Mittwoch, 5. märz 2008

nhl_logo.jpgDie Buffalo Sabres des verletzten deutschen Eishockey-Nationalspielers Jochen Hecht kommen den Playoff-Plätzen in der NHL nicht näher. Buffalo verlor daheim 2:4 gegen die Detroit Red Wings, die zuvor nur eines von elf Spielen in der nordamerikanischen Profiliga gewonnen hatten.



Hecht fehlte gegen das punktbeste NHL-Team wegen einer Zerrung im Leistenbereich bereits das fünfte Spiel nacheinander.

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Dienstag, 4. märz 2008

Die deutsche Nummer 1 Jens Lehmann muss seine Rückkehr nach Mailand beim Achtelfinal-Rückspiel seines FC Arsenal einmal mehr auf der Ersatzbank verbringen. Im San Siro - ausgerechnet dort, wo er einst seinen größten Vereinstriumph feierte.

 

uefa_champions_league.jpgBittere Rückkehr für Jens Lehmann. Der deutsche Nationaltorwart bleibt an der Stätte seines größten Triumphes (1997 Gewinn des UEFA-Pokals mit Schalke 04 gegen Milans Lokalrivale Inter) nur die Rolle des Bank- und Daumendrückers. Im Londoner Emirates Stadion hielt der deutsche Nationalkeeper sein Tor beim 0:0 im Hinspiel zwar sauber, im Achtelfinal-Rückspiel steht am Dienstagabend wie zuletzt zweimal in der Premier League wieder sein Rivale Manuel Almunia zwischen den Pfosten.

 

In der Liga schwächeln die "Rossoneri": Das Starensemble belegt derzeit nur Platz fünf in der Serie A, bei 18 Punkten Rückstand auf Tabellenführer Inter. Doch in der Königsklasse ist der Titelverteidiger eine Klasse für sich: Elf Spiele ohne Niederlage, bei sieben Siegen. Für die angepeilten Einzug ins Viertelfinale, das gegen Arsenal zum sechsten Mal in Folge erreicht werden soll, spricht im übrigen auch die Geschichte: Noch nie hat eine englische Mannschaft gegen Milan im San Siro gewonnen.

 

Milan-Coach Carlo Ancelotti kann im Top-Spiel wieder auf die bislang verletzten Alessandro Nesta, Andrea Pirlo und Kaka zählen, dafür fällt wohl Clarence Seedorf aus. Dem Trainer schwant aber nichts Gutes: "Wir treffen auf eine starke Mannschaft, und dies in einem Moment, in dem wir nicht in Topform sind. Wir sind müde." Arsenal-Trainer Arsene Wenger hofft auf die Rückkehr von Robbie van Persie, der zunächst auf der Bank sitzen dürfte, und Kolo Touré.

 

FC Barcelona - Celtic Glasgow (Hinspiel 3:2)

 

Ronaldinho meldete sich zwar am Wochenende mit einem Traumtor zurück, trotzdem konnte sich der im Dauertief befindliche Superstar die 2:4-Niederlage bei Atletico Madrid nicht verhindern. Trainer Frank Rijkaard verbuchte die Pleite unter der Rubrik "Ausrutscher": "Diese Niederlage wird keinen Einfluss auf das nächste Spiel haben", glaubt der Niederländer, der bei Barca längst nicht mehr unumstritten ist. Vor dem Heimspiel gegen die ehrgeizigen Schotten (Trainer Gordon Strachan: "Kommen mit gutem Gefühl") tönte der technische Direktor Txiki Begiristain schon wieder: "Wir gehen davon aus, dass wir mindestens einen Titel gewinnen.

 

Manchester United - Olympique Lyon (Hinspiel 1:1)

 

Die Generalprobe für die Königsklasse lief für die "Red Devils" problemlos .Nach dem 3:0 in Fulham hat Trainer Sir Alex Ferguson vor der Partie gegen Olympique Lyon (Hinspiel 1:1) ein Luxus-Problem: zu viele erstklassige Spieler. "Das ist ein sehr schweres Spiel. Aber alle Spieler haben das realisiert", weiß Ferguson. Die in der Liga beim letzten Spiel lange Zeit geschonten Wayne Rooney und Cristiano Ronaldo kehren sicher in die Startelf von ManU zurück. Auch Ryan Giggs und Nemanja Vidic dürften wieder dabei sein.

 

FC Sevilla - Fenerbahce Istanbul (Hinspiel 2:3)



Für UEFA-Cup-Gewinner FC Sevilla wird das Spiel gegen Fenerbahce Istanbul "eines der wichtigsten Ereignisse in unserer Vereinsgeschichte", wie Club-Präsident José Maria del Nido die Partie gezeichnet. Die Spanier müssen ein 2:3 wettmachen, auch die Generalprobe (1:2 bei Deportivo La Coruna) ging daneben. "Fener" dagegen hat Großes vor: "Unser Ziel ist es, in den Kreis der besten europäischen Klubs aufrücken - AC Mailand, Real Madrid, Barcelona, Manchester United, Chelsea. Es ist natürlich nicht einfach, auf diese Ebene zu kommen, aber wir haben die Fähigkeiten dazu", sagte Teammanager Volkan Balli Beim letzten Ligaspiel reichte es für den Dritten der türkischen Beletage bei Ankaragücü nur zu einem mageren 0:0.

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Dienstag, 4. märz 2008

Nach über drei Jahren hat Roger Federer erstmals wieder eine Auftakt-Niederlage einstecken müssen. Der Schweizer unterlag in Dubai gegen den Schotten Andy Murray in drei Sätzen mit 7:6, 3:6, 4:6. Zuletzt war der Weltranglisten-Erste im August 2004in Cincinnati so frühzeitig gescheitert.

 

 

Für Murray war es bereits der zweite Sieg gegen Federer, der Titelverteidiger beim Wüstenturnier war. In dem knapp zweistündigen Duell hatte sich der haushohe Favorit nicht einen einzigen Breakball erkämpfen können.

 

"Jedes Mal, wenn ich gegen ihn gespielt habe, konnte ich mich steigern", sagte Murray, der in dieser Saison bereits zwei Turniersiege feiern konnte, und fügte an: "Man sieht bei ihm ganz selten, dass er sich nicht ein Break erkämpfen kann. Ich weiß auch nicht, warum er heute nicht wie gewohnt gespielt hat."

 

Federer bleibt Nummer eins

 

Der zwölffache Grand-Slam-Sieger, der 2008 im Halbfinale der Australian Open gescheitert war, hatte mit Murray den schwerstmöglichen Gegner zugelost bekommen. Im ersten Satz leistete Federer zwar noch in gewohnter Manier Widerstand und machte einen 2:5-Rückstand im Tiebreak wett. Doch er fand gegen den in der Weltrangliste bestplatzierten aller ungesetzen Spieler einfach kein Mittel.

 

"Normalerweise gelingt es mir, solche Partien noch zu gewinnen. Doch heute nicht", analysierte der Eidgenosse, der bei seinen letzten sechs Auftritten in Dubai nur zwei Matches verloren hatte. "Es war keine schlechte Partie. Das war aber auch das einzig Positive", so Federer weiter. "Meine Vorhand war aber katastrophal und ohne Vorhand konnte ich ihn nicht schlagen."

 

Eine gute Nachricht gibt es trotzdem: Federer wird auch nach der bitteren Niederlage in Dubai die Nummer eins der Welt bleiben. Die Punkte für den letztjährigen Turniersieg an gleicher Stelle wurden ihm bereits abgezogen. Damit kann Verfolger Rafael Nadal im besten Fall auf 125 Punkte herankommen.

