Freitag, 16. mai 2008
Nicolas Kiefer setzt seinen Siegeszug beim Masters in Hamburg weiter fort. Der 30-Jährige bezwang den Weltranglisten-Vierten Nikolai Dawidenko mit 7:5, 6:3 und erreichte damit zum ersten Mal in seiner Karriere das Viertelfinale am Rothenbaum. Hier trifft der Hannoveraner auf Andreas Seppi. Der Italiener gewann gegen Juan Monaco aus Argentinien glatt in zwei Sätzen mit 6:0 und 6:3.

Seit 1999 zog damit erstmals wieder ein deutscher Spieler ins Viertelfinale von Hamburg ein. Damals gelang dies dem derzeit verletzten Tommy Haas. Bei der mit 2,27 Millionen Euro dotierten Sandplatz-Veranstaltung begann Kiefer konzentriert und agierte sehr zielstrebig. Besonders mit immer wieder eingestreuten Netzangriffen erzielte der 43. der ATP-Rangliste leichte Punkte gegen Dawidenko.

Beim Stand von 2:1 nutzte Kiefer gleich die erste Chance zum Break, musste aber anschließend das eigene Service sofort wieder abgeben. Doch der "Hoffnungsträger" - so nannte der Stadionsprecher Kiefer vor seinem Zweitrundenduell gegen den Schweizer Stanislas Wawrinka - ließ sich nicht beirren und nutzte nach einer Stunde den ersten Satzball zum 7:5. Die mehr als 10.000 Fans auf dem Centre Court jubelten ihrem Liebling frenetisch zu und veranstalteten wie schon bei den Siegen gegen den Franzosen Paul-Henri Mathieu und Wawrinka ein wahres Spektakel.

"Kiefer hat es verdient"

Dawidenko, der viele unerzwungene Fehler produzierte und auch mit seinem ersten Service ungewohnt viele Probleme hatte, fand nie richtig in die Partie. Kiefer konnte zudem alle drei Breakchancen des Russen im zweiten Satz zunichte machen. Beim Stand von 4:3 gelang dem Deutschen ein vorentscheidendes Break. Das abschließende Aufschlagspiel war schließlich nur noch reine Formsache.

"Dass er nochmal so auftrumpft, freut mich natürlich sehr", sagte Tennis-Idol Boris Becker über den zehn Jahre jüngeren Kiefer. "Er hat es verdient, dass er in der Sonne stehen darf." In dieser Form werden die Hamburger Fans noch viel Freude vom letzten im Turnier verbliebenen Deutschen haben.
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Donnerstag, 15. mai 2008
Paukenschlag auf der WTA-Tour - Justine Henin hat ihre Karriere beendet. Die Weltranglisten-Erste erklärte auf einer Pressekonferenz südlich von Brüssel ihren sofortigen Rückzug vom Spitzensport. In den vergangenen Tagen hatte es diverse Spekulationen zur Zukunft der 25-Jährigen gegeben.

Eine erhohlt und glücklich wirkende Justin Henin betrat um 16:00 Uhr in der Stadt Limelette nahe Brüssel zusammen mit ihrem Trainer Carlos Rodriguez die Pressekonferenz. "Es ist das Ende eines wundervollen Abenteuers, aber ich habe schon lange darüber nachgedacht", sprach Henin frei zur Presse:

"Ich verabschiede mich als Nummer eins der Weltrangliste. Das ist mir wichtig, weil es immer besser ist, sich von der Spitze aus zu verabschieden. Meine Karriere wurde von Emotionen angetrieben, die ich seit Madrid (Masters im November 2007) nicht mehr gespürt habe. Ich fühlte, dass ich in Madrid den Höhepunkt meiner Laufbahn erreicht hatte. Ich dachte damals über eine Pause nach, aber ich bin zum Schluss gekommen, dass dies nicht das Richtige wäre. Ich habe mich auf der Rückreise von Berlin entschieden. Ich verabschiede mich ohne Reue und ich weiß, dass es die richtige Entscheidung ist."

Wilde Spekulationen vor der Pressekonferenz

Nach dem frühen Ausscheiden bei den German Open in Berlin und der Absage des Turniers von Rom wurde in den letzten Tagen über Motivationsprobleme bei der Belgierin spekuliert. Entsprechend groß war die Aufregung vor der überraschend einberufenen Pressekonferenz. Vor allem in ihrem Heimatland Belgien, wo die viermalige French-Open-Siegerin Heldenstatus genießt, wurde wild über einen möglichen Rücktritt diskutiert.

Die Tageszeitung "Het Nieuwsblad" spach aufgrund einer "verlässlichen Quelle" bereits vom sofortigen Karriereende. "Vers l'Avenir" glaubte, dass Henin entweder nach den French Open oder im Anschluss an die Olympischen Spiele in Peking zurücktreten würde. "La Derniere Heure/les sports" behauptete hingegen, die siebenfache Grand-Slam-Siegerin werde nur eine längere Pause verkünden.

Henin: "Ich brauche auch andere Dinge"

Henin setzte den Spekulationen selbst ein Ende. Sie war in dieser Saison nicht auf Touren gekommen, im Jahresranking nur auf Rang acht platziert, und sprach nach der Niederlage gegen Dinara Safina im Achtelfinale in Berlin bereits von "fehlendem Feuer". "Ich bin jetzt in einer Phase, in der ich mich auch mit dem Leben nach meiner Karriere beschäftigen will", hatte Henin in Berlin erklärt. "Ich brauche auch andere Dinge im Leben."
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Mittwoch, 14. mai 2008
Paukenschlag auf der WTA-Tour - Justine Henin ist drauf und dran ihre Karriere zu beenden. Am heutigen Nachmittag lädt die Weltranglisten-Erste laut "L'Equipe" zu einer Pressekonferenz. Diverse belgische Zeitungen spekulieren indes über das überraschende Ende der Laufbahn der 25-Jährigen.

Nach dem frühen Ausscheiden bei den German Open in Berlin und der Absage des Turniers von Rom wurden in den letzten Tagen diverse Gerüchte über Motivationsprobleme bei Henin verbreitet. Entsprechend groß ist nun die Aufregung vor der Pressekonferenz am späten Nachmittag. Vor allem in ihrem Heimatland Belgien, wo die 25-Jährige Heldenstatus genießt, wird wild über einen Rücktritt spekuliert.

