Freitag, 9. mai 2008
Der Force India-Pilot Adrian Sutil hat bestätigt, erpresst worden zu sein. "Ich habe es nach dem Barcelona-Rennen erfahren und zum Glück war es nach ein paar Tagen schon wieder vorbei. Es ist immer belastend, wenn einer persönliche Daten von dir hat", sagte der Deutsche.

Nach Angaben der Fachzeitschrift "Auto Bild Motorsport" habe ein Mann aus Bayern 10 000 Euro für die Festplatte eines alten Computers des 25-jährigen Deutschen gefordert. Auf der Festplatte sollen sich zahlreiche persönliche Daten über den Formel-1-Piloten befunden haben.

Unter anderem soll der Speicher des Computers, den Adrians Vater Jorge vor etwa einem Jahr entsorgt hatte, auch Mails an seinen Formel-1-Kollegen Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes) sowie Fotos und Bankdaten enthalten haben. "Mein Vater hat den Computer daheim und hat ihn weggeschmissen. Es ist ein Zufall, dass es so einer in die Hände kriegt. Künftig passe ich besser auf", sagte Sutil.

Der Erpresser hatte ein "Lösegeld" von Familie Sutil gefordert und es wurde ein Übergabetermin am 1. Mai vereinbart, bei dem ihn die Polizei festnehmen konnte. Dem Erpresser droht nun die Höchststrafe von fünf Jahren Gefängnis.
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Dienstag, 29. april 2008
Fußballstar Ronaldo verliert mehr und mehr an Glanz. Anstatt sich von seinen Verletzungen auszukurieren, musste der 31-Jährige in seiner Heimat Brasilien auf die Polizeiwache. Ronaldo hatte sich in Rio de Janeiro mit Transvestiten gestritten, die er als Prostituierte mit auf sein Hotelzimmer nahm.

Ausreden gibt's keine, denn es existieren knallharte Beweise. Einer der Transvestiten hatte Ronaldo Luiz Nazario de Lima, so wie Ronaldo mit bürgerlichem Namen heißt, bei dem Streit aufgenommen und das Video direkt ins Internet gestellt. Dort ist ein verärgerter Ronaldo zu sehen und die Stimme eines Beteiligten zu hören: "Um zu beweisen, dass du es bist."

Erpressung im Spiel?

Psychische Probleme attestierte sich der Milan-Profi anschließend selbst auf der Polizeiwache, welche ihn angeblich in diese prekäre Situation getrieben haben. "Ronaldo hat einen Nachtclub hier in Barra de Tijuca zwischen vier und fünf Uhr morgens verlassen. Anschließend soll er sich Prosituierte gesucht haben. Er sagte, er sei momentan in einer persönlichen Krise und dass er ein bisschen Spaß haben wolle", meinte ein Polizeisprecher.

Nachdem sich herausstellte, dass es sich bei seinen drei vermeintlichen Begleiterinnen um Transvestiten gehandelt hat, soll Ronaldo versucht haben, die Angelegenheit mit Geld aus der Welt zu schaffen. "Er sagt, er habe diese Leute bezahlt. Zwei seien damit einverstanden gewesen, aber einer von Ihnen habe fast 20.000 Euro verlangt", so die offizielle Meldung der Polizei. "Im Moment sind es nur Spekulationen, aber wir vermuten, dass Ronaldo vermutlich Opfer eines Erpressungsversuchs geworden ist."

Der Fußball-Weltmeister des Jahres 2002 war mit Andre Luis Ribeiro Albertino in Streit geraten, einem unter dem Namen Andreia Albertine bekannten Transvestiten, der ihn auch des Drogenkonsums bezichtigte. Ob sich diese Behauptung bewahrheitet, ist zu bezweifeln. Jedenfalls präsentierte Ribeiro Albertino eine auf "Ronaldo Luiz Nazario de Lima" ausgestellte PKW-Zulassung, die der Ex-Nationalspieler ihm als Garantie für die spätere Bezahlung gegeben haben soll. "Der Sportler Ronaldo hat keine Drogen zu sich genommen", hieß es von der Polizei. Ronaldo wollte zu diesem Thema nicht persönlich Stellung beziehen.
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Dienstag, 29. april 2008
Ronnie O'Sullivan hat bei der Weltmeisterschaft im englischen Sheffield das Viertelfinale erreicht. Der Engländer bezwang Mark Williams mit 13:7 und beendete die Partie mit einem 147er Break. In einer weiteren Achtelfinalbegegnung gewann Stephen Maguire gegen Neil Robertson ebenfalls mit 13:7.