 

Zuvor waren in Dubai bereits die beiden Deutschen Rainer Schüttler und Tommy Haas ausgeschieden, während Nikolai Dawidenko die erste Runde problemlos überstand

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Dienstag, 4. märz 2008

Die Glücksfee hat es mit den Außenseitern nicht gut gemeint: Ex-Nationalspielerin Steffi Jones bescherte bei der Auslosung des Halbfinales den Favoriten lösbare Heimspiele. Bayern München empfängt den VfL Wolfsburg und Borussia Dortmund trifft zu Hause auf "Favoritenschreck" Carl Zeiss Jena.




undefined"Das ist natürlich ein besonderes Los, auch wenn mir ein Heimspiel gegen die Bayern lieber gewesen wäre", sagte Magath, der selbst mit den Münchnern zweimal den Pokal gewonnen hat und im Januar 2007 bei den Bayern entlassen worden war: "Aber ich freue mich auf eine Rückkehr. Wir haben bewiesen, was im Pokal machbar ist." "Das macht das Spiel noch spezieller", meinte Bayern-Profi Mark van Bommel zu der Partie gegen Magaths neuen Club. Der Niederländer war aber in erster Linie froh, dass "wir ein Heimspiel haben".

 






Bayern-Co: "Das ist eine harte Nuss"

 

Münchens Assistenztrainer Michael Henke sagte: "Das ist ein harte Nuss, die geknackt werden muss." Er sprach mit viel Respekt über den Gegner: "Von den drei verbliebenen Mannschaften ist Wolfsburg sicherlich als die stärkste Mannschaft einzuschätzen." Im Viertelfinale schalteten die Niedersachsen den Hamburger SV durch ein 2:1 nach Verlängerung aus.

 

Die scheinbar einfachste Aufgabe hat Borussia Dortmund. "Ich habe mir vor allem ein Heimspiel gewünscht. Mit unseren Fans im Rücken wollen wir das große Ziel erreichen und ins Endspiel kommen", sagte BVB-Trainer Thomas Doll. "Aber jeder weiß auch, dass der FC Carl Zeiss Jena schon drei Bundesligisten aus dem Pokal geworfen hat."

 

"Natürlich sind wir in Dortmund krasser Außenseiter", sagte Jenas Präsident Rainer Zipfel. Der Clubchef sieht trotzdem eine Chance, das Finale am 19. April im Berliner Olympiastadion zu erreichen: "Wunder gibt es im Fußball immer wieder. Das wissen wir nicht erst sei Stuttgart." Jena hatte im Viertelfinale den deutschen Meister VfB Stuttgart mit 5:4 im Elfmeterschießen geschlagen.

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Montag, 3. märz 2008

Willy Sagnol sieht den FC Bayern auf dem Weg zurück zur europäischen Spitze im Hintertreffen. "Wir wollen einfach noch zu oft Fußball spielen", sagte der Franzose im "kicker". "Ribéry, Toni, Sosa - keiner von ihnen hat bisher in der Champions League gespielt. Erfahrung ist da aber sehr wichtig."

 

 

undefinedEtwa auf den amtierenden Champions-League- Sieger AC Mailand habe der FC Bayern deutlichen Rückstand, sagte der Abwehrspieler. "Von Milan sind wir noch weit weg."

 

 

Für den erhofften Sturm auf Europas Spitze hält Sagnol weitere Transfers beim FC Bayern für notwendig: "Vielleicht brauchen wir noch ein, zwei gestandene Spieler, dann können wir mit den ganz Großen mithalten." Vor allem bei der notwendigen Mischung aus Technik, Taktik und Kampf müsse der deutsche Rekordmeister nachlegen. "Uns fehlt ein Kämpfer. Wenn wir nur schön spielen, haben wir keinen Erfolg."

 

 

Seinem Landsmann Franck Ribéry bescheinigte der Abwehrspieler eine große Zukunft: "Franck ist 24, es ist seine erste Saison bei einem großen Verein. Klar muss er lernen zu dosieren, das Tempo mal rauszunehmen."

Sagnol will Karriere bei Bayern beenden

Seine persönliche Zukunft sieht Sagnol weiter bei den Münchnern, zu denen er im Sommer 2000 vom AS Monaco gewechselt war. "Ich habe noch zwei Jahre Vertrag bei Bayern und werde meine Karriere hier beenden", erklärte Sagnol. "Klar, noch drei, vier Jahre kann ich mir vorstellen zu spielen", sagte der Franzose. "Noch fühle ich mich jedenfalls zu jung, um über das Karriereende zu reden."

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Sonntag, 2. märz 2008

Als Konsequenz der Sex-Affäre beim Schweizer Erstligisten FC Thun wurden vier Spieler der 1. Mannschaft und des U-21-Teams sofort vom Spielbetrieb ausgeschlossen. Dieser Schritt erfolge im Interesse des Schweizer Fußballs und wegen des öffentlichen Drucks, so die Pressemitteilung.

 

44675.jpgAm Montag war bekanntgeworden, dass die juristische Aufarbeitung der Sex-Affäre fast abgeschlossen sei. Ein Spieler werde sich zusammen mit einem anderen Mann vor dem Kreisgericht verantworten müssen. Dem Spieler wird vorgeworfen, mit einem damals 15 Jahre alten Mädchen sexuelle Handlungen gehabt zu haben.

 

Acht Personen werden gestützt auf die polizeilichen Ermittlungen an das Strafeinzelgericht Thun überwiesen. Sechs von ihnen sollen Spieler sein, die noch dem FC Thun angehören oder zum Zeitpunkt der Straftaten angehört haben. Die Vorwürfe reichen von Zungenküssen bis Geschlechtsverkehr. Bis auf einen sind alle geständig.

 

Es waren im November 14 Personen angezeigt worden. Den 14 Angezeigten wurden sexuelle Handlungen mit einem zur Tatzeit 15-jährigen Mädchen vorgeworfen. Die Handlungen sollen größtenteils im Einverständnis mit der heute 16-Jährigen geschehen sein, die der Fanszene zugerechnet wird.

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Freitag, 29. februar 2008

Es wurde viel spekuliert, jetzt steht fest: Sebastian Kehl bleibt bei Borussia Dortmund! Der 28-Jährige, der seit nahezu exakt sieben Jahren bei den Westfalen spielt, verlängerte seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag zu deutlich verbesserten Bezügen bis 2012.

 

"Das ist ein klares Bekenntnis zum Verein", sagte der Mittelfeldspieler. Der ehemalige Freiburger identifiziert sich weiterhin mit seinem Verein und gab deshalb auch zu, "in Deutschland nur Gespräche mit Dortmund" geführt zu haben. Zuletzt war Kehl auch als Verstärkung für Bayern München im Gespräch.

 

"Sonst wäre nur ein Wechsel ins Ausland in Frage gekommen", fügte Kehl weiter, "da hatte ich drei, vier Optionen." BVB-Manager Michael Zorc begrüßte die Einigung: "Er ist ein ganz wichtiger Mann für uns." Kehl, der künftig rund drei Millionen Euro jährlich verdienen wird, unterschrieb einen Vertrag ohne Ausstiegsklausel. "Wir wollen demnächst wieder international angreifen", kündigte der Profi an, der mit dem BVB nach dem 3:1 gegen den Zweitligisten 1899 Hoffenheim im Halbfinale des DFB-Pokals steht.

