick zwar 42 Asse mit zum Teil rekordverdächtigen 232 Stundenkilometern ins Feld, doch Davis-Cup-Spieler Kohlschreiber war an diesem Abend im Melbourne Park der bessere Protagonist eines großartigen Spektakels. Und auch er schlug erstklassig auf und schaffte 32 Asse. "Ich glaube, so viele habe ich im ganzen letzten Jahr nicht geschlagen", scherzte er hinterher.

Als Kohlschreiber nach 30 Minuten den ersten Satz für sich entschieden hatte, zeigte sich bereits das angespannte Nervenkostüm des Amerikaners. Roddick suchte Blickkontakt mit seinem Trainer Jimmy Connors, der ihm - verbotenerweise - das eine oder andere Mal Tipps gegen das variable und druckvolle Spiel seines Gegners zu geben schien. Zudem war Roddicks Auftritt zwischenzeitlich eines Champions unwürdig, als der US-Open-Sieger von 2003 den französischen Stuhlschiedsrichter Emmanuel Joseph laut und vernehmbar einen "Idioten" nannte, dafür aber nicht einmal verwarnt wurde.

Der "neue Philipp Kohlschreiber", wie sich die deutsche Nummer zwei zuvor noch selber getauft hatte, zeigte diesmal auch in den entscheidenden Momenten Nervenstärke. Im dritten Durchgang wehrte er drei Satzbälle ab, ehe er seinen fünften verwertete. Nach 3:53 Stunden nutzte Kohlschreiber seinen fünften Matchball.

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Freitag, 18. januar 2008

Nach der Erstrunden-Pleite von Andy Murray bei den Herren hat auch die Damen-Konkurrenz der Australian Open ihre erste große Überraschung. Für die Turniersiegerin von 2006, Amelie Mauresmo aus Frankreich, kam in Runde drei mit 6:3, 4:6 und 4:6 das Aus gegen die Lokalmatadorin Casey Dellacqua.

Respektlos ging die ungesetzte Australierin gegen die ehemalige Weltranglisten-Erste in die Partie, zwang Mauresmo von Beginn ihr bestes Tennis zu spielen. Leichte Unkonzentriertheiten bei der 22-Jährigen verhalfen Mauresmo jedoch zum Gewinn des ersten Satzes.

Fünfmal war Dellacqua bereits in Melbourne an den Start gegangen, doch nie kam sie über die erste Runde hinaus. Im zweiten Satz hatte sie demnach nichts mehr zu verlieren und kam mit Unbekümmertheit schnell zum ersten Break. Doch Mauresmo schlug zurück, holte sich mit zwei Breaks gar die 3:2-Führung. Lange währte die Freude der Französin darüber allerdings nicht, denn schon im nächsten Spiel revanchierte sich Dellacqua, um im zehnten Spiel des Durchgangs mit ihrem dritten Break den Satzausgleich perfekt zu machen.

Mit ihrer harten Vorhand gelang es der Australierin auch im dritten Durchgang immer wieder, Mauresmo unter Druck zu setzen. Beide Spielerinnen hatten jedoch Probleme, ihre Aufschlagspiele zu halten. Beim Stand von 4:3 sah die Französin schon wie die Siegerin aus, doch mit einem letzten Kraftakt holte sich Dellacqua drei Spiele in Folge und damit den Matchgewinn. "Ich zittere total, ich bin immer noch so aufgeregt", sagte die Lokalmatadorin direkt nach der Partie. Auch über ihre nächste Gegnerin, Jelena Jankovic, kamen ihr so kurz nach dem größten Erfolg ihrer Karriere nicht viele Worte. "Ich habe nichts zu verlieren. Ich werd's einfach anpacken."

