French Open - Freud und Leid bei den Top-Stars

Veröffentlicht auf von Sportfan

Es ist soweit: Die French Open haben ihre ersten Sensationen. Der Franzose Jeremy Chardy warf in der 2. Runde den an sechs gesetzten Argentinier David Nalbandian mit 3:6, 4:6, 6:2, 6:1, 6:2 aus dem Wettbewerb. James Blake, Siebter der Setzliste, unterlag Ernst Gulbis mit 6:7 (2:7), 6:3, 5:7, 3:6.

Nachdem der 21-Jährige seinen zweiten Matchball verwandelt hatte, gab es kein Halten mehr: Der Mann aus Pau sprang über den Platz, ließ sich von den Fans feiern und darf sich nun auf ein Drittrunden-Duell mit Dimitri Tursunow aus Russland freuen. Nalbandian wurde seiner Favoritenrolle nur in den ersten beiden Sätzen gerecht und brach danach völlig ein.

Nach 83 Minuten war die Welt des French-Open-Halbfinalisten von 2004 und 2006 noch in Ordnung. Der Südamerikaner hatte die ersten beiden Sätze klar für sich entschieden und befand sich eigentlich auf der Siegerstraße. Doch Nalbandian scheint momentan einfach nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Schon zu Beginn des Monats sagte der 26-Jährige kurzfristig das Masters von Hamburg ab.

"Immer mehr Selbstvertrauen bekommen"

Chardy wiederum nutzte die Gunst der Stunde und zog erstmals in die 3. Runde eines Grand-Slam-Turnieres ein. In den letzten drei Sätzen demontierte er die ehemalige Nummer drei der Welt förmlich und verließ schließlich bei seinem ersten Fünf-Satz-Match auf der Tour als verdienter Sieger den Platz.

"Während des Spiels habe ich nicht an eine mögliche Niederlage gedacht, selbst als ich nach Sätzen mit 2:0 in Rückstand lag. Ich habe mir einfach gesagt: Es führt kein Weg daran vorbei - wenn ich hier gewinnen will, muss ich etwas ändern und unternehmen, um ihn aus dem Rhythmus zu bringen. Wenn mir das nicht gelungen wäre, hätte ich dieses Match verloren", betonte Chardy.

"Ich habe ein paar Dinge geändert, und das hat sich ausgezahlt. Er hatte dann eine schwächere Phase und ich habe immer mehr Selbstvertrauen bekommen. Dadurch kam Nalbandian nicht mehr ins Spiel zurück und ich habe ihm diese Möglichkeit auch nicht gegeben - darauf bin ich schon stolz", beschrieb der 21-Jährige seinen Weg zum Überraschungs-Erfolg.

Nadal und Federer souverän

Die Nummer sieben der Setzliste musste ebenfalls ein frühes Ausscheiden hinnehmen.
Blake gab gegen den Letten Gulbis gleich den ersten Satz mit 6:7 (2:7) im Tiebreak ab. Eine zwischenzeitliche Steigerung im zweiten Durchgang brachte den Satzausgleich (6:3), doch danach war es wieder Gulbis, der auftrumpfte und mit 7:5 und 6:3 die Überraschung perfekt machte. In der nächsten Runde trifft der 19-Jährige nun auf den Ekuadorianer Nicolas Lapentti.

Ohne Satzverlust hat
Rafael Nadal die dritte Runde erreicht. Gegen den französischen Linkshänder Nicolas Devilder siegte der Titelverteidiger nach mühevollem Start letztendlich deutlich mit 6:4, 6:0, 6:1. Sein nächster Gegner ist Jarkko Nieminen aus Finnland. Freuen konnte sich auch Roger Federer, der sich in 2:24 Stunden mit 6:7, 6:1, 6:0, 6:4 gegen den Spanier Albert Montanes durchsetzte. Der Schweizer steht damit ebenfalls in Runde drei und trifft auf den Kroaten Maria Ancic.

Ferrer demütigt Santoro

Im russischen Duell zwischen
Marat Safin und Nikolai Dawidenko behielt Letzterer deutlich die Oberhand. Im ersten Satz wehrte der 26-Jährige beim Stande von 5:6 drei Breakchancen ab und konnte ihn erst via Tie-Break für sich entscheiden. Anschließend zeigte sich der Weltranglisten-Vierte aber überlegen und feierte nach 2:16 Stunden mit einem 7:6 (7:4), 6:2, 6:2 den Einzug in die Runde der letzten 32, wo Dawidenko auf den Wildcard-Starter Wayne Odesnik aus den USA trifft.

Eine brutale Niederlage musste der in Frankreich äußerst beliebte Fabrice Santoro einstecken. Bei seinem 63. Grand-Slam-Turnier - was einen neuen Rekord darstellt - unterlag der 35-Jährige auf dem Centre Court David Ferrer in nur 1:24 Stunden mit 0:6, 1:6, 0:6. Der spanische Weltranglisten-Fünfte hat sich mit dieser Leistung definitiv in den Kreis der Mitfavoriten gespielt und trifft nun auf Lleyton Hewitt, welcher Mardy Fish mit 6:4, 6:3, 6:2 bezwang.

Veröffentlicht in Tennis

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Kommentiere diesen Post

Suzi 05/27/2010 23:19


Cool! Danke für die nette Zusammenfassung. Jetzt muss ich mir nicht wieder alle Informationen einzeln heraussuchen XD
Das würde nämlich ziemlich lange dauern...


Thorben F. 04/15/2010 20:13


Also ich habe mir die French Open früher immer angeschaut, aber muss sagen, heutzutage ist das nichts mehr. Da waren die Spiele früher viel spannnender oder was denkt ihr?


Paul 03/26/2010 18:49


Sehr interessant!


Franziska 03/24/2010 22:41


Das waren damals tolle Tennisspiele... Nadal finde ich wirklich richtig toll!!


Licht Männchen 12/09/2009 12:11


Ich muss ehrlich sagen, dass ich das Spiel nicht so großartig fand. Vielleicht war ich damals einfach mies drauf, aber ich hab auch schon bessere gesehen.