 

Der Schweizer Nationalspieler Philipp Degen wird der Mannschaft von Trainer Thomas Doll drei bis vier Wochen nicht zur Verfügung stehen. Degen wurde am Donnerstag in Herne an einem Leistenbruch operiert. Für die Bundesliga-Partie an diesem Samstag bei Werder Bremen fallen auch Florian Kringe (Muskelprobleme im Oberschenkel) und Markus Brzenska (Zerrung) aus.

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Freitag, 29. februar 2008

Benjamin Becker hat beim Hallenturnier in Memphis das deutsch-deutsche Duell gegen Tommy Haas gewonnen und somit das Viertelfinale erreicht. Er besiegte den 29-jährigen Titelverteidiger mit 3:6, 6:2, 7:5. Auch Julia Görges steht nach einem 6:4, 6:3 gegen Bethanie Mattek im Viertelfinale.

 

 

Nach 1:54 Stunden brachte Becker Haas damit die erste Niederlage in Memphis seit mehr als drei Jahren bei. Zuletzt hatte der Hamburger am 20. Februar 2005 im Racquet Club im Halbfinale gegen den Weißrussen Max Mirnyi mit 5:7, 3:6 verloren und das Turnier 2006 und 2007 jeweils gewonnen.

 

Trotz der Niederlage zog Haas ein positives Fazit. "Ich fühle, dass ich besser werde und meine Schulter stärker wird", so der 29-Jährige. Für ihn war es die dritte Niederlage im fünften Spiel nach seiner Schulter-Operation am 16. November. "Ich denke, dass ich mich in dieser Woche weiterentwickelt habe. Letztlich haben ein paar Punkte den Ausschlag gegeben. Ich hatte gerade im zweiten Satz zu viele unnötige Fehler und habe dadurch mein Selbstvertrauen verloren. Benjamin hingegen hat gut serviert und mir anschließend kaum eine Chance gegeben, mein Spiel durchzuziehen", meinte Haas, der erstmals gegen Becker bei einem ATP-Turnier antrat und insgesamt acht Doppelfehler produzierte.

 

Der fünfte Matchball sitzt

 

Becker dagegen steht nach seinem Viertelfinale in Adelaide Anfang Januar zum zweiten Mal in diesem Jahr in der Runde des letzten Acht. "Im zweiten Satz habe ich aggressiver gespielt. Ich denke, es war ein schöner Kampf da draußen", sagte Becker. Im dritten Satz vergab er beim Stand von 5:4 bereits einen Matchball.

 

Haas wiederum hatte anschließend bei Aufschlag Becker zwei Möglichkeiten, dem 26-Jährigen das Service abzunehmen. Der Weltranglisten-112. nutzte schließlich seinen fünften Matchball zum Sieg und trifft nun am Freitag auf den Belgier Steve Darcis, der den an Nummer sieben gesetzten Österreicher Jürgen Melzer mit 6:3, 7:6 (7:4) bezwang.

 

Görges weiter, Schruff raus

 

In der Damenkonkurrenz von Memphis erreichte Julia Görges ebenfalls das Viertelfinale. Die mit einer Wildcard ins Turnier gestartete 19-Jährige aus Bad Oldesloe besiegte in ihrem Zweitrundenmatch die Amerikanerin Bethanie Mattek nach 63 Minuten mit 6:4, 6:3. Im Kampf um den Einzug ins Halbfinale traf die Fed-Cup- Spielerin auf die an Nummer fünf gesetzte Weißrussin Olga Goworzowa.

 

Julia Schruff ist dagegen in Acapulco ausgeschieden. Die Stuttgarterin verlor im Achtelfinale 2:6, 3:6 gegen die topgesetzte Italienerin Flavia Pennetta. Schon in der ersten Runde der mit 185.000 US-Dollar dotierten Veranstaltung waren Martina Müller und Tatjana Malek ausgeschieden.

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Donnerstag, 28. februar 2008

Was wären die Bayern nur ohne Franck Ribery? Der Franzose allein wendete mit einem Elfmeter-Tor in letzter Sekunde eine Blamage ab. Und nur deshalb jubelte nach 120 Minuten der Rekordmeister, der trotz einer mageren Vorstellung den Zweitligisten 1860 München im 204. Stadt-Derby mit 1:0 besiegte.

 

 

undefinedSie huldigten ihren Helden: "Mehr Unterhaltungswert kann ein Spiel nicht bieten. Es spricht für die Coolness von Ribery, dass er den Ball reingebracht hat", lobte Bayern-Manager Uli Hoeneß den Siegtorschützen, der sogar zweimal anlaufen musste, weil beim ersten Versuch Mark van Bommel viel zu früh in den Strafraum gelaufen war. Den zweiten Strafstoß "hebelte" er kess in die Mitte des Gehäuses. Das erfordert Klasse. Dabei hatte Ribery zunächst auf der Bank geschmort. Er war nach seinem Muskelfaserriss im Oberschenkel noch nicht voll belastbar.

 

Das "goldene" Tor - es war gleichbedeutend mit einem Happy End nach einem schauerlichen Auftritt der Bayern. Gegen die fahrlässig auftretenden "Roten" hatte der Tabellensiebte der 2. Liga phasenweise sogar die größeren Spielanteile. "Dieses Spiel hat exakt unser Manko gezeigt: Wir bestimmen das Spiel, aber es kommt nichts dabei heraus. Es ist momentan sehr zäh und schwierig", monierte Keeper Oliver Kahn nach dem letzten Derby seiner Karriere.

 

"Die Sechziger haben sich sehr gut verkauft und uns das Leben schwer gemacht. Sie haben die Räume eng gemacht und waren gut organisiert. Ich bin sehr glücklich, dass wir es am Ende doch noch geschafft haben. Wir hatten zu viel Wert auf die Defensive gelegt", analysierte Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld treffend. Ebenso auf den Punkt gebracht erschien das Resümee von Pendant Marco Kurz: "Ich glaube, wir haben uns heute viel Respekt erarbeitet. Von den Chancen her waren die Bayern natürlich klar vorne. Wir müssen lernen, effizienter zu spielen." 1860-Manager Stefan Reuter fügte an: "Die Mannschaft hat sensationell dagegengehalten."

 

Gagelmann einfach "lächerlich"

 

Auf Schiedsrichter Peter Gagelmann (Bremen) waren jedoch beide Seiten nicht gut zu sprechen. Zunächst flog Luca Toni in der 84. Minute wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot vom Feld (auf Seiten der Löwen sahen Benjamin Schwarz und Markus Thorandt ebenfalls die Ampelkarte). In der 90. Minute versagte der Unparteiische den Bayern nach einem Foul von Benjamin Schwarz an Lucio im Strafraum einen klaren Elfmeter. Hoeneß echauffierte sich daraufhin über den Referee und bewertete dessen Entscheidungen als "lächerlich".

 

"Ich bin seit Monaten einer, der nichts mehr über Schiedsrichter sagt. Wenn man aber alle Szenen zusammenzählt, der Platzverweis von Toni und die Elfmeter-Situation um Lucio - das sind das Dinge, die ich nicht verstehe. Für eine Gelbe Karte muss man ja immer einen Grund haben. Wir sind ja nicht bei den Mönchsbrüdern. Ich bin heute entsetzt, was ich da so erlebt habe", wetterte Hoeneß.