Die Tageszeitung "Het Nieuwsblad" spricht aufgrund einer "verlässlichen Quelle" vom sofortigen Karriereende. "Vers l'Avenir" glaubt, dass Henin entweder nach den French Open oder im Anchluss an die Olympischen Spiele in Peking zurücktreten wird. "La Derniere Heure/les sports" behauptet hingegen, die siebenfache Grand-Slam-Siegerin werde nur eine längere Pause verkünden.

Henin: "Ich brauche auch andere Dinge"

Klarheit über die Spekulationen kann heute Nachmittag einzig Henin selber schaffen. Zwei Fakten sind jedoch nicht aus dem Weg zu räumen: 1. Wenn eine Athletin ihrer Kategorie zu einer Pressekonferenz lädt, hat sie etwas bedeutendes mitzuteilen. 2. Henin kommt diese Saison nicht auf Touren, ist im Jahresranking nur auf Rang acht klassiert, und sprach nach der Niederlage gegen Dinara Safina in Berlin von "fehlendem Feuer". "Ich bin jetzt in einer Phase, in der ich mich auch mit dem Leben nach meiner Karriere beschäftigen will", hatte Henin in Berlin erklärt. "Ich brauche auch andere Dinge."
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Dienstag, 13. mai 2008
Der Serbe Novak Djokovic hat den Masters-Series-Event in Rom gewonnen. Im Endspiel setzte sich der Weltranglisten-Dritte mit 4:6, 6:3, 6:3 gegen den Schweizer Stanislas Wawrinka durch. Djokovic nähert sich damit im Ranking den Führenden Roger Federer und Rafael Nadal.

Wawrinka gelang in seinem ersten Masters-Finale der bessere Start: Im Foro Italico breakte er Djokovic zum 3:2 und sicherte sich nach 39 Minuten den ersten Satz, nachdem Djokovic einen Return ins Aus gesetzt hatte.

Im zweiten Durchgang änderte Djokovic die Taktik, spielte vermehrt "serve and volley" und holte sich im sechsten Spiel seinerseits das erste Break. Der Australian-Open-Sieger vermochte den Schwung in den dritten Satz mitzunehmen und nahm Wawrinka gleich im Startspiel den Aufschlag ab. Der 23-jährige Schweizer konnte zwar den ersten Matchball noch abwehren, verzog beim Zweiten aber eine Vorhand. Djokovic stand nach 2:04 Stunden erstmals als Sieger des Masters von Rom fest.

Djokovic nähert sich Nadal

Dank dem vierten Sieg im sechsten Duell der beiden Akteure konnte der 20-Jährige aus Belgrad weitere wichtige Punkte für die Weltrangliste gewinnen. Am Montag wird er mit einem Total von 5125 Punkten nur noch 310 Zähler hinter dem Zweiten Rafael Nadal geführt werden. "Es ist schon klar, dass viele Leute jetzt wieder erzählen werden, dass ich einer der besten Spieler der Welt bin. Aber ich habe keine Lust, jetzt schon über die Nummer eins nachzudenken. Ich will erst darüber reden, wenn es passiert ist", analysierte Djokovic die Situation.

Ausgezeichnet sieht es im Ranking auch für Wawrinka aus: Er macht einen riesigen Sprung vom 24. auf den zehnten Rang. Dank ihm und Branchenführer Roger Federer wird die Schweiz zum ersten Mal seit Einführung der Weltrangliste zwei Spieler gleichzeitig in den Top-Ten platziert haben.
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Donnerstag, 8. mai 2008
Novak Djokovic hat seine Achtelfinal-Partie gegen den Russen Igor Andreew mit 6:3, 3:6, 6:3 gewonnen und trifft im Viertelfinale des Masters in Rom nun auf den Spanier Nicolas Almagro, der aufgrund einer Verletzung des Chilenen Fernando Gonzalez im Achtelfinale nicht anzutreten brauchte.

Der 20-jährige Serbe überzeugte besonders im ersten Satz mit fabelhaften Returns und nutzte zwei von drei Breakpoints. Andreew gab sich jedoch keinesfalls geschlagen und konnte im zweiten Satz insbesondere durch seinen starken ersten Aufschlag überzeugen - kam das Service, gewann der 24-jährige Russe 87 Prozent der Punkte. Im dritten Satz schien die Nummer 26 der Welt mit seinen Kräften jedoch am Ende zu sein. Der Weltranglisten-Dritte Djokovic sicherte sich nach 2:42 Stunden den Einzug in die Runde der letzten Acht.
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Mittwoch, 30. april 2008
Absagenflut beim ATP-Turnier in München: Nach Titelverteidiger Philipp Kohlschreiber (viraler Infekt) hat auch Tommy Haas seinen Start bei den BMW Open kurz vor seinem Auftaktmatch abgesagt. Haas musste erneut wegen anhaltender Beschwerden an seiner lädierten Schulter passen.

Damit verliert das Turnier nach den Absagen der Topspieler Tomas Berdych, Richard Gasquet und Jo-Wilfried Tsonga zwei weitere Zugpferde. "Es ist eine Riesenenttäuschung, dass wenige Stunden nach Kohlschreiber nun auch Haas abgesagt hat", sagte Turnierdirektor Patrik Kühnen.

"Es ist verdammt bitter und ich bin super enttäuscht, hier nicht spielen zu können. Schließlich ist es das Turnier, das mich groß gemacht hat", erklärte Kohlschreiber nachdem er seine Erstrundenpartie gegen den Wildcard-Empfänger Matthias Bachinger nicht antreten konnte. Er sei mit einem leichten Schnupfen aus Monte Carlo angereist, und habe versucht, sich mit viel Schlaf und Ruhe rechtzeitig fit zu machen, so der Augsburger weiter. Auf der Anlage des MTTC Iphitos feierte "Kohli" im vergangenen Jahr seinen ersten Triumph auf der ATP-Tour.

Bei nasskalten 12 Grad am Aumeisterweg war der derzeit beste Deutsche wohl der Einzige, der weiter auf Regen hoffte. "Ich hätte mir gewünscht, dass die Partie auf morgen verschoben wird. Dann hätte ich mehr Zeit zum Ausruhen gehabt", bekannte der 24-Jährige mit kratziger Stimme. Wunschdenken nach Ansicht des Turniersarztes Dr. Werner Zirngibl. Der Mediziner diagnostizierte bei Kohlschreiber eine virale Infektion, diese dürfe besonders im Leistungssport nicht unterschätzt werden, da schnell der Herzmuskel angegriffen werden könne.

