Dienstag, 29. april 2008
Ronnie O'Sullivan hat bei der Weltmeisterschaft im englischen Sheffield das Viertelfinale erreicht. Der Engländer bezwang Mark Williams mit 13:7 und beendete die Partie mit einem 147er Break. In einer weiteren Achtelfinalbegegnung gewann Stephen Maguire gegen Neil Robertson ebenfalls mit 13:7.

Nach einer unterhaltsamen Sonntags-Session führte O'Sullivan bereits mit 9:7. In der am Montag fortgesetzten Partie war der 32-Jährige dann nicht mehr zu halten. Vier Spielgewinne in Folge mit Breaks von 71, 60, 100 und dem krönenden Abschluss eines Maximum Breaks führten ihn zu einem letztlich ungefährdeten Sieg.

157.000 britische Pfund Preisgeld werden O'Sullivan für dieses Maximum Break überwiesen, vorausgesetzt kein weiterer Akteur spielt im weiteren Turnierverlauf ein solches 147er Break. Dann hieße es für O'Sullivan, den Betrag zu teilen. "Es ist sicher wichtig ein solches Spiel zu gewinnen, allerdings gibt mir dieses Geld ein paar Optionen in diesem Sommer - ich kann mir nun endlich ein Bentley Cabrio kaufen - für dieses Auto würde ich sogar sterben", sagte er nach der Partie. Exakt 8:42 Minuten benötigte O'Sullivan für die Galavorstellung im letzten Frame. Es war das 62. Maximum Break in der Snooker-Geschichte und das sechste in dieser Saison.



Wenbo wartet auf "The Rocket"

Im Viertelfinale trifft der O'Sullivan, der durch seinen Sieg Shaun Murphy überholt hat und im Provisional Ranking auf eins steht, auf Liang Wenbo. Der 21-jährige Debütant auch China setzte sich in einem Krimi der Extraklasse mit 13:12 gegen Joe Swail durch. Bei 12:8 schien Liang Wenbo schon durch zu sein, aber Joe Swail verkürzte mit Breaks von 133 und 105 auf 10:12. Im 23. Frame brauchte Swail dann aber schon Snooker und Liang hätte nur noch pink lochen müssen. Doch nachdem er zuvor schon die Faust in die Luft gepumpt hatte verschoss er pink. Swail bekam den Snooker, zwang Liang zum Foul und lochte pink und schwarz zum Anschluss.

Nachdem Joe Swail dann sogar den Ausgleich schaffte entwickelte sich ein offener Entscheidungsframe, in dem beide ihre Chancen hatten und beide der Anspannung Tribut zollen mussten. Es ging zum Endspiel auf die Farben, und auch da ging es hin und her. Die Entscheidung fiel, als Swail braun verschoss. Liang lochte braun, feierte wieder mit der Faust, lochte blau, punpte wieder die Faust in die Luft, machte mit pink alles klar und feierte dann den Sieg mit einer Serie von Luftsprüngen.

Stephen Maguire trifft im Viertelfinale auf Joe Perry. Der "Gentleman" bezwang nach 3:5-Rückstand Stuart Bingham mit 13:9. Im letzten Frame hatte Bingham eigentlich vorne gelegen, aber mit einer 55er-Clearance gewann Perry den Frame auf schwarz und machte sein zweites WM-Viertelfinale nach 2004 perfekt.
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Freitag, 25. april 2008
Ohne den Torjäger vom Dienst gelang dem frisch gekürten DFB-Pokalsieger nur ein 1:1 gegen Zenit St. Petersburg. Im Rückspiel am 1. Mai ist Luca Toni wieder dabei - und muss sich auf einen "tollen Platz" einstellen.

Ob Luca Toni ihn reingemacht hätte? Nicht wenige der 66.000 Zuschauer im ausverkauften Stadion des FC Bayern München erinnerten sich in der Nachspielzeit schmerzlich an die Gelbsperre des Italieners. Sein "Vertreter" Lukas Podolski, wenn man diesen angesichts mangelnder Kaltschnäuzigkeit überhaupt so nennen darf, kam in der Schlussphase des UEFA-Cup-Halbfinals gegen Zenit St. Petersburg im Strafraum der Russen frei zum Schuss, schlenzte den Ball aber hauchdünn rechts am Tor vorbei.

Somit blieb es beim 1:1. "Es lag nicht an einem Mann", wollte der mit einer gebrochenen Nase aufgelaufenen Mark van Bommel (das gleiche Schicksal ereilte im Spiel auch Miroslav Klose) das gefährliche Resultat gegen den russischen Titelträger zumindest öffentlich nicht am Fehlen des hauptberuflichen Goalgetters festmachen. "Luca Toni ist nun einmal Luca Toni", formulierte Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld viel sagend. "Ihn zu ersetzen, ist natürlich schwer", drückte er sich dann deutlicher aus, nicht aber ohne hinzuzufügen: "In der ersten Halbzeit waren wir klar besser und hätten höher führen müssen."

"Wir wollten den Ball ins Tor tragen"

Bestraft wurde der deutsche Rekordmeister nach gut einer Stunde durch Viktor Fayzulin, dessen scharfe Hereingabe Lucio ins eigene Tor köpfte. Immerhin besaß der brasilianische Innenverteidiger anschließend die beste Gelegenheit des FCB im zweiten Durchgang, scheiterte aber mit seinem Gewaltschuss am bestens aufgelegten St. Petersburger Schlussmann Vyacheslav Malafeev.

Vor dem Seitenwechsel versäumten es die Münchner, aus der Überlegenheit mehr Kapital zu schlagen. "Wir wollten den Ball ins Tor tragen", kritisierte Hitzfeld. Zu oft zögerten die Süddeutschen - namentlich wurde vom Coach Bastian Schweinsteiger genannt - mit dem Torschuss und entschieden sich stattdessen für einen abermaligen Querpass. Einzig Franck Ribéry war es vergönnt, Malafeev zu überwinden - und dies auch erst im Nachschuss eines schwach ausgeführten Elfmeters (18. Minute). Zuvor hatte Zenits rechter Außenverteidiger Fernando Ricksen Zé Roberto zu Fall gebracht. "In der ersten halben Stunde haben wir hervorragend gespielt, aber die Chancen nicht genutzt", wusste van Bommel zu berichten.

Ein gut gelaunter Dick Advocaat

Lange hielt sich der Niederländer aber nicht mit dem Remis auf. "Gegen Getafe haben wir auch schon 1:1 gespielt", blickte der 31-Jährige trotzig in Richtung Rückspiel am 1. Mai in der Zarenstadt. Dort warten auf Zenit "mehr Probleme als auf Bayern", wenn man dem St. Petersburger Trainer Dick Advocaat glauben darf. Mit den Außenverteidigern Ricksen und Radek Sirl sowie Superstar Andrei Arshavin fallen gleich drei Akteure, die in München noch mitwirkten, mit einer Gelbsperre aus.

Sichtlich amüsiert ob des deutsch-englisch-russischen Sprachengewirrs und der überforderten Übersetzer bei der Pressekonferenz blickte Advocaat launig aufs erneute Aufeinandertreffen mit den Bayern in der kommenden Woche voraus. Den matschigen Spieluntergrund im einstigen Leningrad beschrieb der Niederländer als "tollen Platz". Auf die unter Druck stehenden Bayern warte "eine große Überraschung".
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Donnerstag, 24. april 2008
Auch ein fataler Elfmeter-Fehlschuss von Superstar Cristiano Ronaldo hat Manchester United nicht vom Finalkurs in der Königsklasse abgebracht. Mit einer perfekten Defensivleistung kam der englische Meister im Halbfinal-Hinspiel beim FC Barcelona zu einem 0:0-Unentschieden.

Damit muss das Rückspiel in Old-Trafford die Entscheidung bringen. Die bessere Ausgangslage hat sich damit "ManU" erarbeitet: Den "Red Devils" reicht vor heimischem Publikum jeder knapper Sieg, um ins Endspiel einzuziehen. Manchester hatte sich zuletzt 1999 Europas Krone aufgesetzt (2:1-Finalsieg über Bayern München).

Trotz der schlechteren Ausgangslage für das Rückspiel war Barcelonas Präsident, Joan Laporta, mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden: "Wir haben qualitativ besser gespielt als Manchester. Ich bin sehr stolz auf das Team und glaube immer noch daran, dass wir das Finale in Moskau erreichen können."

Dabei möchte den "Azulgranas" vor allem Pechvogel Ronaldo einen dicken Strich durch die Rechnung machen. "Auswärts ein 0:0 ist ein gutes Ergebnis. Jetzt treffe ich eben in Manchester", kündigte der Portugiese trotzig an.