 

Nicht auszudenken, wie er in die Luft gegangen wäre, wenn seine Mannschaft die Partie auch noch verloren hätte. Doch was auch er registriert haben dürfte war, dass die entscheidende Szene in der 120. Minute eine klare Konzessionsentscheidung war. Denn der Strafstoß war unberechtigt. Das Foul von Chunly Pagenburg an Miroslav Klose lag außerhalb des Strafraums. Doch Hoeneß war das egal. "Wenn wir verloren hätten, hätten wir uns wieder wochenlang etwas anhören müssen", sagte er - und grinste als wäre der FC Bayern gerade zum 14. Mal Pokalsieger geworden.

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Donnerstag, 28. februar 2008

Nach der größten anzunehmenden Blamage gegen Jena konnte Stuttgarts Trainer Armin Veh nur mühsam die Beherrschung wahren und kündigte Konsequenzen an: "Das ist ein Unding. Ich habe dafür keine Erklärung". Die Schwaben sind drauf und dran, eine einst so verheißungsvolle Zukunft zu verspielen.

 

800px-VfB_Stuttgart_Logo.jpg.pngMario Gomez schlug entsetzt die Hände vors Gesicht, Thomas Hitzlsperger stemmte fassungslos die Arme in die Hüften und der Blick von Roberto Hilbert verriet einfach nur die ganz große Leere. Als Jenas Torsten Ziegner den entscheidenden Elfer zum 5:4-Sieg im "Shootout" des Vorletzten der 2. Liga über den amtierenden deutschen Meister verwandelte, hatte das blanke Entsetzen im Gottlieb-Daimler-Stadion Einzug gehalten.

 

Der Vorjahresfinalist VfB war soeben blamabel aus dem DFB-Pokal ausgeschieden und der vermeintlich letzte Strohhalm auf eine Teilnahme im so dringend angepeilten internationalen Geschäft eingeknickt.

 

Veh: "So grausam kann Fußball sein"

 

"Ich ärgere mich maßlos. Ich wollte unbedingt wieder zum Finale nach Berlin, aber dieser Wille war bei einigen Spielern nicht erkennbar", sagte der sonst so bedachte Veh. Die Zeit, in der sich Veh bedingungslos vor sein Team gestellt hat, ist vorbei: "Mir hat der Biss gefehlt. So lethargisch wie wir in der ersten Halbzeit kann man einfach nicht auftreten." Aber trotz einer indiskutablen ersten Hälfte lief eigentlich alles auf ein Happy End hinaus, als der VfB in der Verlängerung 2:1 in Führung gegangen war und gegen die völlig entkräfteten Thüringer das Ergebnis über die Zeit retten wollte.

 

Doch Keeper Sven Ulreichs missglückte Faustabwehr (Veh: "Ein Torwartfehler") landete vor den Füßen von Müller, der in den Schlusssekunden das Elfmeterschießen erzwang. Der entscheidende Fehlschuss von Antonio da Silva, der bei seinem Elfer symbolträchtig ausgerutscht war und den Ball in den verregneten Stuttgarter Abendhimmel gedroschen hatte, besiegelte den Fall in die Depression.

 

Niederlagen sind die Schwaben zwar in der laufenden Saison gewohnt (die nunmehr 16. in allen Wettbewerben), doch dieser K.o. ist die Mutter aller Pleiten und lässt sich kaum wie verschwitzte Trikots abstreifen. Zum wiederholten Male haben die Schwaben einen zarten Aufwärtstrend (zwei Ligasiege in Folge) selbst zunichte gemacht und einen Befreiungsschlag verpasst.

 

Verpasster Europapokal hätte Folgen

 

Zwar liegen die Stuttgarter bei vier Punkten Rückstand auf UEFA-Cup-Platz fünf rein zahlenmäßig noch in Schlagdistanz zum internationalen Geschäft, doch angesichts der extrem schwankenden Leistungen, glauben nur die kühnsten Optimisten noch an einen erfolgreichen Saisonabschluss. Sollte die Teilnahme am Europapokal verpasst werden, rücken auch namhafte Verstärkungen in weite Ferne.

 

Lediglich auf Gomez ist weiterhin Verlass. Aber selbst dessen Traumquote von 20 Toren in 23 Pflichtspielen reicht nicht aus, um den VfB aus dem Mittelmaß zu schießen. So viele Treffer kann der Nationalstürmer gar nicht erzielen, wie die mitunter vogelwilde Defensive der Schwaben zulässt. Neben dem Selbstbedienungsladen der Abwehr, fehlt es aber auch an zündenden Ideen aus dem Mittelfeld. Schwache Standards (16 erfolglose Ecken gegen Jena) und einer - von Gomez abgesehen - schwachen Chancenverwertung vervollständigen das Puzzle der Misere. "Das ist ein Unding. Ich habe dafür keine Erklärung", stöhnte Veh, der nur mühsam die Beherrschung wahrte. "Zu Hause muss man Jena einfach schlagen. Das müssen wir erst 'mal verkraften."

 

Nächste Blamage droht in Cottbus

 

Das Fazit von Cacau ("Am Ende hatten wir einfach Pech") ist zu billig. Veh kündigte Konsequenzen an: "Diese Niederlage passt zu unserer ganzen Saison. Ich habe meine Spieler gewarnt. Aber das kriegt man wohl aus den Köpfen nicht heraus. Das ist der Wahnsinn."

 

Die Zukunft des Vereins steht auf dem Spiel: Der Kader zählt nach diversen Vertragsverlängerungen und den Transfers im Sommer zu den teuersten im Lande, wird den hohen Ansprüchen aber nur selten gerecht. Die Spieler suchen ihr heil in Durchhalteparolen. "Jetzt brauchen wir ein gutes Ergebnis in Cottbus und wir müssen uns dort das Selbstvertrauen wiederholen", sagte Matthieu Delpierre. Auf die Reaktion darf man gespannt sein. Denn nach der Super-Pleite gegen den Vorletzten der 2. Liga droht schon die nächste Blamage: Energie ist Letzter der Bundesliga.

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Mittwoch, 27. februar 2008

Der TSV München würden einen Pokal-Sieg wie den Aufstieg feiern, beim Rekordmeister hinge nach einer Pleite der Haussegen richtig schief - doch im Duell der Stadtclubs kann es nur einen Sieger geben.

Bayern-1860.jpg«Ich habe gehofft, dass wir gegen Sechzig kommen, um noch mal ein 'geiles' Spiel zu erleben», sagte Torwart Oliver Kahn und hat für das DFB-Pokal- Viertelfinale sogar schon sein Wunschergebnis parat: «Am besten Elfmeterschießen und dann 10:9 gewinnen.» Auf solch einen Nervenkitzel möchte Uli Hoeneß bei der 204. Auflage des Münchner Derbys verzichten. Und eine Niederlage würde er seiner Mannschaft nur schwer verzeihen. «Da gibt es keine Entschuldigung, wenn man gegen einen Zweitligisten im Pokal ausscheidet!»

Normalerweise hat der TSV, dessen Mini-Etat von gut sechs Millionen Euro nicht einmal zehn Prozent der 80 Millionen Euro ausmacht, mit denen sich die Bayern mit Ribéry, Toni & Co. verstärkt haben, keine Chance. Auch deshalb schmerzt jede Derby-Enttäuschung, wie die letzte beim 1:1 im Januar, besonders. Taktisch richtete er sich schon mal auf ein «Abwehrbollwerk» ein, wenngleich er gegenüber Marco Kurz am Dienstag betonte: «Du darfst nicht nur verteidigen.»