Start in Rom fraglich

"Ich bin in keinem aktuten Fieberzustand, hatte aber heute Nacht Schweißausbrüche und erhöhte Temperatur", beschrieb der Weltranglisten-26. seine Symptome. Ob er in der kommenden Woche beim Sandplatz-Masters in Rom spielen kann, ist noch nicht geklärt. Wichtig ist in erster Linie, dass sich der Augsburger vollkommen auskuriert: "Momentan schaue ich nicht auf die nächsten Turniere. Jetzt muss ich mich erst einmal erholen." Vor einem weiteren Start will sich der 24-Jährige zuvor einem medizinischen Check unterziehen, um alle gesundheitlichen Risiken auszuschließen.

Nach dem Rückzug von "Kohli" ruhten alle deutschen Hoffnungen bei der mit 349.000 Dollar dotierten Sandplatz-Veranstaltung auf Tommy Haas. Doch schon kurz nach dem Rückzug Kohlschreibers musste auch Haas passen. "Die Schulter hält nicht, ich habe immer wieder Schmerzen", begründete er die Absage seiner für Mittwoch angesetzten Erstrunden-Partie gegen Michael Berrer. Der 30-Jährige kündigte an, auch die Turniere in naher Zukunft abzusagen. Selbst ein Start bei den French Open Ende Mai in "Paris ist in Gefahr".

Ergebnisse zu den BMW Open in München sind auch in der Kategorie
"Zahlen und Tabellen" zu finden. Weitere Informationen gibt es auch auf der Seite der BMW Open direkt.
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Donnerstag, 20. märz 2008

Tommy Haas hat beim ATP-Masters in Indian Wells das Viertelfinale erreicht. Der Hamburger besiegte in seinem Achtelfinalmatch den Schotten Andy Murray mit 2:6, 7:5, 6:3. Somit revanchierte sich der 29-jährige Deutsche bei Murray für die knappe Drei-Satz-Niederlage im Viertelfinale des Vorjahres.

 

Dank einer erfolgreichen "Toiletten-Taktik" hat Thomas Haas seine Siegesserie in Indian Wells ausgebaut. In einer spannenden Begegnung gegen Murray revanchierte er sich beim Schotten für die Drei-Satz-Niederlage vor einem Jahr im Viertelfinale an gleicher Stelle. Dabei war Haas, der wie Murray nach seinem Drittrundenmatch nur 16 Stunden Pause hatte, gegen den Weltranglisten-Elften zunächst chancenlos und verlor den ersten Satz nach 33 Minuten klar mit 2:6.

 

"Ich war überhaupt nicht zufrieden mit meiner Leistung, habe dann eine Toiletten-Pause eingelegt und mir dabei gesagt, dass ich einfach aggressiver auftreten muss - das hat dann geklappt", freute sich der 29-Jährige, der sich im zweiten Durchgang nicht davon irritieren ließ, dass er bei einer 5:3-Führung sein Service verlor.

 

Nächstes Match gegen Federer

 

Der dritte Satz wurde dann zu einer reinen Willensfrage. Bis zum 3:3 vergab Murray vier und Haas zwei Breakbälle. Die Entscheidung fiel, als der Deutsche dem 20-Jährigen bei einer 4:3-Führung den Aufschlag abnahm. Nach 2:13 Stunden nutzte er schließlich seinen zweiten Matchball zum größten Triumph seit seiner Schulteroperation am 16. November. Als "Belohnung" trifft Haas jetzt im Viertelfinale auf den Weltranglisten-Ersten Roger Federer aus der Schweiz, der sich gegen den Kroaten Ivan Ljubicic mit 6:3, 6:4 durchsetzte.

 

"Es ist immer großartig gegen Roger zu spielen. Ich denke, wenn ich einfach rausgehe, mein Tennis spiele und einige Big Points mache, habe ich vielleicht eine Chance", sagte Haas. Wie er hat sich auch Rafael Nadal durch eine erfolgreiche Revanche in die Runde der letzten Acht gespielt. Der Titelverteidiger aus Spanien besiegte Jo- Wilfried Tsonga im längsten Match des Tages nach 3:04 Stunden mit 6:7 (4:7), 7:6 (7:3), 7:5. Der Franzose hatte Nadal noch im Halbfinale der Australien Open düpert und im dritten Satz bereits mit 5:2 geführt.

"Ich kämpfe immer und um jeden Punkt. Aber diesmal hatte ich Glück. Denn wenn du mit 2:5 gegen so einen starken Aufschläger wie Tsonga zurückliegst, verlierst du normalerweise mit 3:6. Dieser Sieg war so wichtig für mich und gibt mir ganz viel Selbstbewusstsein", sagte Nadal, der jetzt gegen James Blake aus den USA spielt. Tsonga habe eine unglaubliche Vorhand und könne in die Top drei oder vier vorstoßen, lobte er seinen Kontrahenten, den diese Worte jedoch wenig trösteten.


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Mittwoch, 19. märz 2008

Die Schulter hält, der Spaß ist zurück, der Siegeszug geht weiter. Thomas Haas hat beim ATP-Masters- Turnier in Indian Wells auch sein drittes Spiel gewonnen und das Achtelfinale erreicht. Der Hamburger besiegte den Spanier Fernando Verdasco mit 7:6 (7:5), 4:6, 6:1.

 

undefinedBei der mit 3,589 Millionen Dollar dotierten Hartplatz-Veranstaltung hatte Haas gegen den Schotten Andy Murray die Chance auf den Einzug in die Runde der letzten Acht. Ohne Probleme erreichte der Weltranglisten-Erste Roger Federer das Achtelfinale. Der Schweizer siegte im Eiltempo 6:1, 6:1 gegen den Franzosen Nicolas Mahut.

 







Murray mit Knöchelproblemen

 

Haas präsentierte sich im kalifornischen Süden wie schon bei seinem Sieg zuvor im Zweitrundenduell gegen den favorisierten Andy Roddick aus den USA kampfstark, konzentriert und vor allem konsequent. So nahm der 29-Jährige seinem Gegner in allen drei Sätzen jeweils das erste Service hab. Im ersten und zweiten Durchgang gelang dem Weltranglisten-30. zwar umgehend ein Re-Break.

 

Im dritten Satz hingegen behielt Haas trotz eines 15:40-Rückstandes bei eigenem Aufschlag die Nerven, hielt sein Service und lag mit 3:1 vorn. Die deutsche Nummer zwei agierte selbstbewusst und nahm dem 24-jährigen Madrilenen noch zweimal das Service ab, während Verdasco nichts mehr entgegenzusetzen hatte. Nach 2:22 Stunden nutzte Haas seinen dritten Matchball zum letztlich verdienten und überzeugenden Sieg.