1. Halbzeit:

Gleich in der 3. Minute bewahrte möglicherweise Jordi, der Schutzpatron Kataloniens, an seinem Namenstag den FC Barcelona vor dem frühen Rückstand. Bei einem Eckstoß der Gäste nahm Gabriel Milito die Hand zu Hilfe und der Unparteiische Massimo Busacca zeigte sofort auf den Elfmeter-Punkt.

Die Verantwortung übernahm kein Geringerer als Superstar Cristiano Ronaldo, der in der laufenden Saison in der Königsklasse bereits sieben Mal getroffen hatte. Doch der 23-jährige Portugiese knallte das Leder aufreizend lässig neben das Tor - vor knapp 100.000 Zuschauern wackelten wohl auch dem überragenden Spieler der "Red Devils" die Knie.

Von da an spielte nur noch der Tabellen-Dritte der Primera Division, vor allem das Offensiv-Trio Lionel Messi, Deco und Xavi wirbelte. Immer wieder drangen die Katalanen gefährlich in den Gäste-Strafraum ein. Barcelona suchte verzweifelt nach dem Schlüssel, um den Beton der Gäste zu knacken.

Doch letztlich konnte "Barca" die optische Überlegenheit nicht zu seinen Gunsten nutzen. Auf der anderen Seite war von Sir Alex Fergusons Offensive nichts zu sehen, bis auf eine Schwalbe von Ronaldo. Dabei hatte der Coach erstaunlich mutig aufgestellt und neben Carlos Tevez auch Wayne Rooney als Mittelstürmer eingesetzt

2. Halbzeit:

Nach dem Pausenpfiff sah alles danach aus, als würde die Partie richtig Fahrt aufnehmen. Binnen zweier Minuten vergab Samuel Eto'o zwei Großchancen, ehe im Gegenzug Michael Carrick den Ball ans Außennetz donnerte.

Doch nach fünf spektakulären Minuten verflachte das Spiel. Die Gäste kamen so gut wie gar nicht mehr aus ihrer eigenen Hälfte heraus. "Barca" rannte zwar unermüdlich an, aber spätestens bei der gut gestaffelten Viererkette wollten die Katalanen mit dem Kopf durch die Wand.

Doch mit der Brechstange war für Barcelona nichts zu holen. Die beste Chance holte kurz vor Schluss der eingewechselte Thierry Henry heraus, als er van der Sar aus der Distanz prüfte. Der Niederländer konnte den Ball nur abklatschen, aber kein Katalane war mitgelaufen, um den Abpraller abstauben zu können.

Spieler des Spiels: Lionel Messi

Als Lionel Messi in der 63. Minute den Platz verließ, ging mit ihm die komplette Spielfreude. Der 20-Jährige hatte vorher immer wieder für Verunsicherung im Defensiv-Bollwerk der Engländer gesorgt und war der mit Abstand beste Mann auf dem Platz.
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Mittwoch, 23. april 2008
Satte Millionäre gegen erfolgshungrige Altstars, Auslaufmodelle gegen Zukunftsmusik? Das Champions-League-Halbfinale Barcelona gegen Manchester United scheint kein Duell auf Augenhöhe mehr zu sein. Während ManU mit Superstar Ronaldo die Insel und Europa dominiert, geht "Barca" auf dem Zahnfleisch.
Was waren das noch für Zeiten, als alle Welt neidisch und fasziniert zugleich nach Katalonien blickte. Als die bloße Erwähnung der Namen Ronaldinho, Deco, Messi und Eto'o für Angst und Schrecken bei den gegnerischen Abwehrreihen sorgte. Als Frank Rijkaard noch der unumschränkte Herrscher und Chef-Intendant des entfesselt aufspielenden "Barca"-Balletts war. Diese Zeiten scheinen vorbei.

In Manchester hingegen ist eine neue Zeitrechnung angebrochen. Und die ist untrennbar mit dem Namen Cristiano Ronaldo verbunden. Der Portugiese ist der Stern am englischen Fußball-Himmel. Die Zahlen sprechen für sich: 31 Premier-League-Spiele, 28 Tore. Acht Auftritte in der Champions League, sieben Treffer. Insgesamt hat der 23-Jährige bisher 55 Pflichtspiele in der Saison 2007/2208 bestritten, dabei 46 Tore erzielt und zehn Treffer vorbereitet.

Ronaldo: Personifizierung der "ManU-Power"

Das Fundament des Erfolges ist die Breite des Kaders. Mit Mikael Silvestre, Gerard Pique, John O'Shea, Louis Saha, Ji-Sung Park, Nani und Anderson verfügt Ferguson - selbst ein wichtiger Pfeiler des Erfolgs - über eine erstklassige zweite Garde, die sich jederzeit nahtlos in das funktionierende Mannschaftsgefüge einbauen lässt. Die Speerspitze bildet aber die mit Weltklasse-Spielern besetzte erste Elf. Kurzum: Das Gesamtpaket stimmt einfach.

Ronaldo personifiziert das "neue" ManU: Spielstark, ballsicher, dominant und brandgefährlich. Nachdem in den vergangenen Jahren der FC Chelsea, Arsenal London und der FC Liverpool im englischen Fußball-Oberhaus den Ton angegeben hatten, mauserten sich die "Red Devils" still und heimlich zum neuen Primus auf der Insel.

Der Angriff: Die Abteilung Attacke ist das Sahnestück der "Red Devils". Mit Ronaldo, Wayne Rooney und Carlos Tevez deckt Manchester alle Facetten ab, die einen schlagkräftigen Sturm ausmachen. Rooney als Arbeiter und unermüdlicher Rackerer, der den Ball halten kann und über den berühmten Torriecher verfügt. Ronaldo, der Dribbelkünstler, der Mann für das kreative Moment, der mit einer Aktion das Spiel alleine entscheiden kann. Und Tevez, ein klassischer Sturmtank, der mit seinen technischen und vor allem physischen Fähigkeiten überzeugt.

Das Mittelfeld: In der Zentrale sorgen Paul Scholes, Michael Carrick und Ryan Giggs für den Offensiv-Wirbel, bereiten die Angriffe, die meist über Ronaldo laufen, vor. Vor allem Scholes, ein "ManU"-Urgestein, erlebt momentan seinen zweiten - oder gar dritten - Frühling. Dahinter räumt der Ex-Bayern-Spieler Owen Hargreaves auf. Gerade Hargreaves ist ein Beispiel dafür, wie gut geschmiert die Maschinerie "ManU" momentan läuft - der Lieblingsschüler von Ferguson, der zu Saisonbeginn für rund 25 Millionen Euro aus München kam, überzeugt durch seine Vielseitigkeit. "Owen kann viele Rollen übernehmen", sagt Ferguson über den gebürtigen Kanadier, dem er "ein wunderbares Tempo" attestiert.

Die Abwehr: Gelenkt von Rio Ferdinand, gehört die Verteidigung von Manchester zu den stärksten in der "Königsklasse". Nur fünf Treffer ließ die Viererkette mit Nemanja Vidic, Patrice Evra und Wes Brown im bisherigen Wettbewerb zu - lediglich der FC Chelsea (4) präsentiert ein noch stärkeres Abwehrbollwerk. Dabei kommen Ferdinand und Co. mit wenig Fouls aus: 13,2 unfaire Einsätze pro Spiel liegen weit unter dem Durchschnitt der Champions League. Daraus resultieren auch die wenigen Gelben Karten. Insgesamt kassierte die ManU-Abwehr gerade einmal zwei Verwarnungen (beide Evra).

Der Trainer: Ferguson ist die Trainerlegende in Manchester. Der Taktikfuchs versteht es wie kaum ein zweiter, junge Spieler zu fördern und gleichzeitig erfahrene Haudegen bei Laune zu halten. Das System "Ferguson" baut auf ein flexibles Spiel, das keiner "Doktrin" unterworfen ist - ob offensiv oder eher vorsichtig agiert wird, hängt von der Situation ab. Auch neben dem Platz herrschen beim 66-Jährige klare Strukturen. Wenn der "Sir" Missstimmungen oder Unzufriedenheit wittert, haut er dazwischen - wie im Falle von Ruud van Nistelrooy, David Beckham oder Jaap Stam. Wer nicht (mehr) passt, wird verkauft. Ferguson besitzt bezüglich der Personalpolitik fast uneingeschränkte Verfügungsgewalt. Die nutzt der Schotte nicht nur bei Transfers, sondern auch, um Nachhaltigkeit zu gewährleisten: Die "Red Devils" verlängerten zuletzt mit einem Gesamtvolumen von geschätzten 90 Millionen Euro langfristig die Verträge von Ronaldo (2012), Brown (2012), Carrick (2013), Ferdinand (2013).
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Mittwoch, 23. april 2008
Die Europameisterschaft rückt immer näher...eine Einstimmung hier.