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Dienstag, 26. februar 2008

Thomas Haas hat beim ATP-Hallenturnier in Memphis problemlos die zweite Runde erreicht. Der 29-jährige Titelverteidiger besiegte in seinem Auftaktmatch den Argentinier Diego Hartfield in 74 Minuten mit 6:3, 6:2 und revanchierte sich somit für seine Erstrundenniederlage vor zwei Wochen.

 

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Damals unterlag der 29-jährige Hamburger dem Rechtshänder aus Buenos Aires in der ersten Runde des ATP-Turnieres von Delray Beach/Florida mit 2:6, 6:3, 2:6.

 

In der zweiten Runde des mit 769.000 Dollar dotierten Hartplatz-Turnieres könnte es zum Duell zwischen Haas und Benjamin Becker kommen. Der Mettlacher spielt in seinem Auftaktmatch gegen den Belgier Kristof Vliegen.

 

Die zweite Runde hat auch Julia Görges erreicht. Die 19-Jährige aus Bad Oldesloe besiegte die Amerikanerin Lilia Osterloh nach 1:40 Stunden mit 7:6 (7:3), 7:6 (7:3). Ausgeschieden ist hingegen Sabine Lisicki. Die 18-jährige Qualifikantin unterlag drei Wochen nach ihrem überraschenden Zweisatz-Sieg im Viertelfinale des Fed Cups gegen Lindsay Davenport der Amerikanerin diesmal nach 71 Minuten mit 5:7, 3:6.

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Dienstag, 26. februar 2008

A-Wörter, Bodychecks und "Stinkefaust": Verrohung in der Bundesliga! Hier die neuesten Entwicklungen um die "Aufreger" des Wochenendes.

 

Sie war absolut unnötig. Für die Gelb-Rote Karte in der Nachspielzeit des Top-Spiels gegen den Hamburger SV (1:1) benötigte Mark van Bommel nur sechs Sekunden. Erst verzögerte er das Spiel, dann wurde er auf Grund abwertenden Beifalls und einer abfälligen Geste zum "Fliegenden Holländer". "Es war mein eigener Fehler. Das kann man als doof bezeichnen", gestand der 29-Jährige ehe er am Sonntagabend geknickt in den Mannschaftsbus stieg.

 

"Das war eine Undiszipliniertheit, die ich nicht dulden werde", kritisierte Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld den Aussetzer des Führungsspielers, der sich erst kürzlich gegen das Image als "Aggressiv-Leader" gewehrt hatte. Nun schlüpfte der Mittelfeldmann wieder in die verschmähte Rolle - und darf für seinen Auftritt auch noch einige Tausend Euro in die Mannschaftskasse zahlen. Doch damit nicht genug: Der DFB-Kontrollausschuss wertet aktuell den Schiedsrichterbericht aus, um anschließend über weitere Schritte zu beraten. Eine längere Sperre scheint nicht undenkbar.

 

"Wenn man eine Gelbe Karte kassiert, dann muss man das respektieren. Da darf man nicht zynisch applaudieren, da muss man sich im Griff haben. Von einem erfahrenen Spieler muss man verlangen, dass er die Nerven bewahrt", sagte Hitzfeld, der van Bommel einst als Aggressiv-Leader bezeichnet hatte und ihn damit möglicherweise auch zu mehr Aggressivität verleitet hat als gewünscht.

 

VfB will Gomez nicht bestrafen

 

Sauer auf Mario Gomez ist beim VfB Stuttgart dagegen niemand. Nach seiner verbalen Entgleisung ("Dieses Arschloch") gegenüber seinem Gegenspieler Maik Franz hat der Nationalstürmer keine vereinsinterne Strafe zu fürchten. "Es wird von unserer Seite keinerlei Konsequenzen geben - auch nicht ansatzweise", erklärte VfB-Manager Horst Heldt. Der DFB ermittelt jedoch noch. Auch Trainer Armin Veh nahm seinen Angreifer in Schutz. "Seine Worte sind im Eifer des Gefechts gefallen. Mario ist nicht der Böse. Er hat eine gute Erziehung", sagte Veh: "Wir wollen doch auch keine stromlinienförmigen Profis."

 

"Diego wird wie Freiwild behandelt"

 

Feuer war auch in der Partie zwischen Werder Bremen und Eintracht Frankfurt. Und der Ärger über die 0:1-Pleite und den Platzverweis für Diego nach einem "Bodycheck" gegen Sotirios Kyrgiakos ist noch lange nicht verraucht. "Diego wird wie Freiwild behandelt", schimpfte Nationalspieler Tim Borowski in der "Kreiszeitung Syke". "Er wird permanent festgehalten und getreten. Jetzt wurde er auch noch übelst beschimpft. Irgendwann rastet man da aus."

 

Nach einem Foul von Kyrgiakos an Diego in der 40. Minute hatte sich der Bremer gerade wieder aufgerappelt, als er vom Griechen angepöbelt wurde. "Er sagte zu mir: 'Stand up, fuck you', obwohl ich gar nicht reklamiert hatte", erklärte Diego: "Dann habe ich die Nerven verloren."

 

Anders war der Vorfall auch nicht zu erklären. Der Brasilianer gilt gemeinhin als besonnen. "Normalerweise komme ich auch gut mit solchen Dingen klar. Normalerweise sind die Gegenspieler hart aber fair. Diesmal war das nicht der Fall", erklärte der 22-Jährige: "Ich hatte meine Nerven nicht im Griff. Da bin ich durchgedreht, ich bin schließlich auch kein Heiliger." Genau deshalb wird er wahrscheinlich auch um eine mindestens dreiwöchige Sperre nicht herumkommen.


Wie seht Ihr das? Ist die Liga dabei zu verrohen?War das schon immer so?Meine Meinung ist.Mal locker sehen, Sport ist Wettkampf da kommen auch mal unfreundliche Dinge nach oben.

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Montag, 25. februar 2008

In den USA wäre seine Äußerung einfach "weggepiept" worden. Doch Mario Gomez' Abrechnung nach dem Derby VfB Stuttgart gegen Karlsruher SC ging über den Äther. Das berühmte "A"-Wort in Richtung Gegenspieler Maik Franz erregte die Gemüter - und könnte für den VfB-Stürmer Konsequenzen haben.

 

 

Für all diejenigen, die den Rundumschlag des Nationalspielers nach dem 3:1 (2:0)-Sieg der Stuttgarter verpasst haben - noch einmal "Gomez uncut": "Normalerweise respektiere ich im Fußball jeden Gegenspieler. Aber dieses Arschloch... Er ist einfach ein unfairer Sportsmann. Er spielt unfair, das ist ligaweit bekannt, und er wird auch noch von den Schiedsrichtern geschützt." Das hat gesessen. Und noch bevor sich Zuschauer, Vereinsverantwortliche oder Fans verwundert die Augen reiben konnten, legte der Torschütze zum 1:0 nach: "Ich stehe dazu", betonte Gomez nach der offenbar nicht ausreichend kühlen Dusche nach der Partie. "Das ist die Wahrheit, nichts als die Wahrheit. Weiter darüber zu sprechen, wäre reine Zeitverschwendung."

 

Jedem, der das Interview mit dem Top-Angreifer des VfB verfolgte, dürfte noch im Moment der Live-Austrahlung klar geworden sein: Diese Aussagen wird der Gomez bereuen.

