Nach einer turbulenten Woche mit einer öffentlich ausgetragenen Selbstzerfleischung müssen die krisengeschüttelten Schalker im "Endspiel" beim FC Porto auf dem Platz die richtigen
Antworten geben.

"Geredet haben wir jetzt genug, nun müssen wir Taten sprechen lassen", sprach Heiko Westermann das aus, was alle "Königsblauen" denken: "Wir müssen alle zusammenstehen". Fabian Ernst versicherte:
"Wir haben zuletzt nicht mehr gut Fußball gespielt. Jeder weiß, worum es geht", verwies aber auf den Heimvorteil ges Gegners: "Mit den Fans im Rücken wird Porto völlig anders auftreten."
Der knappe 1:0-Vorsprung aus dem Hinspiel sei kein Ruhekissen, "um das Viertelfinale zu erreichen, brauchen wir eine Top-Leistung", unterstrich Andreas Müller. Der Manager schickte dann das
Prinzip Hoffnung hinterher: "So ein Spiel kann auch den Schub bringen, der zuletzt gefehlt hat."
Slomka: "Wieder Spaß bekommen"
Der besonders unter Druck stehende Trainer Mirko Slomka sieht den Schlüssel zum Weiterkommen in der Umsetzung der Trainingsarbeit auf dem Spielfeld: "Ich hoffe, die Mannschaft hat in den letzten
Tagen verstanden, dass es sich lohnt, hart zu arbeiten, damit sie wieder Spaß an der Arbeit bekommt."
Wenig Spaß hat derzeit Ersatzstürmer Sören Larsen ("Slomka: Er hat mich nicht überzeugt"), der die Reise nach Portugal aufgrund mangelnder Trainingsleistungen erst gar nicht mitmachen durfte.
Christian Pander befindet sich im Aufbautraining und fehlt ebenso wie Albert Streit, der mit Magen-Darmproblemen ausfällt.
Jones wieder in der Startelf
Dafür kehrt Mittelfeld-Staubsauger Jermaine Jones nach seiner Gelb-Rot-Sperre wieder zurück und soll gemeinsam mit Ernst in der Defensivzentrale für Stabilität sorgen. "Seine Präsenz und seine
Laufstärke sind schon sehr wichtig für uns", sagte Müller über seinen gegen Bayern schmerzlich vermissten Leistungsträger. Der Trainer glaubt, dass die Partie in Porto "ein Verteidigungsspiel"
werde, in der sein Team "massiv dagegenhalten" müsse, "das ist eine unserer Stärken".
"Hinten dicht machen alleine wird aber nicht funktionieren", sagte Slomka, dessen Hintermannschaft in Bestbesetzung in der Königsklasse noch ohne Gegentor ist: "Wir müssen Konter fahren und
Nadelstiche setzen." Taktisch wird das gegen Bayern gescheiterte 4-3-3-System wohl durch ein defensiv ausgerichtetes 4-4-2 ersetzt, mit zwei "Staubsaugern" (Jones, Ernst) und dem von Kevin
Kuranyi und Gerald Asamoah gebildeten Sturm.
Tönnies: "Slomka auch Samstag noch Trainer"
Unabhängig vom Ausgang stellte der Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies klar, dass Slomka in jedem Fall auch in Bielefeld noch Schalker Cheftrainer sein wird. "Egal was am Mittwoch passiert,
Mirko Slomka sitzt am Samstag in Bielefeld auf der Trainerbank. Darauf können Sie sich verlassen."
Wie wachsweich der Rückhalt der Vereinsführung aussieht, verdeutlichten allerdings die neuesten Aussagen von Boss Josef Schnusenberg: "Wir sehen von Spiel zu Spiel, wie es weitergeht". Der
Präsident fügte vor dem Abflug nach Portugal allerdings schnell an: "Ich gehe davon aus, dass wir mit Mirko bis zum Saisonende weitermachen." Fortsetzung folgt.
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