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Dienstag, 22. april 2008
Das neue BMW-Gefühl ist fantastisch. In der WM läuft alles nach Plan und die Stimmung im Team ist nach eigenen Aussagen ausgezeichnet. Nur einer hat noch ein paar Rechnungen offen - nämlich Nick Heidfeld, dem sein Teamkollege Robert Kubica die erste Pole für die "Weiß-Blauen" weggeschnappt hat.

BMW Sauber ist gerüstet. Mit einem neuen Aerodynamik-Paket soll beim Großen Preis von Spanien der Angriff von Hauptkonkurrent McLaren-Mercedes abgewehrt werden. "Wir wollen zweite Kraft in der Formel 1 bleiben", erklärte Motorsportdirektor Dr. Mario Theissen, dessen Team mit 30 Punkten sogar die Konstrukteurswertung vor Ferrari anführt.

Im Kampf gegen "Silber" und "Rot" setzt der BMW-Boss vor allem auf zwei Trümpfe. Einer davon ist Kubica, der in Bahrain die erste Pole für die "München-Hinwil-Connection" holte und damit Formel-1-Geschichte schrieb. Der andere ist Heidfeld. Ein Pilot mit unheimlich viel Erfahrung. Der 30-jährige Mönchengladbacher ist bereits seit acht Jahren in der Formel 1, schaffte es in 137 Rennen aber noch nicht einen Sieg einzufahren.

Heidfeld 2002 auf Rang vier

"Mein Ziel ist es, im nächsten oder im übernächsten Jahr Weltmeister zu werden", so Heidfeld, der für dieses Vorhaben unbedingt ein paar Erfolge benötigt und vor allem schneller als Kubica sein muss. "Ich habe mich wirklich für Robert gefreut, denn die Pole in Bahrain war ein wirklich großer Erfolg für das Team", meinte "Quick Nick" anerkennend. Doch wer ihn kennt, der hat ein leises Zähneknirschen vernommen, denn eigentlich ist er die Nummer eins bei BMW Sauber.

Wenn man die "Beißer" aufeinander drückt, ist das aber normal, denn die Piloten sind alle "Einzelkämpfer", die um jeden Preis gewinnen wollen. Die nächste Gelegenheit bietet sich bereits an diesem Wochenende, wenn der Große Preis von Spanien auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona (am Sonntag, den 27. April, ab 14:00 Uhr im Live-Ticker bei eurosport.yahoo.de) gestartet wird. Heidfeld kennt die Strecke aus dem Effeff. Auf dem Kurs vor den Toren der katalanischen Hauptstadt drehte der Deutsche bei unzähligen Tests bereits hunderte von Runden. "Das Rennen in Spanien besitzt eine ganz besondere Atmosphäre, denn die Fans sind einfach unglaublich", meinte Heidfeld, der 2002 sein bestes Resultat in Barcelona erreichte und auf Platz vier kam. Einen Rang vor Felipe Massa (Ferrari), mit dem er damals noch für das Team Sauber unterwegs war.

Insgesamt müssen die Fahrer 66 Runden mit einer Gesamtdistanz von 307,104 Kilometer absolvieren. Die Strecke hat neun Rechts- und sieben Linkskurven. Heidfeld freut sich auf dieses Rennen, denn auch mit Massa hat der WM-Zweite noch eine Rechnung offen. Der Brasilianer triumphierte 2007 in Barcelona mit dem späteren Weltmeisterteam von Ferrari. "Die 'Roten' sind noch sehr weit weg, aber wir wollen auch an Ferrari rankommen", äußerte sich der Deutsche. Die Vorzeichen stehen gut, denn in dieser Saison ist BMW Sauber so stark wie nie zuvor. Obwohl Kubica die erste Pole in Bahrain holte, sicherte sich Teamkollege Heidfeld zumindestens die schnellste Rennrunde in Malaysia. "Das war wirklich ein tolles Gefühl", so "Quick Nick", der auch in Barcelona punkten will.
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Montag, 21. april 2008
Mit dem DFB-Pokal wandert der erste von drei angepeilten Titeln in dem Trophäenschrank des FC Bayern. Doch das Endspiel gegen Borussia Dortmund war bei weitem nicht das erwartete Schaulaufen des Rekordmeisters, sondern vielmehr ein Pokalfight mit dem glücklicheren Ausgang für die Münchner.

Sichtlich gezeichnet von 120 Minuten Pokalkampf riss Oliver Kahn die Fäuste in den Berliner Abendhimmel und verharrte in dieser Position - kein wilder Jubel, sondern eine einfache Geste, mit der der dreimalige Welttorhüter seinen sechsten Pokalsieg feierte, der ihn zum Abschluss seiner Karriere zum alleinigen Rekordtitelträger macht.

Viel Zeit darüber nachzudenken blieb dem Bayern-Kapitän nicht, denn Sekunden später war er im Knäuel seiner Mitspieler verschwunden - jeder wollte mit dem "Titan" feiern. "Er ist ja sonst immer so weit weg, wenn ich Tore schieße - aber wenn man so etwas gewinnt, dann ist es schön, wenn man sich auch mal umarmen kann", flachste Weltmeister Luca Toni im "aktuellen sportstudio".

Doll lobt seine Spieler

Dabei hätten die Bayern-Spieler ebenso gut ihrer italienischen "Tormaschine" um den Hals fallen können. "Luca ist schon außergewöhnlich. Ich habe selten einen Stürmer erlebt, der seine Chancen so kaltblütig verwertet", lobte Kahn den Angreifer mit eingebauter Torgarantie. 35 Treffer in 41 Pflichtspielen hat der lange Mittelstürmer für den nun 14-maligen deutschen Pokalsieger erzielt - mehr als Bayerns Stürmer-Legende Gerd Müller in seiner ersten Spielzeit für die Münchner. "Ich hoffe, dass die Saison erst Ende Mai für mich mit vielen, vielen Toren zu Ende ist. Es fehlen noch zwei Titel", kündigte Toni weitere Großtaten in Meisterschaft und UEFA-Cup an.

So froh die Münchner am Ende waren, den ersten Schritt zum anvisierten Titel-Triple erfolgreich absolviert zu haben, so knapp war der Spielverlauf. Die von vornherein nur als "Kanonenfutter" gehandelten Dortmunder verkauften sich um Längen teurer als noch beim 0:5-Debakel in der Vorwoche in München. "Ich denke, ich kann meinen Spielern nur ein Riesenkompliment machen. Es ist bitter, wenn man das Spiel so verliert", resümierte ein sichtlich geknickter BVB-Trainer Thomas Doll.

Glück + Dusel = Erfolg

"Dortmund hat sehr gut gespielt. Wir haben das Ergebnis nach dem 1:0 nur noch verwaltet. Nach dem späten Tor in der 91. Minuten mussten wir richtig hart arbeiten", lobte auch Bayern-Manager Uli Hoeneß das mutige Auftreten der Borussen. Dabei hatte es anfänglich nach einer Wiederholung des Ligaspiels ausgesehen. Schon nach elf Minuten ging der Favorit aus München durch Toni in Führung, stellte danach das Fußballspielen aber größtenteils ein. Erst als der BVB in der zweiten Halbzeit aufdrehte, wurde die Partie zum Pokalfight. "Wir haben nach Anfangsschwierigkeiten ein gutes Spiel geboten. Nach dem Ausgleich waren wir sogar überlegen und dann kriegen wir so ein Duseltor", haderte Mladen Petric, dessen Ausgleich in der Nachspielzeit eine Verlängerung überhaupt erst möglich machte.

"Wir waren über 120 Minuten die mutigere Mannschaft. Am Ende haben die Bayern Dusel gehabt", befand Nationalspieler Sebastian Kehl. Dem musste auch FCB-Präsident Franz Beckenbauer nach dem entscheidenden Tor von Toni in der 103. Minute zustimmen. "Der FC Bayern ist verdienter Pokalsieger, aber auch ein bisschen glücklich." Glück und Dusel - zwei Worte, die bei den Bayern derzeit zum gleichen Ergebnis führen: Erfolg. Oliver Kahn nimmt den Zustand verständlicherweise gerne in Kauf. "Wenn Du auf so vielen Hochzeiten tanzt wie wir, dann kannst Du nicht alles souverän gewinnen. Da sind dann eben auch enge Dinger dabei, wo Du Glück brauchst."

"Diese ominöse 90. Minute..."

