Bundesliga - Das große Finale

Veröffentlicht auf von Sportfan

Der Meister steht bereits fest. Trotzdem ist der letzte Bundesliga-Spieltag alles andere als bedeutungslos. Mit acht Teams geht es für fast die halbe Liga noch um Hopp oder Topp. Egal ob Abstiegskampf oder Ringen um Europacup, hier ein Blick auf die Konkurrenten.

Kampf um die Königsklasse:

Das Fernduell von Bremen und Schalke ist das Luxus-Finale des letzten Spieltags. Platz drei ist dabei keinem der beiden Vereine mehr zu nehmen. Für den Revier-Meister und den besten Nord-Club geht es "nur" noch um den direkten Einzug in die Königsklasse. Doch der Unterschied zwischen Platz zwei und drei kann Millionen ausmachen. Zuletzt kostete die Qualifikationsrunde im Jahr 2003 Borussia Dortmund den Zugriff auf die prall gefüllten Geldtöpfe in Europas Eliteliga.

Die Nase vorn haben am Wochenende die Hanseaten, die derzeit mit einem Vorsprung von zwei Punkten den zweiten Platz belegen. Ein Remis bei Bayer Leverkusen würde der Elf von Thomas Schaaf reichen, um die Vize-Meisterschaft zu feiern. An der Weser ist man guter Dinge. Zwar muss man mit dem Ausfall von Tim Wiese auf den Stammkeeper verzichten. Doch mit einer Bilanz von sieben Spielen ohne Niederlage, drei Siegen in Folge und zuletzt dem 6:1 Spektakel gegen Hannover ist den Hanseaten nicht bange. Mit breiter Brust werden sie nach Leverkusen fahren.

Auch Schalke hat eine gute Bilanz aufzuweisen. Zuletzt holten die "Knappen" 13 von 15 möglichen Punkten. Beim 1:0-Sieg in Frankfurt sahen die Fans jedoch nur Fußball-Magerkost. Die Ausgangslage ist klar. Selbst mit einem Sieg gegen Nürnberg ist Schalke auf einen Bremer Patzer angewiesen.

Gedränge um den UEFA-Cup:

Sage und schreibe vier punktgleiche Mannschaften raufen sich am letzten Spieltag um nur zwei UEFA-Cup-Plätze. Leverkusen, Hamburg, Stuttgart und Wolfsburg belegen mit jeweils 51 Punkten die Plätze vier bis sieben. Die komfortabelste Situation hat dabei die Magath-Elf aus Niedersachsen, die auf Platz sechs in Lauerstellung liegt. "Das Saisonziel ist übererfüllt. Das ist eine sensationelle Leistung. Wenn wir jetzt noch den UEFA-Cup-Platz schaffen, sind wir alle überglücklich", lobte VW-Chef Martin Winterkorn die Arbeit von Felix Magath vor dem Duell mit Borussia Dortmund.

Konkurrent VfB Stuttgart liegt zwar auf der Tabelle einen Platz vor den "Wölfen". Dennoch ist der Blick des entthronten Meisters auf die Tabelle deutlich kritischer. Die Freistellung von Torwart Raphael Schäfer zeigt, wie gespannt die Lage bei den Schwaben ist. Nach einem 0:4-Debakel in Wolfsburg trifft man zudem mit dem Abstiegs-Kandidaten Arminia Bielefeld auf ein Team, das um die Existenz spielt. Und selbst bei einem Sieg ist man auf Patzer von Hamburg und Leverkusen angewiesen.

Eine Niederlage des Werksclubs ist allerdings alles andere als ausgeschlossen. Immerhin trifft Bayer auf den Tabellenzweiten aus Bremen. Vor dem "Finale" schlägt dem Trainer die geballte Kritik von Medien und Fans entgegen. Zwar kann Skibbe auf die Unterstützung von Sportdirektor Rudi Völler zählen. Doch die Talfahrt seiner Mannschaft wird nicht zuletzt an den ständigen Personal-Rochaden festgemacht. Trotz der guten Tabellensituation ist die Lage in Leverkusen alles andere als rosig.

Eine epische Trainer-Debatte gab es zuletzt auch in Hamburg. Endlich hatte man mit der Benennung von Martin Jol Klarheit in der Nachfolge-Debatte um Huub Stevens geschafften, schon schoss der aktuelle Übungsleiter mit einer medialen Abrechnung mit seinem Star-Ensemble quer. Grimmig appellierte Stevens an deren Ehre: "Ich denke, die Spieler wollen in Europa dabei sein." Dabei befand sich die Elf zuletzt im Tiefflug und gewann nur eins der letzten neun Spiele.

Kampf um die Existenz:

Ums nackte Überleben geht es für Nürnberg und Bielefeld. Während für Duisburg und Rostock schon seit letztem Wochenende der Abstieg feststeht, klammern sich Franken und Ostwestfalen noch an den letzten Strohhalm am letzten Spieltag. Das schwerere Los hat dabei der "Club", der mit Schalke 04 eine starke Elf empfängt, die eine gute Bilanz aufzuweisen hat. Zumindest empfängt man die "Königsblauen" auf heimischem Terrain, wo die Fans seit zehn Spielen keine Niederlage mehr sahen. Zudem kann Trainer Thomas von Heesen personell aus dem Vollen schöpfen. Verletzungssorgen plagen dagegen Michael Frontzeck: Der Trainer der Arminen muss mit Sibusiso Zuma und Radim Kucera auf zwei seiner Stützen verzichten. Überdies muss die Elf auswärts in Stuttgart antreten, wo sie seit dem ersten Spieltag nicht mehr gewinnen konnte.

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