 

Mit Murray hatte sich Haas im vergangenen Jahr im Viertelfinale ein hochklassiges Marathonmatch geliefert, dabei zwei Matchbälle vergeben und nach fast drei Stunden letztlich unglücklich mit 6:3, 3:6, 6:7 (8:10) verloren. Dabei war Murray im zweiten Satz umgeknickt und hatte fortan Probleme mit seinem linken Knöchel, während Haas sich am Ende der Begegnung mit Muskelkrämpfen in beiden Oberschenkeln herumplagte und im Tiebreak beim Aufschlag nicht mehr abspringen konnte.

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Freitag, 14. märz 2008

Auf Initiative der neuen deutschen Nummer eins, Philipp Kohlschreiber, gibt es im Davis-Cup-Team eine neue Prämienregelung. Sind die Zusatzgelder bisher unabhängig von den Einsätzen ausgezahlt worden, gilt seit dem Duell gegen Südkorea in Braunschweig das Prinzip: "Mehr Leistung, mehr Geld."


undefinedKohlschreiber profitierte im Achtelfinale gegen die Südkoreaner von seiner angestoßenen Neuregelung selbst am meisten, absolvierte er doch drei Spiele und holte die entscheidenden Punkte für die deutsche Mannschaft. Doch Teamchef Patrik Kühnen versicherte, dass der neue Prämienschlüssel einvernehmlich von den in Braunschweig anwesenden Spielern verabschiedet worden sei, zu denen unter anderem Michael Berrer und Florian Meyer gehörten. Nicht dabei war Tommy Haas, der sich noch vor ein paar Jahren für eine gleichmäßige Verteilung der Prämien auf alle vier Team-Spieler eingesetzt hatte.

 

Der DTB hält sich in der Angelegenheit zurück. Ihm geht es darum, dass die Aktiven intern selbst entscheiden, wie das Geld aufgeteilt wird. Das Motto: Hauptsache, die Mannschaft ist sich untereinander einig. Ob der Anstoß Kohlschreibers auch im Davis-Cup-Viertelfinale umgesetzt wird, hängt wohl davon ab, wen Kühnen gegen Spanien aufstellt.

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Montag, 10. märz 2008

Der an Nummer sechs gesetzte Andy Roddick feierte in Dubai den 26. Turniersieg seiner Karriere. Drei Wochen nach seinem Erfolg in San Jose bezwang der US-Tennisstar im Finale der mit 1,5 Millionen Dollar dotierten Veranstaltung den Spanier Feliciano Lopez mit 6:7 (8:10), 6:4, 6:2.

 

 

Der Weltranglisten-Sechste aus Florida zeigte sich unbeeindruckt nach der Trennung von Coach Jimmy Connors. Nach ausgeglichenem ersten Satz hatte Lopez dem stark aufschlagenden Amerikaner nichts mehr entgegenzusetzen.

 

Roddick servierte 22 Asse und entschied die Partie nach 1:55 Stunden für sich. Der 25-Jährige verbesserte seine makellose Bilanz gegen Lopez auf 4:0-Siege. "A-Rod", der zuvor schon Rafael Nadal und Novak Djokovic ausschaltete, gab in der gesamten Turnierwoche nicht einmal sein Aufschlagspiel ab.

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Freitag, 7. märz 2008

Nach dem Weltranglisten-Ersten, Roger Federer, musste nun auch die Nummer zwei der Welt die Segel beim ATP-Turnier in Dubai streichen. Rafael Nadal unterlag im Viertelfinale dem US-Amerikaner Andy Roddick mit 6:7 (5:7), 2:6. Nikolai Dawidenko setzte sich gegen den Briten Andy Murray 7:5, 6:4 durch.

 

undefinedEin starkes Service und eine perfekte Chancenauswertung waren für Roddick der Schlüssel zum Erfolg. Der an Nummer sechs gesetzte Amerikaner brachte es in dem 108 Minuten dauernden Match auf 17 Asse. Während sich im ersten Satz beide Spieler noch als perfekte Breakball-Killer (Nadal wehrte sieben Chancen ab, Roddick drei) herausstellten, reichten dem 25-jährigen Texaner im zweiten Durchgang zwei Breakbälle um Nadals Aufschlag zweimal zu brechen.

 

In der Vorschlussrunde trifft Roddick auf den serbischen Weltranglisten-Dritten Novak Djokovic. Der Australian-Open-Sieger hatte beim 6:2, 6:1-Erfolg über den Russen Igor Andrejew keine Probleme.

 

Nach dem Spiel gab Roddick die Trennung von seinem Coach Jimmy Connors bekannt. Der 55-Jährige habe bereits vor über eine Woche seinen Trainerjob aufgegeben. Er wolle sich nicht mehr dem Reisestress aussetzen. Die beiden Amerikaner blieben, so Roddick, aber weiter Freunde. "Er hat meinen größten Respekt, und ich danke ihm für diese Zeit", fand der US-Crack anerkennende Worte für den ehemaligen Weltranglisten-Ersten.

 

Dawidenko beendet schwarze Serie

 

Dawidenko beendete mit seinem Zweisatz-Erfolg die schwarze Serie gegen Murray. Zuletzt war der Russe dem Schotten, der in der ersten Runde Roger Federer besiegte, dreimal hintereinander unterlegen. In der Vorschlussrunde trifft der Weltranglisten-Fünfte nun auf den Spanier Feliciano Lopez, der sich gegen seinen Landsmann David Ferrer mit 6:4 und 6:3 durchsetzte.

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Mittwoch, 5. märz 2008

Das deutsch-spanische Duell in Dubai ging mit 3:0 klar an die Iberer: Trotz eines couragierten Auftritts musste sich auch Philipp Kohlschreiber in der ersten Runde des ATP-Turniers Rafael Nadal 6:3, 1:6, 4:6 geschlagen geben. Zuvor scheiterten Tommy Haas und Rainer Schüttler ebenfalls an Spaniern.

 

 

undefinedKohlschreiber wusste, dass Nadal heute zu packen war. "Er wäre heute sicher zu knacken gewesen. Schade, die Chance war zum Greifen nah", ärgerte sich der 24-Jährige. "Aber der letzte Ball hat gefehlt und am Schluss war ich nicht abgezockt genug. Mir fehlte ein bisschen die Abgeklärtheit." Fast zweieinhalb Stunden machte der momentan beste deutsche Spieler dem Kraftpaket aus Spanien das Leben schwer, am Ende kassierte der Augsburger aber dann doch die vierte Pleite im vierten Vergleich mit Nadal.