Dass es wieder einmal so eng wurde, ließ Kahn in Erinnerungen schwelgen. "Diese ominöse 90. Minute verfolgt mich seit 20 Jahren. Aber wenn man das so oft erlebt, wird man robust", sagte der 38-Jährige und hatte dabei das verlorene Champions-League-Finale 1999 gegen Manchester United und das UEFA-Cup-Spiel gegen den FC Getafe im Kopf. Trotz der Anstrengung freute sich Kahn über seinen letzten Auftritt im Berliner Olympiastadion. "Wenn man weiß, man ist zum letzten Mal im Pokalfinale, kann man das auch ein bisschen genießen." Gleiches galt auch für den zweiten Münchner auf Abschiedstour, Trainer Ottmar Hitzfeld. "Es ist ein schöner Abschied, hier in Berlin zu sein. Es ist ein Spiel, das man nicht wiederholen kann. Jetzt ist die Freude groß", genoß der "General" seinen dritten DFB-Pokalsieg.

Auf dem Weg zum Triple, da sind sich Kahn und Hitzfeld einig, soll es allerdings nervenschonender zugehen. "Ich habe schon mit Ottmar gesprochen. So kann es ja nicht weitergehen, dass das immer so dramatische Formen annimmt..." Zumindest was die Meisterschaft angeht, können die beiden da wohl einer ruhige Zukunft entgegenblicken.
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Donnerstag, 17. april 2008
Der FC Bayern stürmt dem 21. Meistertitel unaufhaltsam entgegen. Mit zehn Punkten Vorsprung auf den Zweiten Bremen können die Münchner bereits am nächsten Spieltag mit einem Sieg gegen Stuttgart vorzeitig die Schale erobern. Beim 3:1-Erfolg in Frankfurt war jedoch nicht alles Gold, was glänzte.

Ein sichtlich zufriedener Ottmar Hitzfeld sollte im Anschluss an die Partie mit seiner Aussage Recht behalten, ein "hochinteressantes Spiel" gesehen zu haben. In der Tat, denn die jüngste Bayern-Elf seit dem Jahr 1995, als der Rekordmeister - ebenfalls zu Gast bei der Eintracht - eine 1:4-Packung kassierte, präsentierte sich in der ersten Hälfte ähnlich wackelig wie deren Vorgänger. Die Strategie des 59-jährigen Erfolgscoaches, seine Elf im Vergleich zum 5:0-Kantersieg über Dortmund auf fünf Positionen zu verändern, hinterließ insbesondere in den ersten 45 Minuten deutliche Spuren. Der zwar nicht eingespielte, aber hochkarätig besetzte zweite Bayern-Anzug offenbarte Schwächen, die dem zukünftigen Trainer Jürgen Klinsmann bei der Videoanalyse nachdenklich stimmen dürften.

Michael Rensing, die zukünftige Nummer eins im Bayern-Gehäuse, empfahl sich diesmal vor 51.500 Zuschauern in der Commerzbank Arena nicht für die kommende große Bürde, Torwart-Legende Oliver Kahn nach dessen Rücktritt als gleichwertigen Keeper zu ersetzen. Insbesondere bei hohen Bällen zeigte der 23-Jährige Unsicherheiten. Der mustergültigen Flanke von Timo Ochs auf Benjamin Köhler, der die Frankfurter mit seinem Kopfballtreffer zur 1:0-Führung kurzzeitig von einem Sieg gegen den UEFA-Cup-Halbfinalisten träumen ließ, konnte der Jungstar nur tatenlos hinterher blicken. Auch kurz nach dem Seitenwechsel irrte Rensing orientierungslos im eigenen Strafraum umher, als im zweiten Anlauf die Querlatte einen weiteren Treffer der Gastgeber verhinderte.

Sagnol saft- und kraftlos

Willy Sagnol wirkte im rechten Mittelfeld an der Seite des erneut zuverlässig agierenden Christian Lell saft- und kraftlos, fernab von seiner Bestform. Neun-Millionen-Euro-Einkauf Jose-Ernsto Sosa, dessen bislang einziger Lichtblick in dieser Saison die entscheidende Flanke im Rückspiel des UEFA-Cup-Viertelfinals beim FC Getafe (3:3) auf Torschützen Luca Toni bleiben sollte, konnte im Mittelfeld erneut keine Akzente setzen. Dem Argentinier fehlt es nach wie vor an Durchsetzungskraft, das Gros der Zweikämpfe ging verloren. Auch Bayern-Manager Uli Hoeneß blieb die Antriebslosigkeit seines Schützlings nicht verborgen. Als "El Principito" zu allem Überfluss auch noch das Knie eines Gegenspielers bei einem Zweikampf im Schritt wiederfand und sich auf dem Platz vor Schmerz krümmte, versuchte Hoeneß seinen anfälligen Schützling mit deutlichen Worten wieder auf die Beine zu helfen.

Auch Jahrhundert-Talent Toni Kroos, der in der Rotations-Elf zur Schonung des Stammpersonals für das DFB-Pokalfinale am kommenden Samstag (ab 20:00 Uhr im Live-Ticker bei eurosport.yahoo.de) von der ersten Spielminute an auflaufen durfte, blieb hinter den Erwartungen zurück. Hitzfeld erlöste den 18-Jährigen und brachte mit Jungvater Lukas Podolski nach dem Seitenwechsel frischen Wind in den lahmen Bayern-Angriff. Eine Maßnahme, die Wirkung zeigte. Bastian Schweinsteiger, der nach Formschwäche zu Saisonbeginn immer mehr in Schwung kommt, drehte in der zweiten Hälfte mächtig auf. "Schweini" hatte mit zwei Vorlagen maßgeblichen Anteil an der Wende zu Gunsten der Münchner. Zuerst zirkelte der 23-Jährige eine Ecke mustergültig auf den Kopf von Daniel van Buyten (60), der für Martin Demichelis in die Startformation rückte und den 1:1-Ausgleich erzielte. Wenig später bediente Schweinsteiger Toni (74.), als er sich im Strafraum gleich gegen drei Konkurrenten durchsetzte und im Liegen auf den Italiener zur 2:1-Führung passte. Auch am alles entscheidenden 3:1 durch den erneut überragenden Weltmeister (85.), der nunmehr 20 Bundesligatreffer auf seinem Konto hat, leitete der emsige Schweinsteiger durch einen Pass auf den eingewechselten Jan Schlaudraff ein.

Hoeneß: "Wir werden Meister"

Mit dem Titel in der Tasche und jeder Menge Selbstbewusstsein - Zitat Hoeneß: "Jetzt sage ich, wir werden Deutscher Meister" - reist der FC Bayern nun zum Pokalfinale nach Berlin. Dort wartet auf den BVB wieder die Stammformation des deutschen Rekordmeisters mit Kahn, van Bommel, Ze Roberto, Demichelis, Lahm & Co. Eine Aufgabe, die nach der erneuten 1:3-Pleite der Dortmunder im Signal Iduna Park gegen Hannover trotz besonderer Gesetze im Pokal für den BVB nicht zu bewältigen sein dürfte.
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Mittwoch, 16. april 2008
Jan Ullrich hat sich 24 Stunden nach der Einstellung des Betrugs-Verfahrens gegen seine Person und einer Zahlung von 250.000 Euro zu Wort gemeldet: "Zunächst einmal bin ich froh, dass die strafrechtlichen Vorwürfe vom Tisch sind. Für das Nachtreten des Staatsanwaltes habe ich kein Verständnis."

Der Tour-de-France-Sieger von 1997, der seine Karriere aufgrund seiner Verwicklung in die spanische Dopingaffäre um Eufemiano Fuentes auf einer Pressekonferenz am 26. Februar 2007 beendete, äußerte sich in einem Interview mit der "Bild-Zeitung". Die Aussage des Bonner Staatsanwaltes Fred Apostel, Ullrich habe zu Dopingmitteln gegriffen, stießen dem 34-Jährigen sauer auf: "Fakt ist, die Betrugs-Vorwürfe haben sich nicht bestätigt."

Ullrich will Familie schützen

Von einer erneuten Klage will Ullrich allerdings absehen, da er "von gerichtlichen Auseinandersetzungen genug habe". Ebenfalls nicht konform geht der ehemalige Radprofi mit der Anschuldigung, er habe sich freigekauft: "Ich habe mich nicht freigekauft. Weil dieser Vorwurf absehbar war, habe ich lange gezögert, das Angebot der Staatsanwaltschaft anzunehmen. Das Verrückte ist doch: Es hätte mich viel mehr Kraft und viel mehr Geld gekostet, bis zum Freispruch zu kämpfen." Mit der Entscheidung, sich auf einen Vergleich einzulassen, wollte der zweifache Familienvater vordergründig seine Familie schützen.

Ullrich legt Wert auf die Tatsache, dass die Ermittlungen ohne eine Schuldfeststellung beendet wurden. Ein Geständnis konnte es ebenfalls nicht geben, "da er niemanden betrogen habe". Die Frage, ob er nach den Erfahrungen von heute etwas anders gemacht hätte, beantwortete er mit einem deutlichen "Nein".