 

Kontrollausschuss ermittelt

 

Gomez tat es. Schon am Tag nach der Schimpftirade gegen den Karlsruher gab sich der Nationalspieler in Diensten des Meisters auf seiner Homepage kleinlaut. Der Tenor: War ja alles gar nicht so gemeint. Im O-Ton heißt das: "Die Art und Weise, wie ich meinem Unmut über seine Art zu spielen, Luft gemacht habe, war so nicht okay. So etwas sollte mir trotz aller Emotionen einfach nicht passieren." Freilich: Das dürften nicht die Worte des einsichtigen oder bekehrten Fußballers, sondern die geschliffenen Zeilen eines Beraters sein. Ob es geholfen hat? Wohl kaum, denn der Kontrollausschuss des DFB ermittelt bereits gegen den 22-Jährigen.

 

Der Angesprochene ließ das natürlich nicht lange auf sich sitzen, schlug aber deutlich moderatere Töne an. "Mario ist ein guter Fußballer, aber alles andere ist vielleicht noch verbesserungswürdig. Ich will mich nicht auf das Niveau herablassen", kommentierte Franz die Äußerungen. Offenbar sah der KSC-Spieler schon den bedrohlichen Schatten des DFB-Kontrollausschusses über dem Gottlieb-Daimler-Stadion schweben, denn: Franz ist wahrlich kein Kind von Traurigkeit, weder auf noch neben dem Platz. Aber in dieser Situation hatte sich der Defensiv-Mann der Karlsuher im Griff.

 

Franz Sieger im verbalen Duell

 

Kein Zweifel, Gomez musste kräftig einstecken. Franz nutzte den Spielraum, den ihm Schiedsrichter Markus Merk gab, gnadenlos aus. Das Duell Franz gegen Gomez war hart, verbissen geführt und teilweise jenseits der Legalität. "Das war doch völlig normal. Im Derby geht es immer heiß her", wiegelte Franz später ab.

 

Wie auch immer man die fußballerische Fehde der beiden Heißsporne bewerten mag: Gomez hat sich und dem VfB mit seiner Entgleisung keinen Gefallen getan, denn eine Sperre durch den DFB dürfte unausweichlich sein. Auf dem Platz zog Franz öfters den Kürzeren, aus dem verbalen Duell geht der klüger agierende KSC-Akteur aber als Sieger hervor.

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Montag, 25. februar 2008

Die Bayern werden nervös. Im Spitzenspiel gegen den Hamburger SV (1:1) offenbarte der Spitzenreiter aus München eklatante Schwächen, und Mark van Bommel brannte einmal mehr eine Sicherung durch. Positiv für die Liga: Das Titelrennen bleibt offen.

 

 

Ottmar Hitzfeld winkte an der Seitenlinie nur noch ab. Nicht nur einmal, sondern exakt zwölfmal. Der zum Saisonende scheidende Bayern-Coach hatte - mit Verlaub - die Schnauze gestrichen voll. Die Zielperson des Münchner Zorns, Schiedsrichter Lutz Wagner, übersah den immer wieder wild gestikulierenden Hitzfeld aber ebenso wie entscheidende Spielsituationen.

 

Fakt ist: Der Bayern-Einwurf, der das 1:1 von Ze Roberto einleitete (66.), hätte eigentlich für Hamburg gegeben werden müssen. "Wir haben uns auf den Schiedsrichter verlassen, prompt hat es geklingelt", klagte HSV-Keeper Frank Rost. Und: Ein Tor von Luca Toni zum 2:1 (82.) wurde nicht anerkannt. Vorher soll Mark van Bommel Hamburgs Nigel de Jong gefoult haben. Er touchierte ihn allerdings lediglich.Wagner hatte definitiv einen rabenschwarzen Tag erwischt.

 

Vorentscheidung verpasst

 

Doch die Schuld für das aus Bayern-Sicht magere Remis allein beim Schiedsrichter zu suchen, wäre vermessen. Verantwortlich ist der Tabellenführer ganz allein. Das kreative Defizit war in einer körperlich intensiv geführten Partie unübersehbar. Bastian Schweinsteiger konnte den noch angeschlagenen Franck Ribery einmal mehr nicht ersetzen. Der torhungrige Angriff mit Miroslav Klose und Toni wurde kaum mit Bällen gefüttert. Das bayerische Star-Ensemble verpasste es, nach der Pleite von Werder Bremen bei Eintracht Frankfurt auf sechs Punkte davon zu preschen und somit eine Vorentscheidung im Meister-Rennen zu erzielen. "Es ist sehr ärgerlich, dass wir zwei Punkte verloren haben", resümierte Hitzfeld denn auch.

 

HSV-Kollege Huub Stevens formulierte dagegen Titelambitionen: "Wir haben gezeigt, dass die Meisterschaft noch nicht entschieden ist." Auch der HSV habe "noch nicht aufgegeben", erklärte der Niederländer kämpferisch. Rost formulierte das neue HSV-Minimalziel: "Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr in der Champions League spielen." Präsentieren sich die Hanseaten weiter so taktisch displiniert, gut abgestimmt, kaltschnäuzig vor dem Tor wie Ivica Olic beim Führungstreffer (60.) und zweikampfstark, dürfte dem nichts im Wege stehen.

 

Letztlich war es die herausragende Konzentration des HSV, die die Bayern an den Rand einer Niederlage trieb. "Wir haben eine Chance vergeben, richtig wegzuziehen", sah Hoeneß, der das überrascht registrierte: "Mit diesem Druck hat die Mannschaft offenbar Schwierigkeiten, das war schon gegen Bremen so." Auch gegen Werder waren die Bayern nicht über ein 1:1 hinaus gekommen.

 

Van Bommel rastet aus

 

Symptomatisch für Hoeneß' These: Dem 1:0 der Gäste ging ein katastrophaler "Bock" von Lucio voraus, ehe sich der Frust von Münchens Mittelfeldspieler van Bommel entlud. Er sah in der hektischen Nachspielzeit wegen einer Unsportlichkeit noch die Gelb-Rote Karte (90.+2). Der Niederländer hatte zunächst Gelb wegen Spielverzögerung kassiert und danach hämisch in Richtung Wagner applaudiert.

 

Was der Referee nicht sah: Hinter seinem Rücken zeigte ihm Wiederholungstäter van Bommel die "Stinkefaust"! "Das war total unnötig", schimpfte Hitzfeld, der auch eine Geldstrafe für den Mittelfeldspieler ankündigte. Zur Erinnerung: Beim letzten Mal (im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei Real Madrid in der vergangenen Saison) kam van Bommel die unschöne Geste teuer zu stehen. Ein UEFA-Spiel Sperre war die Konsquenz. Gut möglich, dass sich der DFB jetzt ebenfalls einschaltet.

 

Am Mittwoch, beim DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Zweitligist 1860 München,sollte van Bommel seine Nerven besser im Zaum halten...

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Freitag, 22. februar 2008

Der 1. FC Nürnberg ist im UEFA-Cup an Benfica Lissabon gescheitert. Nach dem 0:1 im Hinspiel kamen die Franken daheim nicht über ein 2:2 hinaus - und dies trotz einer 2:0-Führung durch die Tore von Angelos Charisteas (58.) und Ivan Saenko (66.). Diese hielt allerdings nur bis zur 89. Minute.

 

Eine Minute vor dem Ende der regulären Spielzeit riss Oscar Cardozo das Team von Trainer Thomas von Heesen aus allen Achtelfinal-Träumen, das 2:2 durch Angel Di Maria in der zweiten Minute der Nachspielzeit bedeutete den endgültigen Genickbruch für den Bundesligisten. Nach dem Spiel sprach der Trainer des "Club" von einem "Riesenspiel" seiner Mannschaft, forderte jedoch gleichzeitig: "Sollen wir die Köpfe hängen lassen? Wir müssen das Glück jetzt erzwingen." Die Portugiesen treffen nun in der Runde der letzten 16 auf den FC Getafe.