 

Kohlschreiber trumpfte im ersten Satz groß auf und brachte den favorisierten Mallorquiner mit klugen Bällen an den Rand der Verzweiflung. Danach erhöhte sich bei dem deutschen Davis-Cup-Spieler aber die Fehlerquote, die Nummer 27 der Welt verlor den Roten Faden. Vor allem die Rückhand machte dem 24-Jährigen Probleme: Viel zu häufig landeten die Bälle im Netz.

 

"Gewisse Zweifel" bei Nadal

 

Nadal präsentierte sich nicht in bester Verfassung. "Rafa" profitierte einfach von der hohen Fehlerquote des Augsburgers. Als der French-Open-Champion dann im dritten Satz das zweite Break schaffte, war das Match praktisch entschieden.

 

Nadal, der mit seiner Leistung offenbar selbst nicht zufrieden war, lobte seinen deutschen Gegner. "Er hat das Turnier in Auckland gewonnen und auch hier sehr gut gespielt", so Nadal, der zugab, mit "gewissen Zweifeln" ins Scheichtum gereist zu sein. "Beim Turnier in Rotterdam habe ich ein wenig meine Konzentration verloren", analysierte der Linkshänder seine Startschwierigkeiten im Auftaktmatch gegen Kohlschreiber.

 

Nieminen unterliegt klar

 

In den weiteren Partien des zweiten Turniertages gab es nur eine Überraschung: Der Finne Jarkko Nieminen musste sich Olivier Rochus aus Belgien überraschend klar mit 1:6, 2:6 geschlagen geben. Der Serbe Janko Tipsarevic unterlag Feliciano Lopez (Spanien) 3:6, 6:4, 4:6. Tipsarevics Landsmann Novak Djokovic hatte hingegen keine Probleme in seiner Erstrunden-Partie. Der Australian-Open-Champion besiegte den Kroaten Marin Cilic klar 6:4, 6:3.

 

Den Sprung in die zweite Runde schaffte auch Paul-Henri Mathieu. Der Franzose setzte sich gegen den Qualifikanten Joseph Sirianni aus Australien problemlos mit 6:4, 6:4 durch. Auch Tomas Berdych (Tschechien) zog durch ein 6:3, 6:2 gegen Gael Monfils aus Frankreich in die zweite Runde ein. Kurzen Prozess machte der Russe Michail Ledowskich mit Mahmoud Nader aus den Vereinigten Arabischen Emiraten: Am Ende war Nader beim 6:1, 6:1-Sieg Ledowskichs nicht mehr als ein Trainingspartner.

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Dienstag, 4. märz 2008

Nach über drei Jahren hat Roger Federer erstmals wieder eine Auftakt-Niederlage einstecken müssen. Der Schweizer unterlag in Dubai gegen den Schotten Andy Murray in drei Sätzen mit 7:6, 3:6, 4:6. Zuletzt war der Weltranglisten-Erste im August 2004in Cincinnati so frühzeitig gescheitert.

 

 

Für Murray war es bereits der zweite Sieg gegen Federer, der Titelverteidiger beim Wüstenturnier war. In dem knapp zweistündigen Duell hatte sich der haushohe Favorit nicht einen einzigen Breakball erkämpfen können.

 

"Jedes Mal, wenn ich gegen ihn gespielt habe, konnte ich mich steigern", sagte Murray, der in dieser Saison bereits zwei Turniersiege feiern konnte, und fügte an: "Man sieht bei ihm ganz selten, dass er sich nicht ein Break erkämpfen kann. Ich weiß auch nicht, warum er heute nicht wie gewohnt gespielt hat."

 

Federer bleibt Nummer eins

 

Der zwölffache Grand-Slam-Sieger, der 2008 im Halbfinale der Australian Open gescheitert war, hatte mit Murray den schwerstmöglichen Gegner zugelost bekommen. Im ersten Satz leistete Federer zwar noch in gewohnter Manier Widerstand und machte einen 2:5-Rückstand im Tiebreak wett. Doch er fand gegen den in der Weltrangliste bestplatzierten aller ungesetzen Spieler einfach kein Mittel.

 

"Normalerweise gelingt es mir, solche Partien noch zu gewinnen. Doch heute nicht", analysierte der Eidgenosse, der bei seinen letzten sechs Auftritten in Dubai nur zwei Matches verloren hatte. "Es war keine schlechte Partie. Das war aber auch das einzig Positive", so Federer weiter. "Meine Vorhand war aber katastrophal und ohne Vorhand konnte ich ihn nicht schlagen."

 

Eine gute Nachricht gibt es trotzdem: Federer wird auch nach der bitteren Niederlage in Dubai die Nummer eins der Welt bleiben. Die Punkte für den letztjährigen Turniersieg an gleicher Stelle wurden ihm bereits abgezogen. Damit kann Verfolger Rafael Nadal im besten Fall auf 125 Punkte herankommen.

 

Zuvor waren in Dubai bereits die beiden Deutschen Rainer Schüttler und Tommy Haas ausgeschieden, während Nikolai Dawidenko die erste Runde problemlos überstand

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Freitag, 29. februar 2008

Benjamin Becker hat beim Hallenturnier in Memphis das deutsch-deutsche Duell gegen Tommy Haas gewonnen und somit das Viertelfinale erreicht. Er besiegte den 29-jährigen Titelverteidiger mit 3:6, 6:2, 7:5. Auch Julia Görges steht nach einem 6:4, 6:3 gegen Bethanie Mattek im Viertelfinale.

 

 

Nach 1:54 Stunden brachte Becker Haas damit die erste Niederlage in Memphis seit mehr als drei Jahren bei. Zuletzt hatte der Hamburger am 20. Februar 2005 im Racquet Club im Halbfinale gegen den Weißrussen Max Mirnyi mit 5:7, 3:6 verloren und das Turnier 2006 und 2007 jeweils gewonnen.

 

Trotz der Niederlage zog Haas ein positives Fazit. "Ich fühle, dass ich besser werde und meine Schulter stärker wird", so der 29-Jährige. Für ihn war es die dritte Niederlage im fünften Spiel nach seiner Schulter-Operation am 16. November. "Ich denke, dass ich mich in dieser Woche weiterentwickelt habe. Letztlich haben ein paar Punkte den Ausschlag gegeben. Ich hatte gerade im zweiten Satz zu viele unnötige Fehler und habe dadurch mein Selbstvertrauen verloren. Benjamin hingegen hat gut serviert und mir anschließend kaum eine Chance gegeben, mein Spiel durchzuziehen", meinte Haas, der erstmals gegen Becker bei einem ATP-Turnier antrat und insgesamt acht Doppelfehler produzierte.