Nach ihrem frühesten Aussscheiden bei den Australian Open seit dem Jahr 2000 fand Mauresmo schnell Gründe für ihr Scheitern. "Ich hatte einfach kein Vertrauen in mich, habe nicht aggressiv genug gespielt und mein Spiel nicht gut variiert, so wie ich es am Anfang der Partie gemacht habe", sagte die 28-Jährige. "Serve-and-Volley funktioniert bei meinem Aufschlag normalerweise sehr gut, aber ich habe das im zweiten und dritten Satz zu sehr vernachlässigt."




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Freitag, 18. januar 2008
Seit 2007 verheiratet mit NBA-Basketballstar Tony Parker.


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Freitag, 18. januar 2008
Hinter jedem starken Spieler  steckt eine starke Frau
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Freitag, 18. januar 2008

Nach dem "Kurzauftritt" in der zweiten Runde nahm sich Roger Federer Zeit für ein Interview: Der Topfavorit analysiert sein Match gegen den Franzosen Santoro, verrät, warum dieser eine "Inspiration" für ihn ist und nennt Stärken und Schwächen des nächsten Gegners.


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Das war ja heute mal wieder ein Sieg im Express-Tempo...

Roger Federer: Ja, ich war sehr zufrieden. Das Spiel lief von Anfang an super für mich. Gegen Santoro ist es immer sehr schwierig, weil er sehr taktisch spielt. Aber ich habe selbst auch die richtige Taktik ausgewählt und es hat hervorragend funktioniert.

Santoro selbst hat gesagt, dass man fast nichts mehr machen kann, wenn Sie erst einmal in Führung gegangen sind...

Federer: Das stimmt schon - gerade gegen Santoro kann man ein tolles Spiel aufziehen, wenn es gut läuft. Sein Vorteil ist eigentlich auch sein Nachteil: Er variiert sehr viel und ist mit seiner Vorhand sehr gefährlich, aber doch auch ein Stück weit limitiert. Wenn man das ausnützen kann, dann fällt es einem schon viel einfacher, gegen ihn zu spielen.

Er meinte, heute hätten gegen Sie auch zwei Santoros nicht ausgereicht...

Federer (lacht): Er ist ein super Typ, wir verstehen uns sehr gut, auch neben dem Platz. Er ist einer, der das Tennisspiel liebt - wie ich auch. Deshalb sind Spiele gegen ihn immer Spaß, natürlich umso mehr, wenn es so super läuft. Aber wir haben uns schon tolle Duelle in der Vergangenheit geliefert und ich freue mich schon auf das nächste Spiel gegen ihn. Es ist eindrucksvoll, was er in seiner Karriere schon erreicht hat und jetzt hält er mit 62 auch noch den Rekord an Grand-Slam-Teilnahmen - das ist fantastisch und eine Inspiration für mich.

Sie sind wegen Ihrer Krankheit ohne Matchpraxis nach Melbourne gekommen, aber jetzt haben Sie in zwei Partien nur sechs Spiele abgegeben. Da stimmt das Selbstvertrauen wieder, oder?

Federer: Ja, jetzt geht es mir wieder gut - aber die letzte Woche war ich fast zu krank. Daher bin ich sehr froh, dass die ersten Matches so gut liefen und ich mich fast während der Partien erholen konnte. Heute morgen habe ich mich zum ersten Mal wieder super gefühlt, ich habe wieder ein gutes Ballgefühl und hatte eigentlich auch keine Sorge, dass ich nicht schnell den Rhythmus finden würde. Dass es aber so schnell ging, ist super für mich und ich hoffe jetzt, dass ich weiterhin so top spielen kann.

Ein Wort zur anstehenden dritten Runde...

Federer: Das ist generell immer eine schwierige Aufgabe, denn die Gegner sind gefährlich, haben schon zwei Spiele gewonnen. Janko Tipsarevic spielt eine gut Vor- wie Rückhand, ist ein starker Aufschläger, er bewegt sich sehr gut und spielt aggressiv. Er hat manchmal aber Probleme mit der Fitness - wir werden sehen, ob die noch ausreicht, gerade wenn es über vier oder fünf Sätze gehen sollte.