"Will die Begeisterung weitergeben"

Angst, die Olympische Goldmedaille von 2000 zu verlieren, hat der zweifache Weltmeister im Einzelzeitfahren (1999 und 2001) nicht: "Ich wüsste nicht, warum das passieren sollte, denn auch diese Medaille habe ich fair gewonnen."

Die Zukunft will Ullrich nach all den Turbulenzen seit seiner spektakulären Ausbootung von der Tour de France 2006 zusammen mit seiner Familie erst einmal ruhig angehen. Trotz der Querelen um seine Person und dem Image-Schaden in der breiten Öffentlichkeit ist Ullrich der Spaß am Radsport nicht verloren gegangen: "Der Radsport bleibt meine große Leidenschaft - diese Begeisterung will ich an andere weitergeben."
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Mittwoch, 16. april 2008
Pokalfinale im Kopf, Frankfurt vor Augen: Für Ottmar Hitzfeld ist der Spagat zwischen Bundesliga-Alltag und dem Highlight in Berlin kein Problem. "Wir sind es gewohnt, alle drei Tage Leistung zu bringen", sagte der Bayern-Trainer. Mit der Eintracht habe seine Elf ohnehin "noch eine Rechnung offen."

Für eine Pressekonferenz vor einem ganz normalen Bundesliga-Spiel eines meilenweit enteilten Spitzenreiters ist das Presserondell des FC Bayern überdurchschnittlich gefüllt. Das Interesse gilt weniger dem Gastspiel des Rekordmeisters bei Eintracht Frankfurt (Mittwoch, 20:00 Uhr im Live-Ticker) als viel mehr dem DFB-Pokal-Endspiel gegen Borussia Dortmund am Samstag in Berlin.

Für Ottmar Hitzfeld ist das Finale aber noch kein Thema. "Wir fahren nicht nach Frankfurt um dort ein Freundschaftsspiel zu machen. Wir brauchen die Punkte, weil wir noch lange nicht Deutscher Meister sind", mahnt der FCB-Coach.

Hitzfeld: "Haben noch eine Rechnung offen"

Außerdem denkt Hitzfeld nur ungern an das Hinspiel zurück, als die Bayern trotz 34 Torschüssen und 70% Ballbesitz über ein mageres 0:0 nicht hinaus kamen. "Ein verrücktes Spiel", erinnert sich Hitzfeld, "wir haben also noch eine Rechnung offen".

In der Commerzbank-Arena erwartet den Tabellenführer wohl ein ähnliches Bollwerk der Hessen. "Die Frankfurter werden uns wenig Räume lassen. Es wäre wichtig, wenn wir gleich die ersten Chancen verwerten", hofft Hitzfeld auf ein frühes Tor.

"Poldi" stolzer Vater eines Sohnes

Einer seiner Stürmer hat bereits vor dem Spiel einen Volltreffer gelandet: Lukas Podolski wurde in der Nacht zum Dienstag Vater von Sohn Louis, der sich ebenso wie Freundin Monika bester Gesundheit erfreut. "Ich gehe davon aus, dass er topmotiviert ist", sagt Hitzfeld. Schließlich wolle er bestimmt nach einem Tor mit einer besonderen Jubelszene das freudige Ereignis feiern.

Unterdessen hat sich personell die Lage nicht grundlegend entspannt. Nicht dabei sind Oliver Kahn (Nackenprobleme), Ze Roberto (gesperrt) und Hamit Altintop (Mittelfußbruch). Hinter dem Einsatz der angeschlagenen Miroslav Klose, Marcell Jansen und Franck Ribery stehen laut Hitzfeld "viele Fragezeichen". Weil das Pokalfinale dann doch seine Schatten voraus wirft, werden Martin Demichelis und Philipp Lahm nicht über die volle Distanz gehen.

Sagnol noch nicht bei hundert Prozent

So kann sich Willy Sagnol berechtigte Hoffnungen machen, von Beginn an dabei zu sein. Gegen Dortmund feierte der Franzose nach vierwöchiger Pause ein Comeback. "Es hat Spaß gemacht. Ich bin froh, dass ich wieder auf dem Platz stehen kann." Am Sonntag kam Sagnol im ungewohnten rechten Mittelfeld zum Einsatz, weil ihm laut Hitzfeld noch die in der Viererkette geforderte Schnelligkeit fehle. "Dort mache ich weniger Sprints", gesteht Sagnol.

Wie es für den Franzosen, der im Winter noch an Abschied gedacht hatte, in Zukunft weiter geht, hielt er vage. "Ich hatte ein kurzes Gespräch mit Jürgen Klinsmann. Wir werden in ein paar Wochen noch mal sprechen." Momentan fühle er sich in München wohl, aber im Fußball könne ja alles passieren. "Aber das ist im Moment nicht wichtig. Wir haben noch drei große Ziele mit Ottmar Hitzfeld", sagt er und gibt eine Prognose zumindest für die kommenden beiden Aufgaben ab. "Wenn wir gegen Frankfurt drei Punkte machen, holen wir auch den Pokal."
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Dienstag, 15. april 2008
Michael Schumacher kann trotz eines Sturzes bei Motorrad-Übungsrunden auf dem Lausitzring die geplanten Testfahrten für den Formel-1-Rennstall Ferrari in Barcelona absolvieren. Der 39-Jährige habe sich bei dem Unfall keine Verletzungen zugezogen, bestätigte seine Sprecherin Sabine Kehm.

Schumacher war auf dem EuroSpeedway in einer Kurve mit seiner Honda Fireblade auf einer Öl-Spur ausgerutscht. "Das Vorderrad ist mir weggerutscht. Das ist eigentlich nichts Ungewöhnliches und kann schon mal vorkommen. Mir ist aber gar nichts passiert", versicherte der Kerpener gegenüber der "Bild"-Zeitung.

Auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona soll der Formel-1-Rekordweltmeister für Ferrari bereits für die Saison 2009 testen. Auf dem Plan stünden hauptsächlich Übungseinheiten mit den neuen profillosen Reifen, die im kommenden Jahr wieder eingeführt werden, hieß es auf Schumachers Website. Außerdem werde er an technischen Komponenten für die nächste Saison arbeiten. "Ich freue mich sehr, denn gerade wenn man nur ab und zu in ein Formel-1-Cockpit steigt, ist der Fahrspaß besonders groß", schrieb Schumacher auf seiner Internetseite.

Motorrad nur ein Hobby

Der 39-Jährige war Ende 2006 nach sieben WM-Titeln zurückgetreten und ist seitdem Berater für die Scuderia. In diesem Jahr startete er bereits bei mehreren Motorrad-Rennen. Der Kerpener betonte aber stets, dies sei für ihn lediglich ein Hobby. Die Teilnahme an einer Rennserie sei nicht geplant. Die Testrunden auf dem Lausitzring drehte der Vater zweier Kinder auf Einladung des brandenburgischen Motorrad-Rennstalls Holzhauer Racing. Weitere Tests für das Team seien vorgesehen.

"Michael ist ein absoluter Vollblut-Rennfahrer. Deshalb sollte man ein Comeback nie ganz ausschließen. Aber im Moment ist das kein Thema. Er genießt einfach das Motorradfahren und die Zusammenarbeit mit uns sagte Rennstall-Chef Jens Holzhauer der "Lausitzer Rundschau". Nach Informationen der "Bild"-Zeitung war der Unfall bereits Schumachers dritter Sturz als Motorrad-Pilot. Zuvor war der 39-Jährige angeblich im französischen Le Circuit de Bresse zwei Mal gestürzt, kam aber mit leichten Blessuren davon.
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Samstag, 12. april 2008
Nach dem unerwartet starken Saisonstart von BMW-Sauber rechnet sich Nick Heidfeld gute Chancen aus, Klassenprimus Ferrari attackieren zu können. Der Mönchengladbacher steht nach drei Rennen auf dem zweiten Platz der Fahrerwertung (16 Punkte) hinter Kimi Räikkönen (19).

In der Konstrukteurswertung führt sein Team sogar (30 Punkte) vor den erklärten Favoriten aus Maranello (29) und dem schwächelnden McLaren-Mercedes-Team (28). In den vergangenen zwei Rennen in Malaysia und Bahrain hängte der Rennstall von Teamchef Dr. Mario Theissen die Silberpfeile klar ab. "Wir waren schneller als McLaren-Mercedes", erklärte Heidfeld selbstbewusst auf seiner Internetseite. Jetzt peilt der 30-Jährige mit seinem Teamkollegen Robert Kubica die Renner der "Scuderia" an: "Die Ferrari sind zwar noch schneller als wir - aber sie befinden sich in Reichweite."