 

Der fünfte Matchball sitzt

 

Becker dagegen steht nach seinem Viertelfinale in Adelaide Anfang Januar zum zweiten Mal in diesem Jahr in der Runde des letzten Acht. "Im zweiten Satz habe ich aggressiver gespielt. Ich denke, es war ein schöner Kampf da draußen", sagte Becker. Im dritten Satz vergab er beim Stand von 5:4 bereits einen Matchball.

 

Haas wiederum hatte anschließend bei Aufschlag Becker zwei Möglichkeiten, dem 26-Jährigen das Service abzunehmen. Der Weltranglisten-112. nutzte schließlich seinen fünften Matchball zum Sieg und trifft nun am Freitag auf den Belgier Steve Darcis, der den an Nummer sieben gesetzten Österreicher Jürgen Melzer mit 6:3, 7:6 (7:4) bezwang.

 

Görges weiter, Schruff raus

 

In der Damenkonkurrenz von Memphis erreichte Julia Görges ebenfalls das Viertelfinale. Die mit einer Wildcard ins Turnier gestartete 19-Jährige aus Bad Oldesloe besiegte in ihrem Zweitrundenmatch die Amerikanerin Bethanie Mattek nach 63 Minuten mit 6:4, 6:3. Im Kampf um den Einzug ins Halbfinale traf die Fed-Cup- Spielerin auf die an Nummer fünf gesetzte Weißrussin Olga Goworzowa.

 

Julia Schruff ist dagegen in Acapulco ausgeschieden. Die Stuttgarterin verlor im Achtelfinale 2:6, 3:6 gegen die topgesetzte Italienerin Flavia Pennetta. Schon in der ersten Runde der mit 185.000 US-Dollar dotierten Veranstaltung waren Martina Müller und Tatjana Malek ausgeschieden.

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Dienstag, 26. februar 2008

Thomas Haas hat beim ATP-Hallenturnier in Memphis problemlos die zweite Runde erreicht. Der 29-jährige Titelverteidiger besiegte in seinem Auftaktmatch den Argentinier Diego Hartfield in 74 Minuten mit 6:3, 6:2 und revanchierte sich somit für seine Erstrundenniederlage vor zwei Wochen.

 

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Damals unterlag der 29-jährige Hamburger dem Rechtshänder aus Buenos Aires in der ersten Runde des ATP-Turnieres von Delray Beach/Florida mit 2:6, 6:3, 2:6.

 

In der zweiten Runde des mit 769.000 Dollar dotierten Hartplatz-Turnieres könnte es zum Duell zwischen Haas und Benjamin Becker kommen. Der Mettlacher spielt in seinem Auftaktmatch gegen den Belgier Kristof Vliegen.

 

Die zweite Runde hat auch Julia Görges erreicht. Die 19-Jährige aus Bad Oldesloe besiegte die Amerikanerin Lilia Osterloh nach 1:40 Stunden mit 7:6 (7:3), 7:6 (7:3). Ausgeschieden ist hingegen Sabine Lisicki. Die 18-jährige Qualifikantin unterlag drei Wochen nach ihrem überraschenden Zweisatz-Sieg im Viertelfinale des Fed Cups gegen Lindsay Davenport der Amerikanerin diesmal nach 71 Minuten mit 5:7, 3:6.

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Mittwoch, 20. februar 2008

Es war eine Lehrstunde. Tommy Haas bat bei der 4:6, 2:6-Pleite gegen Tennis-Rentner Pete Sampras zu Beginn des zweiten Satzes sogar um "Gnade". Das Show-Match gegen den ehemaligen Weltranglisten-Ersten zeigte: Das Comeback der deutschen Nummer eins wird beschwerlicher als ohnehin befürchtet.

 

Haas-2.jpgNach der dritten Schulter-OP sieht sich Haas unangenehmen Fragen vor dem Auftritt beim ATP-Turnier in San Jose gegenüber: Wie groß ist der Abstand zu meiner Top-Form? Kommt der Wiedereinstieg in den Turnieralltag (Erstrunden-Aus in Delray Beach) doch zu früh? Hält die Schulter auch unter Vollbelastung? Antworten darauf lieferte der Auftritt in San Jose gegen den mittlerweile 36-jährigen Sampras zwar nicht wirklich, wohl aber eine Erkenntnis: Der nach seinem Sieg bei den US Open 2002 zurückgetretene US-Amerikaner hat nichts verlernt. Der "King of Swing" zeigte Tennis der Extra-Klasse und hatte den nicht besonders frisch wirkenden Haas zu jeder Zeit im Griff.

 

Das veranlasste den 30-jährigen Deutschen sogar zu dem Ausruf: "Zeig' Gnade, Pete!" Angesichts der gezeigten Leistung könnte diese Aufforderung auch von den Sampras-Fans kommen, die nach wie vor sehnsüchtig auf ein Comeback ihres Stars hoffen. Doch der 14-fache Grand-Slam-Turnier-Gewinner lässt sich von dem glänzenden Auftritt gegen Haas nicht blenden. "Man braucht einen Grund für eine Rückkehr, und den habe ich nicht", betont Sampras. "Es gibt auch mehr als fünf Jahre nach meinem Rücktritt noch immer Tage, an denen Tennis das allerletzte wäre, wozu ich Lust hätte." Er vermisse das Rampenlicht nicht und das Geld brauche er auch nicht. "Ich spiele ein paar Schaukämpfe, um nicht ganz einzurosten", erklärt der US-Amerikaner seine sporadischen Auftritte auf dem Court.

 

Haas wollte "den Moment genießen"

 

Zuletzt zeigte Sampras auch "König" Federer, wo der Hammer hängt: Im November vergangenen Jahres besiegte er den Schweizer im dritten von drei Exhibition-Matches 7:6 (10:8) und 6:4. Am 10. März kommt es im New Yorker Madison Square Garden zum erneuten Aufeinandertreffen der Tennis-Schwergewichte.

 

Haas will die verpatzte Generalprobe vor dem Erstrunden-Match in San Jose gegen Sampras' Landsmann Robert Kendrick jedoch nicht überbewerten: "Das war kein echter Wettkampf. Ich wollte den Moment genießen, gegen einen der Größten überhaupt zu spielen", sagt der in Florida lebende Davis-Cup-Spieler. Viel wichtiger sei es gewesen, "ein Gefühl für den Ball zu bekommen und den Court kennenzulernen".