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Donnerstag, 17. januar 2008
Hier ein  kleiner Beitrag zum Thema Spielerfrauen



FLITZER 44: Spielerfrauen Spezial - MyVideo
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Donnerstag, 17. januar 2008
Philipp Kohlschreiber ist nun die letzte Hoffung der Deutschen bei den Australian Open. Der Augsburg zieht  nach verletzungsbedingter Aufgabe des Russen Evgeny Korolev in die 3. Runde ein.

2110567859.jpgEbenfalls draußen ist Michael Berrer. Die Nummer 54 der Welt hatte gegen den ehemaligen Weltranglisten-Ersten Andy Roddick aus den USA keine Siegchance und verlor klar in drei Sätzen mit 2:6, 2:6 und 4:6. Berrer unterliefen zu viele leichte Fehler, Roddick servierte sehr stark und ließ kaum Breakmöglichkeiten zu. Auch wenn der Linkshänder aus Stuttgart kämpferisch alles gab, wurden ihm im spielerischen Bereich die Grenzen aufgezeigt.




Kohlschreiber
war vor der Aufgabe Korolevs ohnehin drauf und dran, das Match auf sportlichem Wege für sich zu entscheiden. 24-Jährige führte beim Stand von 6:4, 6:2, 0:1 bereits mit zwei Sätzen, ehe Korolev wegen Oberschenkelproblemen die Partie abbrechen musste.

"Kohli" diktierte bis zu diesem Zeitpunkt das Geschehen auf dem Platz und spielte wie entfesselt auf. Dabei genügte dem Augsburger im ersten Durchgang ein Break. Im zweiten Satz nahm der Daviscup-Spieler dem Russen gleich zu Beginn den Aufschlag ab. Beim Stand von 4:2 schaffte Kohlschreiber erneut eine Break sicherte sich so auch den zweiten Durchgang.

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Donnerstag, 17. januar 2008

Oliver Kahn reagierte fast unterkühlt auf die Nachricht, dass Jürgen Klinsmann neuer Bayern-Trainer wird. "Mich tangiert das nicht mehr. Ich beschäftige mich nicht mit dem Thema", knurrte der Kapitän. Mindestens zwei Spieler im Bayern-Kader wird die Verpflichtung des Ex-Bundestrainers aber freuen.

Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski wurden unter Klinsmann zu Säulen der deutschen Nationalmannschaft. Unter der Regie des Schwaben entwickelten sich "Poldi" und "Schweini" während der Weltmeisterschaft 2006 zu nationalen Idolen und erreichten nahezu Popstar-Status.

Zwar ist das Zeitalter der verniedlichenden Kosenamen mittlerweile vorbei, doch hätten beide Profis gegen eine Wiederholung der damaligen Erfolgsgeschichte nichts einzuwenden. Diesmal im Trikot ihres Vereins. Mit der Verpflichtung von Freund und Förderer Klinsmann, legen die Bayern-Bosse ihren "Sorgenkindern" den roten Teppich aus.

FCB-logo.jpgJungstars in Schwierigkeiten

 Beide spielen in der laufenden Saison weit unter ihren Möglichkeiten. Schweinsteiger kam zwar in 15 Bundesligaspielen zum Einsatz, steuerte aber nur ein Tor und zwei direkte Vorlagen zum Erfolg seines Teams bei. In der Nationalmannschaft gehört der 23-Jährige dagegen seit der Klinsi-Ära zu den unangefochtenen Stammspielern. 47 Länderspiele stehen für den Münchener zu Buche. In diesem jungen Alter hatte kein deutscher Auswahlspieler mehr vorzuweisen.