Ron Dennis sieht die Konkurrenz nicht enteilt - der McLaren-Teamchef gab sich zuversichtlich, dass Mercedes durch seine überlegene Entwicklungsarbeit das Sauber-Team in Kürze wieder hinter sich lassen kann. Zumindest hat sich der bayrische Rennstall in den Köpfen der Konkurrenz als ernsthafte Bedrohung etabliert.

"Eine harte Meisterschaft"

Auch Ferrari-Pilot Räikkönen erkennt die "weiß-blauen" Boliden als Teil einer neuen Dreier-Phalanx an: Schließlich waren es Kubica und Heidfeld, die den Finnen und seinen Teamkollegen Felipe Massa in Bahrain mit den Plätzen drei (Kubica) und vier (Heidfeld) am härtesten forderten. "Die BMW waren sehr nahe dran", gestand Räikkönen nach dem Rennen in Sakhir. "Kubica habe ich in einem Moment überholt, in dem er Probleme hatte - ansonsten wäre es schwierig geworden. Er fuhr ein sehr gutes Rennen."

Einen Ausblick auf die laufende Saison gab der Weltmeister auch: "Das wird eine sehr lange und harte Meisterschaft. Es würde mich nicht wundern, wenn BMW das ein oder andere Rennen für sich entscheiden würde."
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Freitag, 11. april 2008
Die Bayern haben mal wieder das Unmögliche möglich gemacht und ein mehrfach verloren geglaubtes Spiel noch aus dem Feuer gerissen. Nach dem Last-Minute-Einzug ins UEFA-Pokal-Halbfinale konnte sich selbst Europacup-Legende Oliver Kahn nicht an ein derart verrücktes Spiel erinnern.

Eine Katze, so sagt der Volksmund, hat sieben Leben. Auch der FC Bayern hat zuweilen mehrere Leben und ist vom Gegner einfach nicht "totzukriegen". Beim wahnwitzigen 3:3 in der "Schlacht von Getafe", die so manchen Fan einige Male an den Rand eines Herzinfarktes gebracht haben dürfte, standen die Bayern trotz 115-minütiger Überzahl eigentlich mehrfach auf der Schwelle ins fußballerische Jenseits.

Zum ersten Mal in der 68. Minute, als Braulio beim Stand von 1:0 für die Spanier Kahn bereits umkurvt hatte, doch als er zum wohl entscheidenden 2:0 einschießen wollte, rutschte er auf dem glitschigen Rasen des Coliseum Alfonso Perez aus.

In der 87. Minute verlor Jaime Gavilan die Orientierung und im Getümmel den Ball aus den Augen, sonst hätte er das herrenlose Spielgerät zur Entscheidung ins leere Tor befördert. So konnte der ansonsten blasse Franck Ribery mit dem 1:1 in der 89. Minute den taumelnden Bayern wenigstens für weitere 30 Minuten neues Leben einhauchen.

Bayerns Wiederauferstehung nach 1:3-Rückstand

Als Getafe in der Verlängerung durch Casquero (91.) und Braulio (93.) der Doppelschlag zum 3:1 gelang, schien dem deutschen Rekordmeister vom Madrider Vorortklub endgültig der Garaus gemacht. Doch ein kapitaler Fehler von Torwart Carlos Abbondanzieri - Spitzname "pato" (Die Ente) -, den Toni (115.) zum 3:2 nutzte, reanimierte die Bayern und so kam wie es kommen musste: Tonis Kopfballaufsetzer in der 120. Minute sorgte für eine nicht mehr für möglich gehaltene Wiederauferstehung der Bayern.

"Ich kann mich nicht erinnern, solch ein Spiel je gesehen oder selbst miterlebt zu haben. Jetzt musste ich 140 Europapokal-Spiele machen - Barcelona, Manchester United oder Real Madrid - das ist alles nix im Verhältnis zu dem, was hier heute abgelaufen ist" schüttelte ein befreit wirkender Oliver Kahn den Kopf über eine Partie, die es wohl nur einmal in 1000 Fußball-Spielen gibt.

Fast zwei Stunden lange hatten die ideenlosen und pomadigen Bayern nach der Roten Karte für Ruben de la Red (Notbremse, 6.) einen Mann mehr auf dem Platz, doch die zehn Spanier hielten - angepeitscht vom fanatischen Publikum - all das dagegen, was die Bayern über weite Strecken vermissen ließen: Bedingungslose Leiden- und schier unmenschliche Laufbereitschaft. Folgerichtig fiel noch vor der Pause das 1:0 durch Cosmin Contra (44.), ehe das Drama mit Happy End aus FCB-Sicht seinen Lauf nahm.

Lahm: "Die Mannschaft glaubt immer an sich"

"Es war ein schlechtes Spiel von uns. Wir haben viele Fehler gemacht", analysierte Philipp Lahm den ideenlosen Auftritt seiner Mannschaft, die nur die intakte Moral in die Waagschale werfen konnte, wie Lahm anfügte: "Die Mannschaft glaubt immer an sich. Diese Mentalität hat man auch heute gesehen." Auch Trainer Ottmar Hitzfeld hob die Moral seiner Truppe heraus: "In der Verlängerung nach einem 1:3-Rückstand zurückzukommen, ist schon großartige eine Leistung. Das spricht für die Moral der Mannschaft."

Der Coach hatte die Begründung für die schwache spielerische Leistung parat: "Wir konnten heute nur verlieren, das hat man der Mannschaft angemerkt. Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht. Die Mannschaft hat es sich aber erkämpft, ob verdient oder nicht, sei dahingestellt." Martin Demichelis sprach aus, was viele nach dem unglaublichen Krimi in Getafe dachten: "Über dieses Spiel müssen wir viel reden."

Dieses Mal hat also der Fußball-Gott aus Bayern-Sicht noch einmal beide Augen zugedrückt. Das allein dürfte im Halbfinale gegen den russischen Meister Zenit St. Petersburg nicht ausreichen - nachzufragen bei Bayer Leverkusen.
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Donnerstag, 10. april 2008
Über Madrid hingen schwere Wolken, als der Lufthansa-Airbus A321 mit dem Bayern-Tross an Bord zur Landung ansetzte. Ein schlechtes Omen? Nach dem 1:1 aus dem Hinspiel ist ein Scheitern im Viertelfinale des UEFA Cups gegen den FC Getafe (heute, 20:45 Uhr im Live-Ticker) nicht völlig unrealistisch.

Es wäre eine Sensation: Während die Meisterschale sich bereits auf dem Weg von Stuttgart an die Isar befindet und der DFB-Pokal quasi abholbereit in Berlin steht, droht Bayern Münchens Traum vom Titel-Triple in einem Vorort von Madrid zu platzen. Die Stadt des Ex-Clubs von Bernd Schuster liegt 14,3 Kilometer vom Kern der spanischen Hauptstadt entfernt, beherbergt gerade einmal 158.363 Einwohner und im Zentrum gibt es einen Brunnen namens Cibelina. Aber das sei nur am Rande erwähnt. Die Bayern täten ohnehin besser daran, sich auf Wesentliches zu konzentrieren.

Denn der Rekordmeister plant fest mit einem Weiterkommen. Das bestätigt auch Trainer Ottmar Hitzfeld: "Ich bin überzeugt davon, dass wir das Finale erreichen werden. Wir werden frech nach vorne spielen. Wir sind immer gut für zwei Auswärtstore." Ein 2:2 würde reichen, aber Hitzfeld hat sich für alle Eventualitäten gewappnet - inklusive Elfmeterschießen: "Ich habe einen Zettel dabei, auf dem ein paar Schützen stehen. Ich gehe aber davon aus, dass wir es vorher schaffen."

Ans große Zittern mag vor der Reifeprüfung für die Millionen-Truppe um Ribery und Co. im mit 16.000 Zuschauern erstmals in seiner Geschichte ausverkauften "Coliseum Alfonso Perez" angesichts der Namen der Gegner wie Gavilan, Cotelo oder Licht aber niemand denken. "Wir haben die bessere Mannschaft und wunderbare Spieler", betonte Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge und untermauerte vielmehr die Titel-Ambitionen: "Unser Ziel ist Manchester - und das werden wir morgen angehen."

Trotz der markigen Sprüche war im Flieger eine große Anspannung zu spüren. Logisch, denn ein Aus gegen Getafe würde einer Saison den Glanz nehmen, die insbesondere Hitzfeld und Oliver Kahn triumphal beschließen wollen. Darum beschwor der "Titan", für den seine internationale Karriere auf keinen Fall in der Provinz enden soll, vor seinem 140. Europacupspiel das Sieger-Gen des FC Bayern. "Vielleicht brauchen wir die Art von Drucksituation, um unser Potenzial zu entfalten."