Nach einer unterhaltsamen Sonntags-Session führte O'Sullivan bereits mit 9:7. In der am Montag fortgesetzten Partie war der 32-Jährige dann nicht mehr zu halten. Vier Spielgewinne in Folge mit Breaks von 71, 60, 100 und dem krönenden Abschluss eines Maximum Breaks führten ihn zu einem letztlich ungefährdeten Sieg.

157.000 britische Pfund Preisgeld werden O'Sullivan für dieses Maximum Break überwiesen, vorausgesetzt kein weiterer Akteur spielt im weiteren Turnierverlauf ein solches 147er Break. Dann hieße es für O'Sullivan, den Betrag zu teilen. "Es ist sicher wichtig ein solches Spiel zu gewinnen, allerdings gibt mir dieses Geld ein paar Optionen in diesem Sommer - ich kann mir nun endlich ein Bentley Cabrio kaufen - für dieses Auto würde ich sogar sterben", sagte er nach der Partie. Exakt 8:42 Minuten benötigte O'Sullivan für die Galavorstellung im letzten Frame. Es war das 62. Maximum Break in der Snooker-Geschichte und das sechste in dieser Saison.



Wenbo wartet auf "The Rocket"

Im Viertelfinale trifft der O'Sullivan, der durch seinen Sieg Shaun Murphy überholt hat und im Provisional Ranking auf eins steht, auf Liang Wenbo. Der 21-jährige Debütant auch China setzte sich in einem Krimi der Extraklasse mit 13:12 gegen Joe Swail durch. Bei 12:8 schien Liang Wenbo schon durch zu sein, aber Joe Swail verkürzte mit Breaks von 133 und 105 auf 10:12. Im 23. Frame brauchte Swail dann aber schon Snooker und Liang hätte nur noch pink lochen müssen. Doch nachdem er zuvor schon die Faust in die Luft gepumpt hatte verschoss er pink. Swail bekam den Snooker, zwang Liang zum Foul und lochte pink und schwarz zum Anschluss.

Nachdem Joe Swail dann sogar den Ausgleich schaffte entwickelte sich ein offener Entscheidungsframe, in dem beide ihre Chancen hatten und beide der Anspannung Tribut zollen mussten. Es ging zum Endspiel auf die Farben, und auch da ging es hin und her. Die Entscheidung fiel, als Swail braun verschoss. Liang lochte braun, feierte wieder mit der Faust, lochte blau, punpte wieder die Faust in die Luft, machte mit pink alles klar und feierte dann den Sieg mit einer Serie von Luftsprüngen.

Stephen Maguire trifft im Viertelfinale auf Joe Perry. Der "Gentleman" bezwang nach 3:5-Rückstand Stuart Bingham mit 13:9. Im letzten Frame hatte Bingham eigentlich vorne gelegen, aber mit einer 55er-Clearance gewann Perry den Frame auf schwarz und machte sein zweites WM-Viertelfinale nach 2004 perfekt.
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Mittwoch, 12. märz 2008

Auch mit einem blauen Auge hat Basketball-Superstar Dirk Nowitzki den Durchblick bewahrt und die Dallas Mavericks zum 108:79-Kantersieg in der NBA gegen die New York Knicks geführt.

 

BAB.jpgDie Schrecksekunden für Dallas-Coach Avery Johnson währten nur kurz, bis sich der 2,13 Meter große Riese auf dem Hosenboden sitzend von dem Missgeschick erholt hatte. Mit 18 Punkten und acht Rebounds in der Spielanteil-Zeit von nur 22 Minuten war der Würzburger wie Jason Terry (18) trotzdem wieder bester Werfer der Texaner.