 

1. Halbzeit

 

Die Anfangsphase gehörte den Gästen, die schon nach fünf Minuten und einem Abwehrfehler von Glauber durch Maxi Pereira in Führung hätten gehen können. Da sich die Hausherren schnell fingen und das Ruder in die Hand nahmen, dauerte es bis zur 43. Minute, ehe Benfica - wieder nach individuellen Fehlern von Andreas Wolf und Javier Pinola - zur zweiten Möglichkeit durch Kostas Katsouranis.

 

Ansonsten spielte sich das Geschehen zumeist in der Hälfte der Portugiesen ab. Nürnberg dominierte das Mittelfeld und kam immer wieder an den Strafraum. Der entscheidenden Pass oder Torschuss gelang den Bundesliga-Profis jedoch zu selten.

 

Die einzige hochkarätige Chance der "Clubberer" hatte Charisteas (40.), der ein punktgenaues Zuspiel von Saenko im Strafraum nicht verwerten konnte und den Ball aus knapp 10 Metern weit über die Querlatte schoss.

 

2. Halbzeit

 

Nach der Pause ging der Offensiv-Drang der Nürnberger weiter, nun mit mehr Durchschlagskraft. Belohnt wurde die von-Heesen-Elf in der 58. Minute: Jawhar Mnari schickte Charisteas steil und der Grieche überwand Torwart Quim mit einem Beinschuss. Damit war zumindest eine Verlängerung erreicht, doch nur acht Minuten später stieß Saenko das Tor zum Achtelfinale weiter auf. Der Russe überraschte seinen Gegenspieler Luis Felipe, stibitzte sich den Ball und schob zum 2:0 ein.

 

Zwei Minuten zuvor hatte Pinola Pech, als sein Schuss aus gut 30 Metern vom Innenpfosten des Benfica-Gehäuses zurück ins Feld flog. Abgesehen davon zogen sich die Hausherren weiter zurück und konzentrierten ihre Kräfte auf die Defensive.

 

In der 73. Minute läuteten die Alarmglocken bei FCN-Torwart Jaromir Blazek zum ersten Mal schrill auf, als der eingewechselte Cardozo allein auf den Keeper zulief, den Ball aber kläglich am Tor vorbeischoss.

 

Dieses Glück war den Franken in der 89. Minute nicht mehr hold: Nach einem Getümmel im Strafraum kam Cardozo aus 18 Metern zum Abschluss und überwand den etwas unglücklich aussehenden Blazek mit einem Aufsetzer. Als Nürnberg in der Nachspielzeit alles nach vorne warf, vollendete der ebenfalls eingewechselte Di Maria einen Gegenstoß und traf zum 2:2.

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Freitag, 22. februar 2008

Bei Bayern Münchens 5:1 gegen Aberdeen bot Nationalspieler Lukas Podolski eine Galavorstellung. Trainer und Manager lobten "Poldi" unisono. Aus Hitzfelds Rotation schlug Stürmer Kapital - bald könnte er aber schon wieder draußen sitzen.

 

 

Es hatten noch nicht alle der 66.000 Zuschauer im Stadion Platz genommen, da setzte Lukas Podolski bereits das erste Ausrufezeichen an einem denkwürdigen Europapokalabend in München.

 

Nach Kopfballablage seines Sturmpartners Luca Toni hämmerte der deutsche Nationalspieler das Spielgerät mit links an den Querbalken, der danach noch sekundenlang vibrierte. Erfolgreich sollte Podolski aber erst nach dem Seitenwechsel sein. In der 71. und 77. Minute krönte die zuletzt als "Prinz Pause" verspottete Teilzeitkraft des FC Bayern ihre erstklassige Vorstellung. Es war ein Tag, an dem alles klappte. Sogar Raritäten wie ein Podolski-Tor per Kopf nach einer Ecke von Bastian Schweinsteiger.

 

Hoeneß: "Rotation vollkommen in Ordnung"

 

"Ich bin nicht überrascht, dass er gut gespielt hat", sagte Trainer Ottmar Hitzfeld über den Mann des Abends. "Lukas war auch in den letzten Spielen gut und hat mehr Selbstvertrauen mit dem Ball. Er ist mehr ins Spiel involviert", so der künftige Nationalcoach der Schweiz. Die gleiche Position vertrat auch Bayern-Manager Uli Hoeneß: "Lukas hat sich in den letzten Wochen stark verbessert." Er scheine "in München angekommen zu sein". Und der Doppeltorschütze selbst? Podolksi gab sich bescheiden und gewohnt einsilbig: "Wenn der Trainer mich reinwirft, versuche ich mein Bestes zu geben."

 

Reingeworfen wurden nicht nur der ehemalige Kölner, sondern auch drei andere Neue. Marcell Jansen, Andreas Ottl und Toni Kroos ersetzten die beim 3:0 in Hannover noch aktiven Philipp Lahm, Zé Roberto und Schweinsteiger. Anstelle Podolskis saß Miroslav Klose auf der Bank. "Heute war es vollkommen in Ordnung, dass Ottmar so rotiert hat", befand Hoeneß. "Bei so vielen Englischen Wochen kann nicht immer die gleiche Elf spielen", argumentierte Hitzfeld. Und leitete indirekt zum Thema der nächsten Tage weiter.

 

Kann Bayern München auf einen Lukas Podolski in der Form vom Aberdeen-Spiel verzichten? Nach dem Schützenfest gegen die Briten verkniff sich der Angreifer jeden forschen Ton. "Ich versuche dranzubleiben. Den Rest entscheidet der Trainer", sagte Podolski. Dass Klose auf der Bank bleibt, scheint freilich unrealistisch. Zudem wird es im linken Mittelfeld, dem zweiten möglichen Betätigungsfeld Podolskis, durch Franck Ribérys Rückkehr noch enger.

 

 

 
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Donnerstag, 21. februar 2008

 

Das Rückspiel gegen den FC Aberdeen im UEFA Cup ist für den FC Bayern München der Startschuss für einen kleinen Zwischensprint im Rennen um das Titel-Triple.


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In weniger als einer Woche stehen für den deutschen Rekordmeister nun drei Partien in allen drei Wettbewerben an. Im Bundesliga-Schlager kommt am Sonntag der Hamburger SV in die Allianz Arena, die ebenso wie im Pokal-Derby am kommenden Mittwoch gegen den TSV 1860 München mit 69.000 Zuschauern ausverkauft ist.

 

"Ich freue mich auf viele Ernstkämpfe. Es geht Schlag auf Schlag", sagte ein kampfeslustiger Bayern-Trainer und künftige Schweizer Nationalcoach Ottmar Hitzfeld und nahm schon vor dem Erreichen des Achtelfinales das Endspiel am 14. Mai in Manchester ins Visier. "Wir sind Favorit gegen Aberdeen und wollen das Finale erreichen."

 

Klar ist jedoch: Der Gegner wird um jeden Zentimeter Boden kämpfen. Positiv für die Münchner: Kräftig "umgepflügt" wird der Rasen in der Arena erst nach dem Spiel sein. Was viele Bayern nach dem ersten Aufeinandertreffen noch als Entschuldigung heranzogen, soll dieses Mal nicht gelten. Bei besseren Bodenverhältnissen als im Hinspiel rechnet Hitzfeld vor allem mit mehr Spielkultur und nimmt seine Spieler in die Pflicht.