Für Podolski sieht die aktuelle Situation an der Säbener Straße noch verfahrener aus. Kein einziges Tor erzielte der Stürmer in der Hinrunde und bereitete bei elf Einsätzen, davon keiner über 90 Minuten, auch keines vor. Lediglich im UEFA-Cup-Heimspiel gegen die Bolton Wanderers schlug der Ex-Kölner zweimal zu. Zuletzt rankten sich vermehrt Wechselgerüchte um den 22-Jährigen. Diese dürften nun mit einem Schlag ad acta gelegt werden. "Wir haben bei der Nationalmannschaft sehr gute Erfahrungen mit ihm gemacht", sagte Podolski in einer ersten Stellungnahme.

Löw: "Bereicherung für Deutschland"

Der Trainerwechsel wird für die Jungstars zur großen Chance, sich in Uli Hoeneß' Millionen-Ensemble neu zu positionieren. Der ehemalige Weltklasse-Stürmer Klinsmann wird als Vereinstrainer kaum von seinem Kurs der ständigen Erneuerung abgehen. Zu Beginn seiner Tätigkeit als DFB-Coach wirbelte er eingefahrene Handlungsabläufe konsequent durcheinander. Der Erfolg gab ihm später Recht. Die von frischen jungen Spielern geprägte deutsche Elf zeigte bei der WM im eigenen Land herzerfrischenden Offensivfußball, und wurde mit dem dritten Platz belohnt.

Für Bundestrainer Joachim Löw, schon damals Klinsi-Co in der Nationalmannschaft, könnte es keine bessere Besetzung beim größten deutschen Club geben: "Er ist eine absolute Bereicherung für den deutschen Fußball. Insgesamt ist es ein spannendes Projekt, dass ein ehemaliger Bundestrainer, der viel bewegt hat, einen deutschen Spitzenclub trainiert. Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit", so Löw. Natürlich hofft der 47-Jährige auf einen Schub für seine Leistungsträger.

Neben Podolski und Schweinsteiger stehen mit Marcell Jansen, Philipp Lahm und Miroslav Klose noch drei weitere WM-Spieler aus 2006 im aktuellen Kader des Rekordmeisters. Schweinsteiger bringt die Stimmungslage treffend auf den Punkt: "Wir deutschen Nationalspieler wissen, was er für ein Typ ist, deswegen sind wir positiv gestimmt. Er weiß, wie die Spieler sich fühlen. Er war selber ein großer Spieler. Das ist seine große Stärke. Ich freue mich auf ihn." Klingt ganz nach einer Neuauflage des "Sommermärchens" in der bayerischen Landeshauptstadt.

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Mittwoch, 16. januar 2008

Maria Sharapova besiegte nicht nur, nein: Die Russin demontierte Lindsay Davenport. Sharapova spielte sich beim 6:1, 6:3 so locker-leicht in die dritte Runde, dass der Konkurrenz Angst und Bange werden konnte. Die US-Amerikanerin war nur Statistin bei der großen "Maria-Show" in der Rod Laver Arena.

296828691.jpgJustine Henin zeigte auch bei ihrem zweiten Auftritt in Melbourne eine solide Leistung. Die Nummer eins der Welt besiegte Olga Poutchkova aus Russland mit 6:1, 7:5. Auch Serena Williams (USA) steht nach einem lockeren 6:3, 6:1 gegen Meng Yuan aus China in der dritten Runde.

So enttäuschend es auch klingen mag, aber: Die Geschichte der Zweitrunden-Begegnung zwischen der an Nummer fünf gesetzten Sharapova und Davenport ist schnell erzählt. Die Russin diktierte von Beginn an das Geschehen, die ehemalige Weltranglisten-Erste konnte nur reagieren - und selbst das viel der 31-Jährigen oft schwer. "Ich will Maria von Anfang an unter Druck setzen. Ihr erster Aufschlag ist nicht mehr so stark wie früher, das zweite Service muss ich dann attackieren", kündigte Davenport noch vor der Begegnung an - nichts davon konnte die junge Mutter umsetzen.

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