 

"Wir wussten gar nicht, wie und warum Dirk plötzlich mit einer Schramme über dem rechten Auge auf dem Hallenboden saß. Zum Glück war alles okay", sagte Johnson nach dem Spaziergang der "Mavs" durch die Reihen der Knicks. Trotzdem schonte Johnson den Würzburger wie fünf weitere Stars im letzten Viertel und freute sich über den Rest des Kaders, der die 80:58-Führung auf den Endstand von 108:79 ausbaute.

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Montag, 10. märz 2008

Joachim Löw hat für den Tag der Nominierung seines EM-Aufgebots am 16. Mai eine "ganz harte Abrechnung" angekündigt. Die sportliche Leitung der Nationalmannschaft habe jedem der Kandidaten einen "nachdrücklichen Hinweis" gegeben, woran sie persönlich arbeiten müssten, berichtete Löw.

 

 

undefinedDie Nationalspieler sollen sich schon in dieser Saisonphase neben ihren aktuellen Aufgaben in der Liga und im Europacup mit der Europameisterschaft beschäftigen. "Ab jetzt erwarten wir wöchentlich Rückmeldungen der Spieler, wie ihr Training läuft, wie ihr Befinden ist", sagte Löw in einem Interview mit dem "kicker".

 



Zwar sei bei der Zusammenstellung des 23-köpfigen Kaders, den Löw am 16. Mai auf dem Gipfel der Zugspitze in der gläsernen Panorama- Lounge 2962 bekanntgeben will, derzeit "noch alles offen". Aber die jüngsten Bewertungen der Kandidaten, die von Löw und dessen Assistenten Hansi Flick vorgenommen wurden, "sprechen schon eine klare Sprache".

 

Lob für Gomez und Hitzlsperger

 

Zu den Kandidaten, die in guter Form sind und sich stark verbessert haben, zählt der Bundestrainer die Stuttgarter Thomas Hitzlsperger und Mario Gomez. Beiden wären nach derzeitigem Stand für die EM vom 7. bis 29. Juni in der Schweiz und Österreich gesetzt. Dagegen konnte Löw bei anderen, "wie zum Beispiel bei David Odonkor", nicht die erhofften Steigerungen registrieren.

 

Pluspunkte bei Löw können sich die EM-Kandidaten mit einer Verbesserung des Zweikampfverhaltens holen, machte der Bundestrainer deutlich. In der Bundesliga gebe es insgesamt zu viele unnötige Fouls: "Häufig habe ich das Gefühl, dass der Defensivspieler gar nicht den Ball erobern will, sondern die Unterbindung des Angriffs sein einziges Ziel ist." An die Nationalspieler stellt er höhere Ansprüche, Philipp Lahm und Per Mertesacker seien positive Beispiele. Lahm habe in der gesamten Saison erst fünfmal Foul gespielt, bei Mertesacker haben die DFB-Trainer nur aller 123 Minuten ein Foul registriert.

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Donnerstag, 6. märz 2008

In dieser Saison geht der Kampf der Giganten in eine neue Runde: Wer macht 2008 das Rennen um die WM-Krone? MotoGP-Champion Casey Stonder oder Valentino Rossi?



MOT.jpg

 

CASEY STONER (DUCATI)

 

WM-Chance: 90 Prozent

 

Klein, rot und verdammt schnell. Diese Attribute treffen nur auf einen Piloten zu - Weltmeister Casey Stoner. Der Australier, der seit zwei Jahren bei Ducati unter Vertrag steht, dominierte die letzte Saison nach Belieben und alle Experten gehen wieder davon aus, dass der "Rote Blitz" auch 2008 ganz vorne fährt. Mit der besten Maschine und den besten Reifen "bewaffnet", dürfte es für die Konkurrenz schwer werden, Stoner zu schlagen.

 

VALENTINO ROSSI (YAMAHA)

 

WM-Chance: 80 Prozent

 

Das Jahr 2007 hat Superstar Valentino Rossi schnell abgehakt. Schlechte Reifen und ein langsames Motorrad raubten dem Italiener den letzten Nerv. Nun soll alles besser werden. Der in seinem Heimatland gerade zu einer Steuernachzahlung von "läppischen" 35 Millionen Euro verdonnerte Routinier setzt auf neue Reifen (Bridgestone) und hat zudem mit Jorge Lorenzo (250ccm-Weltmeister) einen neuen Teamkollegen an seiner Seite. Perfekte Voraussetzungen, um Stoner einen heißen Kampf zu bieten.