 

Und das, obwohl Regisseur Franck Ribery (Muskelfaserriss) fehlt und Bastian Schweinsteiger (Wadenprobleme) auszufallen droht. Beim Abschlusstraining wurde der Nationalspieler geschont, erst am Spieltag soll über seinen Einsatz entschieden werden. Außerdem würden schon ein 0:0 sowie ein 1:1 zum Weiterkommen reichen. Prognosen für frischen Offensivwind fallen anders aus. Wären da nicht die zurzeit in Top-Form agierenden Bayern-Stürmer Luca Toni und Miroslav Klose - die Angst vor der Bauchlandung wäre sicher größer.

 

Doch mit ihrem brandgefährlichen Duo aus der Abteilung "Attacke" ist ihnen kaum bange. "Wir sind die bessere Mannschaft und das werden wir zeigen", stellte Toni selbstbewusst klar. Der "alte Hase" und Kapitän Oliver Kahn warnte jedoch: "Die topmotivierten Gegner wollen nur eins: Den großen FC Bayern aus dem Wettbewerb rausschmeißen." Das sieht auch Hitzfeld so. "Aberdeen wird enorm fighten. Das ist ihre Stärke. Wir werden mit spielerischen Mitteln dagegen halten."

 

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

 

Bayern München: Kahn - Sagnol, Lucio, van Buyten, Lahm - Altintop, van Bommel, Ze Roberto, Schweinsteiger - Klose, Toni

 

FC Aberdeen: Langfield - Maybury, Diamond, Byrne, Considine - Nicholson, Severin, Walker, Aluko - Miller, Young

 

Schiedsrichter: Robert Malek (Polen)

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Donnerstag, 21. februar 2008

Noch zehn Partien bestreitet das deutsche Nationalteam bis zur Abreise zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Am 26. und 27. Juli beenden zwei Länderspiele in Köln und Halle/Westfalen die Vorbereitung, die am 9. Juni in ihre konkrete Phase tritt.

 

 

"Zwei Monate vor Olympia-Beginn starten wir mit der Vorbereitung. Auch wenn dazwischen ein paar freie Tage liegen, ist das, zumindest seit ich Bundestrainer bin, die intensivste Vorbereitung in all den Jahren", erklärte Heiner Brand.

 

DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier, der den Terminplan zusammen mit dem Bundestrainer ausarbeitete, meinte: "Die umfangreiche und anspruchsvolle Vorbereitung wird einem so gigantischen Sportereignis wie den Olympischen Spielen voll und ganz gerecht."

 

Derzeit ist Bredemeier damit beschäftigt, die bei der Europameisterschaft geführten Vorgespräche mit den Gegnern in konkrete Formen zu gießen. Lediglich von den Schweden liegt bisher die schriftliche Bestätigung für die beiden Länderspiele in Stuttgart und Mannheim am 19. und 20. Juli vor. Zudem steht fest, dass nach dem Länderspiel gegen die Schweiz am 27. Februar beim Turnier in Innsbruck (20. bis 23. März) neben Gastgeber Österreich, Tunesien und Schweden die Gegner sein werden.

 

"Wir haben hochkarätige Nationen eingeladen. In den nächsten Tagen werden wir Gewissheit über unsere Gegner in der Olympia-Vorbereitung haben", so Bredemeier.

 

Die Termine der deutschen Nationalmannschaft für 2008:

 

25. bis 28. Februar: St. Gallen, Lehrgang

 

27. Februar: St. Gallen, Länderspiel Schweiz - Deutschland

 

17. bis 20. März: Innsbruck, Lehrgang

 

20. bis 23. März: Innsbruck, Internationales Turnier mit Österreich, Schweden, Tunesien und Deutschland

 

9. bis 20. Juni: Köln, Konditions-Lehrgang

 

24. Juni bis 6. Juli: Kaiserau, Lehrgang

 

5./6. Juli: Deutschland, zwei Länderspiele

 

9. bis 20. Juli: Südtirol, Lehrgang

 

19./20. Juli: Stuttgart und Mannheim, zwei Spiele Deutschland - Schweden

 

23. bis 31. Juli: Halle in Westfalen, Lehrgang

 

26./27. Juli: Köln und Halle in Westfalen, zwei Länderspiele

 

1. bis 8. August: Zhuhai, Abreise nach China

 

8. bis 24. August: Peking, Olympische Spiele

 

Oktober: Schweden, World Cup

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Mittwoch, 20. februar 2008

Es war eine Lehrstunde. Tommy Haas bat bei der 4:6, 2:6-Pleite gegen Tennis-Rentner Pete Sampras zu Beginn des zweiten Satzes sogar um "Gnade". Das Show-Match gegen den ehemaligen Weltranglisten-Ersten zeigte: Das Comeback der deutschen Nummer eins wird beschwerlicher als ohnehin befürchtet.

 

Haas-2.jpgNach der dritten Schulter-OP sieht sich Haas unangenehmen Fragen vor dem Auftritt beim ATP-Turnier in San Jose gegenüber: Wie groß ist der Abstand zu meiner Top-Form? Kommt der Wiedereinstieg in den Turnieralltag (Erstrunden-Aus in Delray Beach) doch zu früh? Hält die Schulter auch unter Vollbelastung? Antworten darauf lieferte der Auftritt in San Jose gegen den mittlerweile 36-jährigen Sampras zwar nicht wirklich, wohl aber eine Erkenntnis: Der nach seinem Sieg bei den US Open 2002 zurückgetretene US-Amerikaner hat nichts verlernt. Der "King of Swing" zeigte Tennis der Extra-Klasse und hatte den nicht besonders frisch wirkenden Haas zu jeder Zeit im Griff.

 

Das veranlasste den 30-jährigen Deutschen sogar zu dem Ausruf: "Zeig' Gnade, Pete!" Angesichts der gezeigten Leistung könnte diese Aufforderung auch von den Sampras-Fans kommen, die nach wie vor sehnsüchtig auf ein Comeback ihres Stars hoffen. Doch der 14-fache Grand-Slam-Turnier-Gewinner lässt sich von dem glänzenden Auftritt gegen Haas nicht blenden. "Man braucht einen Grund für eine Rückkehr, und den habe ich nicht", betont Sampras. "Es gibt auch mehr als fünf Jahre nach meinem Rücktritt noch immer Tage, an denen Tennis das allerletzte wäre, wozu ich Lust hätte." Er vermisse das Rampenlicht nicht und das Geld brauche er auch nicht. "Ich spiele ein paar Schaukämpfe, um nicht ganz einzurosten", erklärt der US-Amerikaner seine sporadischen Auftritte auf dem Court.

 

Haas wollte "den Moment genießen"

 

Zuletzt zeigte Sampras auch "König" Federer, wo der Hammer hängt: Im November vergangenen Jahres besiegte er den Schweizer im dritten von drei Exhibition-Matches 7:6 (10:8) und 6:4. Am 10. März kommt es im New Yorker Madison Square Garden zum erneuten Aufeinandertreffen der Tennis-Schwergewichte.

 

Haas will die verpatzte Generalprobe vor dem Erstrunden-Match in San Jose gegen Sampras' Landsmann Robert Kendrick jedoch nicht überbewerten: "Das war kein echter Wettkampf. Ich wollte den Moment genießen, gegen einen der Größten überhaupt zu spielen", sagt der in Florida lebende Davis-Cup-Spieler. Viel wichtiger sei es gewesen, "ein Gefühl für den Ball zu bekommen und den Court kennenzulernen".

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