Das sieht auch Manager Uli Hoeneß so. "Das wird endlich wieder eine richtige Europapokalschlacht, und das ist gut für uns. Denn unter Druck läuft es meist besser", weiß er. Hitzfeld zieht Selbstvertrauen aus dem mit zehn Mann errungenen 3:1-Sieg gegen den VfL Bochum vom Sonntag. "Die Spieler sind noch mehr zusammengerückt." Nur eine Veränderung dürfte er vornehmen: Beim Toreschießen ist Miroslav Klose neben UEFA-Cup-Topschütze Luca Toni (8 Treffer) wieder erste Wahl. "Miro hat gegen Bochum die richtige Reaktion gezeigt, nachdem er auf der Bank saß", lobte Hitzfeld den Nationalstürmer. Das bedeutet für Lukas Podolski: Zurück auf die Bank.

Personalsorgen beim Gastgeber

Anders als der FC Bayern hat der Gastgeber Personalsorgen. Fünf Profis können wegen Verletzungen oder Sperren nicht spielen, darunter die mit je vier Toren besten Schützen im UEFA-Cup, Pablo Hernandez und Granero. Zwar überzeugten die "Azulones" zuletzt beim 0:0 beim FC Barcelona, doch von den vergangenen fünf Pflichtspielen wurde keines gewonnen. Das ist aber nicht unbedingt ein Nachteil, denn ein 0:0 würde dem Tabellen-Zwölften der Primera Division zum Halbfinal-Einzug reichen. Und eines steht fest: In München würde es dann gewaltig gewittern...

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Dienstag, 1. april 2008

Neun Spieltage vor Saisonende geht es im Tabellenkeller der Bundesliga eng zu. Lediglich fünf Punkte beträgt der Abstand des Tabellen-14. Hansa Rostock auf Schlusslicht MSV Duisburg. Wer letztlich absteigt, wird sich erst am 34. Spieltag entscheiden.

 

dfl-bundesliga-logo.jpgDie Bilanz der Teams, die um den Klassenerhalt kämpfen, zeigt deutlich, dass sich an den wenigen Punkten und den knappen Abständen zwischen den Mannschaften bis zum letzten Spieltag wohl nicht viel ändern wird. In den bisherigen acht Rückrundenspielen sammelte Hansa Rostock magere sieben Punkte - bester Wert aller Abstiegskandidaten. Duisburg (6 Zähler), Cottbus (5), Nürnberg (4) und Bielefeld (3) reihen sich dahinter ein.

 

Alarm bei Arminia

 

Die schlechteste Ausgangsposition hat das Team von der Bielefelder Alm. Neu-Trainer Michael Frontzeck erarbeitete sich in acht Partien erst mühsame drei Unentschieden, verlor fünf Begegnungen. Von den restlichen neun Spielen müssen die Arminen noch fünf Mal auswärts antreten, unter anderem auch bei den direkten Konkurrenten aus Cottbus und Nürnberg. Hinzu kommen noch die Reisen nach Hamburg und zu den Bayern.

 

Nur 9:34 Tore und sechs Punkte in zwölf Auswärtsspielen geben dabei wenig Anlass zur Hoffnung, dass hier die nötigen Punkte gegen den Abstieg eingefahren werden können. Zudem hat das Frontzeck-Team das schlechteste Torverhältnis aller Zweitliga-Kandidaten, was bei der engen Konstellation eine nicht unbedeutende Rolle spielt.

 

Nürnberg darf hoffen

 

Ebenfalls schwer wird es für den Tabellenletzten MSV Duisburg, der fünf Mal in der Fremde ran muss (u.a. in Bremen und Hamburg) und auch zu Hause mit Leverkusen und den Bayern auf harte Brocken trifft. Dass die Bommer-Elf im Kampf um den Klassenerhalt überhaupt noch mitreden kann, hat sie ihrer starken Bilanz gegen die direkten Kontrahenten zu verdanken. In sechs Aufeinandertreffen in dieser Saison gelangen den "Zebras" vier Siege bei einer Niederlage und einem Remis.

 

Trotz der schlechten Von-Heesen-Ausbeute (drei Punkte in sechs Ligaspielen, noch kein Sieg) können sich die Nürnberger berechtigte Hoffnungen auf den Verbleib in Liga eins machen. Fünf Mal dürfen die "Cluberer" noch daheim im "easyCredit-Stadion" antreten und empfangen hier die Rivalen Bielefeld und Duisburg. Außerdem stehen nur noch zwei Partien gegen Top-Mannschaften (Bayern und Schalke) an, wo Nürnberg ebenfalls Heimrecht genießt.

 

Zittern im Osten

 

Wieder richtig in den Abstiegsstrudel hineingeraten kann der FC Hansa Rostock. Die Elf von Trainer Frank Pagelsdorf, zweitschwächste Auswärtsmannschaft, muss fünf Spiele auf fremden Plätzen austragen. Außerdem haben die Hanseaten mit Schalke, Bremen, Hamburg und Leverkusen gleich vier Top-Teams als Gegner.

 

Die Mannschaft von Bojan Prasnikar, Energie Cottbus, ist die große Unbekannte in diesem Rechenspiel. In drei Partien gegen Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel (Schalke, Bremen, Hamburg) ist für Energie einiges möglich, was der einzige Rückrundensieg gegen den FC Bayern bewiesen hat. Mit den Partien gegen Duisburg, Bielefeld und Rostock gibt es drei "Sechs-Punkte-Spiele", wobei Cottbus jedoch noch keinen direkten Vergleich in dieser Spielzeit für sich entscheiden konnte (zwei Niederlagen, drei Remis).

 

Die Prognose:

 

Arminia Bielefeld und der MSV Duisburg müssen zum Saisonende den schweren Gang in die 2. Bundesliga antreten. Ihnen folgen wird Energie Cottbus, weil Hansa Rostock zu Hause die entscheidenden Punkte für den Klassenerhalt holt und der "Club" aus Nürnberg im Endspurt den längeren Atem hat und die Nerven behält.

 

 

 

 

 

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Montag, 31. märz 2008

Ist die Rückkehr von Fernando Alonso zu Renault nur ein Zwischenstop für den Ex-Weltmeister? Nach dem enttäuschenden Saison-Beginn nährt der Spanier die Gerüchteküche: "Ich habe eine Ausstiegsklausel, damit ich im bestmöglichen Auto fahren kann - und es ist klar, dass Ferrari eines davon wäre."

 

 

Als Alonso nach einem turbulenten Jahr bei McLaren-Mercedes den Silberpfeilen den Rücken kehrte und seine "alte Heimat" bei Renault wiederfand, sorgte dies bereits für reichlich Spekulationen. Vielfach wurde vermutet, er würde dort nur "überwintern".

 

Diese Spekulationen nährt der Spanier nun mit seinen Aussagen im Sportblatt "AS" weiter, zumal er gegen Ferrari-Pilot Felipe Massa schießt. Dieser müsste aus seinem bis 2010 laufenden Vertrag aussteigen, um einen Platz bei der "Scuderia" neben Weltmeister Kimi Räikkönen frei zu machen. "Massa hatte zwei schlechte Rennen, in denen er Fehler begangen hat", so Alonso, um unschuldig anzufügen: "Das hat für Spekulationen gesorgt."

 

"Wieder Siege feiern"

 

Über seine Aussichten für die eben erst gestartete Saison macht sich der 26-Jährige keine Illusionen. "Der achte Platz in Malaysia war keine Überraschung. Wenn Massa nicht ausgeschieden wäre, hätten wir es gar nicht in die Punkte geschafft", und Besserung sieht er auch nicht, denn "jedes Jahr sehen wir, dass jene Autos, die in den ersten zwei oder drei Rennen gewinnen, vorne bleiben. Es wird keine großen Überraschungen geben."

 

Das aber kann die Ansprüche des zweifachen Titelträgers nicht befriedigen, er stellt klar: "Ich bin bei Renault, weil ich wieder Siege feiern wollte, so wie 2005 und 2006. Wenn nicht in diesem Jahr, dann im nächsten". An seiner Zielsetzung dürfte sich auch nichts ändern - wohl aber möglicherweise an seinem Arbeitsgerät.

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Freitag, 28. märz 2008

Mit einem klaren Ziel, aber auch gehörigem Respekt geht die DFB-Elf in das Spiel gegen die Schweiz und in die EM-Vorbereitung. "Eine deutsche Nationalmannschaft muss immer mit dem Ziel in solch ein Turnier gehen, den Titel gewinnen zu wollen", sagte Manager Oliver Bierhoff.

 

 

Dabei soll der Teamgeist eine große Rolle spiele. "Wichtig ist, dass wir als Mannschaft funktionieren", appellierte Mannschaftskapitän Michael Ballack, der im Team noch Raum für Verbesserung sieht. "Seit Januar hat sich eigentlich nicht viel geändert", sagte der Chelsa-Star über den aktuellen Leistungs-, Einsatz- und Krankenstand im DFB-Team rund zehn Wochen vor EM-Auftakt. "Aber in zwei Monaten kann viel passieren. Ein, zwei gute Spiele und man kommt aus seinem vermeintlichen Tief wieder heraus", erklärte Ballack auf die Frage, wie er die Lage der formschwachen Schneider, Schweinsteiger und Podolski einschätze. "Wir brauchen für die EM eine topfitte und eingespielte Mannschaft", forderte Ballack.