 

DANI PEDROSA (HONDA)

 

WM-Chance: 60 Prozent

 

Seine fahrerische Klasse steht außer Frage. Der aktuelle Vize-Weltmeister in der MotoGP überzeugte 2007 vor allem in der zweiten Saisonhälfte, als er und Ex-Weltmeister Nicky Hayden (ebenfalls Repsol-Honda) immer besser in Fahrt kamen. Doch der japanische Motorrad-Hersteller hat sich vom einstigen Vorzeige- zum Mittelfeld-Kandidaten zurückentwickelt. Das Bike ist nicht ausgereift genug, um ganz vorne mitzufahren. Im Rennen um den WM-Titel kann Pedrosa nur auf Ausrutscher von Stoner und Rossi hoffen.

 

MARCO MELANDRI (DUCATI)

 

WM-Chance: 40 Prozent

 

Neues Team, neues Motorrad, neues Gehalt. Egal wie die Saison 2008 für Marco Melandri ausgeht, der Italiener kann sich jetzt schon als großer Sieger fühlen. Der ehemalige Honda Gresini-Pilot tritt bei Ducati in die Fußstapfen von Landsmann Loris Capirossi, den das Team nach fünf Jahren vor die Tür setzte. Beim wohlhabendsten Team im Fahrerfeld verdient er zwar einige Millionen mehr, doch wer Melandri kennt, der weiß, dass er auch den sportlichen Erfolg erzwingen will. In seiner ersten Saison für Ducati reicht es aber nur für die Plätze drei bis sechs.

 

NICKY HAYDEN (HONDA)

 

WM-Chance: 40 Prozent

 

Wie ein begossener Pudel muss sich Nicky Hayden vorgekommen sein. In der vergangenen Saison fuhr der Weltmeister des Jahres 2006 weit hinterher. Nur in den letzten Rennen konnte der US-Amerikaner auf seiner bis dahin nicht konkurrenzfähigen Maschine überzeugen. Schaffte es Honda, seinen beiden Piloten ein anständiges Motorrad auf die Beine zu stellen, kann man Perdosa und Hayden zum Kreis der Geheimfavoriten zählen.

 

JORGE LORENZO (YAMAHA)

 

WM-Chance: 30 Prozent

 

Der Spanier ist die große Unbekannte in diesem Jahr. Der Weltmeister und Seriensieger aus der 250ccm-Klasse tritt zum ersten Mal in der MotoGP an und muss sich gleich auf Anhieb mit Valentino Rossi in einem Team messen. Wäre da nicht das Problem mit den Reifen, dann hätte Lorenzo durchaus eine realistische Chance. Doch im Gegensatz zum Italiener und den beiden Ducati (alle Bridgestone) muss er mit Michelin-Reifen vorlieb nehmen. Diese waren 2007 alles andere als konkurrenzfähig.

 

LORIS CAPIROSSI (DUCATI)

 

WM-Chance: 10 Prozent

 

Mit der Wut der Verzweiflung im Bauch startet der älteste Teilnehmer im Feld. Loris Capirossi (34) kämpft nach seinem Rauswurf bei Ducati nun auf einer um Klassen schlechteren Suzuki. Für seinen ersten WM-Titel in der MotoGP wird es deshalb wieder nicht reichen, außer alle anderen Fahrer fallen vom Motorrad. Dennoch wird der Italiener versuchen, seinen Konkurrenten und vor allem seinem Teamkollegen Chris Vermeulen das Leben so schwer wie möglich zu machen.

 

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Mittwoch, 5. märz 2008

nhl_logo.jpgDie Buffalo Sabres des verletzten deutschen Eishockey-Nationalspielers Jochen Hecht kommen den Playoff-Plätzen in der NHL nicht näher. Buffalo verlor daheim 2:4 gegen die Detroit Red Wings, die zuvor nur eines von elf Spielen in der nordamerikanischen Profiliga gewonnen hatten.



Hecht fehlte gegen das punktbeste NHL-Team wegen einer Zerrung im Leistenbereich bereits das fünfte Spiel nacheinander.

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