UEFA Cup - Zenit gewinnt den UEFA-Pokal

Veröffentlicht auf von Sportfan

Zenit St. Petersburg ist UEFA-Pokal-Sieger 2008. Vor 47.000 Zuschauern im City of Manchester Stadion feierte der russische Meister beim 2:0 (0:0) über die Glasgow Rangers seinen größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Die Tore für Zenit erzielten Igor Denisow (73.) und Konstantin Zyrianow (90.+3).

Sieger Zenit erhielt neben der begehrten 50 Kilogramm schweren Silber-Trophäe noch 2,5 Millionen Euro Prämie, der Verlierer kassierte 1,5 Millionen Euro.

"Ich bin sehr froh, dass wir gewonnen haben. Man gewinnt vielleicht nur einmal im Leben einen Preis wie heute Abend", sagte St. Petersburgs Coach Dick Advocaat. Er ergänzte: "Was wir dieses Jahr geschafft haben, ist super."

1. Halbzeit:

Das Spiel entwickelte sich so, wie es zu erwarten war: St. Petersburg bestimmte das Geschehen, Glasgow verwaltete von Beginn an den Spielstand und beschränkte sich auf Defensivaufgaben. Doch das machte das Team von Trainer Walter Smith gekonnt. Nach vorn lief dementsprechend nicht viel. Andrej Arschawin sorgte auf Zenit-Seite erstmals in der fünften Minute für Gefahr, als sein Linksschuss das Ziel am linken Pfosten um einen Meter verfehlte. Auf der anderen Seite war es Jean-Claude Darcheville, der nach einem Konter die größte Möglichkeit für den 51-fachen schottischen Meister auf dem Fuß hatte. Die einzige nominelle Spitze drang in den Strafraum ein, legte den Ball quer, fand aber keinen Abnehmer in der Mitte (7.).

Ansonsten verlief das Spiel zumeist zwischen den Strafräumen. Die beste Gelegenheit der Partie gab es nach einer Einzelaktion: Alexander Anjukow zog aus 25 Metern per Dropkick ab und prüfte Rangers-Schlussmann Neil Alexander, der den Ball erst im Nachfassen kontrollieren konnte (29.). Aufregung dann in der Nachspielzeit: Glasgow-Verteidiger Kirk Broadfoot kam im Strafraum mit der Hand an den Ball. Doch der schwedische Schiedsrichter Peter Fröjdfeldt unterstellte dem Verteidiger keine Absicht und zeigte auch nicht auf den Punkt.

2. Halbzeit:

Die Elf von Trainer Walter Smith traute sich im zweiten Abschnitt mehr zu. Dadurch wurde das Spiel insgesamt offener und interessanter, da sich mehr Räume eröffneten. Glasgow kam auch zur ersten Möglichkeit durch Darcheville. Der Franzose prüfte aus kurzer Distanz Zenit-Keeper Vyasheslaw Malafejew, der die Kugel nur mit dem Fuß abwehren konnte (55.). Einige Minuten später hatte Steven Whittaker in der besten Phase der Schotten die Führung auf dem Fuß, sein Schuss aus knapp 16 Metern wurde jedoch im letzten Moment von der Verteidigung der St. Petersburger vor dem Tor geklärt (63.).

Direkt im Gegenzug dann die Riesenmöglichkeit für Arschawin: Der Russe kam nach einem Befreiungsschlag in der gegnerischen Hälfte an den Ball, legte das Leder am herauseilenden Glasgow-Schlussmann Alexander vorbei, traf aber aus acht Metern nicht ins Tor. Sasa Papac klärte den Heber Arschawins mit dem Kopf vor der Linie (64.). Zenit wurde in der Folge immer besser und spielte seine technische Überlegenheit gekonnt aus. Das 1:0 kam folgerichtig.

Außenstürmer Fatih Tekke legte auf der rechten Seite den Ball in die Mitte auf den agilen und sehr beweglichen Arschawin, der das Leder zentral vor dem Tor perfekt in den Lauf von Denisow passte. Der Mittelfeldspieler schob aus rund zehn Metern ins rechte Eck ein (72.). Keeper Alexander war ohne Abwehrchance. Konstantin Zyrianow hatte kurz danach die Entscheidung auf dem Fuß, scheiterte aber am Außenpfosten (76.).

Glasgow tat alles, um noch den Ausgleich zu erzielen, die Mittel der Smith-Elf waren jedoch beschränkt. Daran hatten die Russen einen großen Anteil, die die 1:0-Führung nicht verwalteten, sondern weiter nach vorn spielten und in der Nachspielzeit mit dem 2:0 durch Konstantin Zyrianow belohnt wurden. Tekke passte auf der linken Seite nach schönem Zuspiel von Arschawin den Ball direkt in die Mitte, wo Zyrianow nur noch einschieben musste (90.+3).

Spieler des Spiels: Andrej Arschawin


Der 26-Jährige war der auffälligste Akteur in Reihen des frisch gebackenen UEFA-Pokal-Siegers. Arschawin bewegte sich viel, war stets anspielbereit und legte mit einem Zuckerpass den Führungstreffer auf. Auch am 2:0 war der Stürmer beteiligt.

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