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Donnerstag, 14. februar 2008

Thomas Haas wird zum Auftakt des ATP-Turniers im kalifornischen San José einen Schaukampf gegen den 36 Jahre alten Amerikaner Pete Sampras bestreiten, der mit 14 Grand-Slam-Titeln der erfolgreichste Spieler bei den vier wichtigsten Turnieren der Welt ist. Den letzten holte er 2002 bei den US Open.

 

 

Haas springt in San José für seinen Freund und Kollegen Marat Safin aus Russland ein, der wegen einer Stressfraktur im rechten Bein und einer Magen-Darm-Grippe absagte. Für Haas ist das Duell mit Sampras erst das zweite Match nach seiner Schulter-Operation am 16. November. Beim Comeback war der Hamburger in Delray Beach ausgeschieden.


Hier ein Video mit den beiden in Old School Tennis Manier

 

Nach Haas scheiterte beim ATP-Turnier in Florida auch Benjamin Becker gleich in seinem Auftaktmatch. Der Saarländer unterlag dem Russen Igor Kunizyn 3:6, 6:7 (1:7). Die Erstrunden-Partie von Denis Gremelmayr gegen Vince Spadea (USA) wurde wegen Regens auf Mittwoch verschoben. Dann griff auch Florian Mayer gegen den Japaner Kei Nishikori ein. Für den Stuttgarter Michael Berrer war das Turnier in Marseille schon nach der 1. Runde beendet. Der einzige deutsche Teilnehmer unterlag dem russischen Qualifikanten Teimuras Gabaschwili 6:7 (5:7), 4:6.

 

 

Beim WTA-Turnier in Viña del Mar/Chile gewann Martina Müller aus Hannover in der 1. Runde 6:4, 6:1 gegen Karina Andrea Koch Benvenuto (Schweiz). Zuvor hatte auch Julia Schruff das Achtelfinale erreicht.

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Dienstag, 12. februar 2008
Als der Pflichtsieg gegen Südkorea unter Dach und Fach gebracht war, galten die Gedanken der deutschen Nationalmannschaft schon dem nächsten Gegner. "Spanien stellt eine neue Herausforderung dar", sagte Kapitän Patrik Kühnen lapidar. Doch die knifflige Viertelfinal-Aufgabe wird Kühnen stark fordern.


undefinedDabei geht es nicht nur darum, die besten Spieler zu mobilisieren, sondern auch den richtigen Untergrund auszusuchen.

"Die Deutschen werden einen ultraschnellen Belag auswählen", vermutete "Marca" bereits. Entscheidend aber sei, welche Stars auf beiden Seiten eingesetzt werden könnten und welche nicht. Rafael Nadal jedenfalls steht für das Treffen vom 11. bis 13. April zur Verfügung. Er und David Ferrer, die beide gegen Peru fehlten, hätten "Teamkapitän Emilio Sánchez Vicario ihre Bereitschaft erklärt, in Deutschland zu spielen".

Grundsätzlich gilt dies auf der anderen Seite auch für Thomas Haas und Nicolas Kiefer. Ob der momentan noch verletzte Haas und der nicht berücksichtigte Kiefer allerdings dabei sein werden, und ob sie Philipp Kohlschreiber den Rang als Spitzenspieler im Team streitig machen können, ist offen. Kühnen ließ sich nach dem 3:2 gegen die zweitklassigen Südkoreaner in Braunschweig jedenfalls in bekannt diplomatischer Manier zu keinem Statement verleiten.

"Haben viele gute Spieler in unseren Reihen"


"Philipp Kohlschreiber hat seine Aufgabe fantastisch gelöst. Er hat mit seinen drei Siegen maßgeblichen Anteil am Erfolg", sagte Kühnen und kündigte an: "Natürlich wird es Gespräche mit Tommy und Nicolas geben." Die Notwendigkeit, die beiden wie zuletzt vor zwei Jahren gegen Frankreich zu nominieren, sieht er aber nicht. "Wir haben so viele gute Spieler in unseren Reihen." Er sagte aber auch: "Tommy hat gezeigt, wie wichtig er für uns ist. Ganz klar, dass wir einen wie ihn brauchen." Nur eben Haas und Kiefer zusammen - das ist eine spezielle Konstellation. Vor zwei Jahren in Halle funktionierte sie nicht.

Apropos Halle. Die ostwestfälische Kleinstadt mit ihrem Tennis-Stadion gelten als heißester Kandidat für die Ausrichtung des Viertelfinales. "Die Deutschen werden bei der Wahl des Belags mit Spanien keine Nachsicht haben und die Partie möglicherweise auf dem Rasen von Halle austragen", glaubt auch die Sportzeitung "As" vor der "nächsten Station auf dem Weg zu Spaniens drittem Davis-Cup-Triumph".


Für Spaniens Teamkapitän Sánchez Vicario ist der Belag momentan ebenfalls die bestimmende Frage. Der Zeitung "El País" sagte der einstige Spitzenspieler: "Deutschland ist ein gefährlicher Gegner, vor allem daheim. Ich bin gespannt, welchen Belag die Deutschen uns vorsetzen werden. Alles ist möglich. Sie werden es sich aber zweimal überlegen, gegen uns auf Rasen zu spielen. Nadal stand in Wimbledon zweimal im Finale. Wir sind so variabel, dass wir uns auf jeden Untergrund einstellen können. Wenn wir uns richtig vorbereiten können, muss jedes andere Team uns fürchten."
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Mittwoch, 30. januar 2008

Das deutsche Daviscup-Team wird mit Philipp Kohlschreiber an der Spitze die Erstrunden-Partie gegen Südkorea (8. bis 10. Februar) angehen. Nicolas Kiefer hingegen wurde von Kapitän Patrik Kühnen nicht berücksichtigt, Michael Berrer feiert seine Premiere im DTB-Team.

 

undefinedFehlen werden auch die verletzten Doppelspieler Alexander Waske und Michael Kohlmann. Berrer steht hingegen zum ersten Mal im Aufgebot des Deutschen Tennis-Bundes. Komplettieren werden das Team Florian Mayer und Philipp Petzschner

 

Dass der verletzte Tommy Haas auf Kühnens Liste fehlt, ist keine Überraschung. Die Tatsache, dass Kiefer nicht dabei ist, schon eher. Die deutschen Fans rechneten fest mit der Nominierung des Hannoveraners nach dessen langer Verletzungspause "Sein Comeback war sensationell, keine Frage. Aber hier ist mir das Risiko zu groß", begründete Kühnen seine Entscheidung gegen Kiefer. "Kiwi gehört natürlich zum erweiterten Kreis des Teams, wird aber leider immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen." Der 30-Jährige laborierte zuletzt an einer Fußverletzung. Bei den Australian Open scheiterte Kiefer bereits in der ersten Runde.