 

"Weiter als vor zwei Jahren"

 

In den Augen von Teammanager Bierhoff geht der Kapitän da mit gutem Beispiel voran. "Michael ist in einer sehr, sehr guten Form. Ich gehe fest davon aus, dass er der EM seinen Stempel aufdrücken wird", so Bierhoff, der zugeben musste, dass es schwer sei, die Gedanken der Spieler über lange Zeit auf die EURO zu fixieren - gerade im Meisterschaftsfinale, sei es aber natürlich auch legitim, an die Ziele im Verein zu denken. "Ich spüre aber, dass die Spieler gerne hier her kommen und auch schon die EM im Kopf haben."

 

Mit einem guten Auftritt gegen Mit-Gastgeber Schweiz will sich das Team von Bundestrainer Joachim Löw noch einmal Selbstvertrauen für die hochgestckten eigenen Ziele holen - anders als vor zwei Jahren, als zum gleichen Zeitpunkt der Vorbereitung ein desaströses 1:4 gegen Italien das komplette WM-Projekt in Frage stellte. "Wir sind weiter als vor zwei Jahren", stellte Bierhoff zufrieden fest, "alle Spieler sind gereift. Jetzt müssen wir nur noch den Schwung und die Selbstverständlichkeit aus der EM-Qualifikation zurückholen. Das haben wir in den letzten Spielen ein wenig verloren."

 

"Jens braucht diesen Druck"

 

Selbstvertrauen für das Team und besonders für Torhüter Jens Lehmann soll eine gute Partie im Baseler St. Jakob Park bringen, auch damit die Diskussionen um den Platz im Tor abflauen. "Es wird schwer, dass in dieses Thema Ruhe einkehrt", befürchtet der Teammanager. Die schwierige Situation ließe "sich nicht wegdiskutieren", so Bierhoff, der jedoch weiter auf Jens Lehmann baut. "Jens braucht häufig diesen Druck."

 

Ein Druck, der sich auf das gesamte Team gesehen bei der EM verschärfen wird, so meint jedenfalls Stuttgarts Sturm-Juwel Mario Gomez. "Die EM ist härter als die WM", sagte der Angreifer, "auch weil nicht so viele Mannschaften dabei sind. Da ist jedes Spiel extrem wichtig." Der Fokus im Nationalteam sei schon seit er dabei ist voll auf die EURO gerichtet. Den geforderten Teamgeist konnte der 22-Jährige zumindest für sich und seine Sturmkollegen schon bestätigen. "Wir verstehen uns sehr, sehr gut", beschreibt Gomez das Verhältnis zu Klose, Kuranyi, Kießling und Podolski. Neid und Streit gebe es in dem Quintett nicht. "Warum sollte ich sauer auf die anderen sein, wenn ich nicht spiele - schließlich stellt uns der Trainer auf."

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Sonntag, 23. märz 2008

Nach dem sensationellen Saisonauftakt in Australien peilt McLaren-Mercedes bereits den nächsten Coup in Malaysia an. Die Vorzeichen stehen gut, denn mit Lewis Hamilton und Heikki Kovalainen haben die Silberpfeile gleich zwei heiße Eisen im Feuer, die die Hitzeschlacht in Sepang gewinnen können.

 

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"Es war ein guter Start", erklärte Mercedes-Sportchef Norbert Haug zum erfolgreichen F1-Auftakt vor einer Woche. Der 55-Jährige hofft nun, dass sein Team in Malaysia für die nächste Sternstunde sorgt und den insgesamt zehnten Erfolg in den letzten 17 Rennen einfährt.

 

Haug tritt auf Euphorie-Bremse

 

Allein Shooting-Star Hamilton triumphierte in seiner ersten Saison (2007) gleich vier Mal und setzte zum WM-Auftakt in Melbourne noch einen Sieg drauf. "Toll, hoffentlich geht die Saison so weiter, wie sie in Australien begonnen hat", freute sich Haug, der sowohl Hamilton als auch Teamkollege Kovalainen ein spannendes und erfolgreiches Jahr prognostiziert.

 

"Beide gehören aus meiner Sicht zu den Fahrern, die Siege erringen werden, wenn sie dazu die technische Basis mit siegfähigem Auto und siegfähigem Team erhalten", äußerte sich der Schwabe. Obwohl Haug an diesem Wochenende keine Galavorstellung von den Silberpfeilen erwartet, glaubt er fest an den nächsten Erfolg. Dennoch bleibt er realistisch: "Zwischen Hero und Zero liegt manchmal nur ein Millimeter, deshalb werden wir in Malaysia auf keinen Fall euphorisch an den Start gehen."

 

Ausgelassene Party-Stimmung herrscht hingegen aber im Vereinigten Königreich, wo gerade der öffentlich-rechtliche TV-Sender BBC die Formel-1-Rechte (ab 2009) vom Privatsender ITV für die nächsten fünf Jahre übernommen hat. Der Hype um das 23-jährige Ausnahmetalent, das auf der Insel bereits als neuer Michael Schumacher gefeiert wird, kennt in Großbritannien im Moment keine Grenzen. "Es gibt alle zehn Jahre so einen Überflieger - und das ist jetzt Lewis", so Haug, der froh ist, dass mittlerweile Hamilton und nicht mehr die leidige Spionage-Affäre des vergangenen Jahres die Überschriften der internationalen Gazetten ziert.

 

Hamilton: "Ordentlich Gas geben"

 

"Die Vorstellung von Hamilton beim Saisonauftakt war einwandfrei, aber er muss sich warm anziehen, weil auch Teamkollege Kovalainen in Australien einen super Job gemacht hat. Wenn man die Spritmengen bedenkt, war er teilweise flotter unterwegs als Hamilton und er wird mit Sicherheit eine harte Nuss für den Briten", gab F1-Experte Hans-Joachim Stuck aber de zu bedenken. Zudem scharrt Ferrari bereits mit den Hufen, denn die Scuderia muss in Malaysia punkten, um wieder in den WM-Kampf eingreifen zu können. Auch BMW Sauber steht bereits in Lauerstellung. Nach der starken Vorstellung in "down under" zählen einige das Team schon zum erweiterten Favoritenkreis auf den Titel.

 

Während sich Haug noch in vornehmer Zurückhaltung übt, glaubt Hamilton bereits fest an seinen zweiten Sieg im zweiten Rennen der Saison. "In Malaysia zu gewinnen, wäre ein doppelter Traum", zeigte sich der "Rookie des Jahres 2007" optimistisch. "Falls wir nicht gewinnen können, müssen wir versuchen, so viele Punkte wie möglich einzufahren. Das wird eine schwierige Aufgabe, deshalb müssen wir ordentlich Gas geben." Der Brite weiß, dass es im Rennen um die Weltmeisterschaft auf jeden einzelnen Zähler ankommt, denn die schmerzliche Erfahrung aus dem letzten Jahr, wo er seinen ersten Titel beim GP von China regelrecht in den Kies setzte und sich am Ende der Saison mit nur einem Punkt Rückstand gegenüber Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen geschlagen geben musste, will er in dieser Saison mit Sicherheit nicht noch einmal erleben.

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Freitag, 21. märz 2008

 

"Diegos Vater hat den Ruf, dass er die Karriere seines Sohnes ruiniert", fasste Ricardo Seyton, der ehemalige Pressechef des Nationalteams, einmal die öffentliche Meinung der Fans im Lande des Rekord-Weltmeisters zusammen.

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In Bremen dagegen hat man mit Freude zur Kenntnis genommen, dass der Superstar sich an der Weser wohlfühlt und zur Sicherheit gleich noch einmal bekräftigt, dass man den 23-Jährigen unter keinen Umständen ziehen lassen wird. "Wir wollen ihn so lange wie möglich halten. Ein kurzfristiges Geschäft kommt nicht in Frage. Das geht eigentlich nur über meine Leiche", ließ Werders Vorstandsvorsitzender Jürgen L. Born wissen - und so weit würde wohl selbst Diegos Vater nicht gehen ...

Warum Diegos Vater die Karriere seines Filius gefährdet: Djair da Cunha hat seinem Ruf als Quertreiber mit Spekulationen um einen Wechsel seines Sohnes wieder einmal alle Ehre gemacht. Denn Diegos Zukunft bei Werder Bremen ist längst in trockenen Tüchern: Der 23-Jährige hat bis 2011 unterschrieben.