 

Kohlschreibers Auftrag: Die Führungsrolle übernehmen

 

Kohlschreiber empfahl sich mit seinem Sieg beim Vorbereitungsturnier in Auckland und dem darauffolgenden starken Auftritt in Melbourne für höhere Aufgaben. Eine davon heißt: Die Führungsrolle übernehmen. "Philipp hat im vergangenen Jahr einen großen Schritt in Richtung Weltspitze gemacht und in den ersten Wochen des Jahres seinen erfolgreichen Weg weiter fortgesetzt", so Kühnen. Mit dem formstarken Augsburger an der Spitze will das DTB-Team die Aufsteiger aus Asien um Top-Spieler Hyung-Taik Lee stoppen.

 

Für Berrer geht mit der Nominierung ein Traum in Erfüllung. "Es ist für mich eine Ehre, für Deutschland zu spielen. Ich freue mich auf meine erste Daviscup-Woche. Da werde ich einiges lernen können", kommentierte der 100-Kilo-Mann seine Berufung, betonte aber sogleich, dass natürlich der Erfolg des Teams im Vordergrund stehe: "Das Wichtigste ist, dass wir Südkorea schlagen. Auf dem Papier sieht das nach einer klaren Sache aus, aber wir müssen voll konzentriert zu Werke gehen."

 

Der 27-Jährige überzeugte Kühnen mit einer couragierten Leistung bei den Australian Open. Aber schon davor geriet der Stuttgarter immer mehr in den Fokus des Kapitäns. "Michael hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich in der Weltrangliste nach oben gearbeitet und ist auf dem Sprung in die Top 50", sagt Kühnen über den an Position 65 geführten Berrer.

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Montag, 28. januar 2008

Maria Scharapowa hat erstmals in ihrer Karriere die Australian Open gewonnen. Im Finale von Melbourne setzte sich die 20-jährige Russin dank des konstanteren Spiels mit 7:5 und 6:3 gegen die sieben Monate jüngere Ana Ivanovic aus Serbien durch. Es ist der dritten Grand-Slam-Titel für Scharapowa.

 

 

Nach 91 Minuten besiegelte ein Vorhandfehler der Serbin den Erfolg der Nummer fünf der Setzliste. Nach dem Wimbledon-Sieg 2004 und dem Triumph bei den US Open 2006 fehlt der Russin nur noch der Titel bei den French Open, um bei allen Grand-Slam-Turnieren in der Siegerliste zu stehen. Für ihren Triumph erhielt die 20-Jährige einen Scheck über 1,37 Millionen australische Dollar (rund 820.000 Euro).

 

Ivanovic kann sich nicht nur über 410.000 Euro freuen, sondern wird auch am Montag erstmals an Position zwei der Weltrangliste hinter Justine Henin geführt werden. Gegen eine stark aufspielende Scharapowa hatte Ivanovic an diesem Tag jedoch nie eine echte Siegchance. "Wenn mir jemand Mitte vergangenen Jahres gesagt hätte, dass ich heute hier stehe, hätte ich entgegnet: Vergiss es", sagte die frisch gekürte Australian-Open-Siegerin, die sich in der Vorsaison mit Schulter- und Knieverletzungen herumplagen musste.

 

Scharapowa ohne Satzverlust

 

Die Russin, die ohne Satzverlust durch das Turnier marschierte und über die gesamte Spielzeit die konstantere Spielerin war, erlaubte sich nur im ersten Satz eine kurze Schwächephase, als sie einen Zwei-Spiele-Vorsprung verspielte. Ivanovic hingegen war die Nervosität in ihrem zweiten Grand-Slam-Finale nach den French Open 2007 jederzeit deutlich anzumerken. Besonders mit der Vorhand fabrizierte die Belgraderin zu viele Fehler, auf die Scharapowa nur geduldig zu warten brauchte. Trotz der lautstarken Unterstützung durch die australischen Fans, die Ivanovic fast schon als eine der ihren sahen, fand die Weltranglisten-Dritte nie zu ihrem Spiel. Nach 49 Minuten war der erste Satz mit 7:5 zu Gunsten der Russin entschieden.

 

Die Nummer fünf der Welt, die im Viertelfinale Justine Henin mit 6:4 und 6:0 abfertigte, spielte auch zu Beginn des zweiten Satzes druckvoll und kam gerade durch ihren starken ersten Aufschlag zu leichten Punkten. Während Ivanovic bei nahezu jedem Service kämpfen musste, marschierte Scharapowa nach Belieben durch ihre Aufschlagspiele - kam der erste Aufschlag, machte die Russin zu 89 Prozent auch den Punkt. Beim Stand von 3:3 durchbrach die Vorjahresfinalistin nicht nur das Service der Serbin, sondern auch deren Kampfeswillen.

 

"Habe zu viele Fehler gemacht"

 

Symbolisch für den Spielverlauf: Mit einem Vorhandfehler beendete Ivanovic die Partie und damit vorerst auch ihren Traum vom ersten Grand-Slam-Erfolg. "Ich bin schon enttäuscht. Aber Maria hat gut gespielt und besonders gegen ihren Aufschlag konnte ich kaum etwas ausrichten", bilanzierte die Serbin. "Und ich habe zu viele Fehler gemacht, meine Vorhand wollte heute nicht so richtig."

 

Nach Spielende hatten beide Spielerinnen Tränen in den Augen - Freudentränen bei Scharapowa, Tränen der Enttäuschung bei Ivanovic "Es tut jetzt schon weh, aber es war erst mein zweites Grand-Slam-Finale. Ich werde viel daraus lernen und sicher bekomme ich gegen Maria noch einmal die Chance auf eine Revanche." Die Siegerin konnte ihre Gefühle kurz nach ihrem Triumph noch nicht recht in Worte fassen. "Im Moment fühle ich es noch gar nicht. Ich denke immer noch, ich müsste morgen aufstehen und ein weiteres Match spielen", sagte Scharapowa, die ihr "Seuchenjahr 2007" vergessen machen will. "Ich hoffe einfach, dass ich gesund bleibe und die lange Verletzungszeit endlich vergangen ist."

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