Dienstag, 22. april 2008
Das neue BMW-Gefühl ist fantastisch. In der WM läuft alles nach Plan und die Stimmung im Team ist nach eigenen Aussagen ausgezeichnet. Nur einer hat noch ein paar Rechnungen offen - nämlich Nick Heidfeld, dem sein Teamkollege Robert Kubica die erste Pole für die "Weiß-Blauen" weggeschnappt hat.

BMW Sauber ist gerüstet. Mit einem neuen Aerodynamik-Paket soll beim Großen Preis von Spanien der Angriff von Hauptkonkurrent McLaren-Mercedes abgewehrt werden. "Wir wollen zweite Kraft in der Formel 1 bleiben", erklärte Motorsportdirektor Dr. Mario Theissen, dessen Team mit 30 Punkten sogar die Konstrukteurswertung vor Ferrari anführt.

Im Kampf gegen "Silber" und "Rot" setzt der BMW-Boss vor allem auf zwei Trümpfe. Einer davon ist Kubica, der in Bahrain die erste Pole für die "München-Hinwil-Connection" holte und damit Formel-1-Geschichte schrieb. Der andere ist Heidfeld. Ein Pilot mit unheimlich viel Erfahrung. Der 30-jährige Mönchengladbacher ist bereits seit acht Jahren in der Formel 1, schaffte es in 137 Rennen aber noch nicht einen Sieg einzufahren.

Heidfeld 2002 auf Rang vier

"Mein Ziel ist es, im nächsten oder im übernächsten Jahr Weltmeister zu werden", so Heidfeld, der für dieses Vorhaben unbedingt ein paar Erfolge benötigt und vor allem schneller als Kubica sein muss. "Ich habe mich wirklich für Robert gefreut, denn die Pole in Bahrain war ein wirklich großer Erfolg für das Team", meinte "Quick Nick" anerkennend. Doch wer ihn kennt, der hat ein leises Zähneknirschen vernommen, denn eigentlich ist er die Nummer eins bei BMW Sauber.

Wenn man die "Beißer" aufeinander drückt, ist das aber normal, denn die Piloten sind alle "Einzelkämpfer", die um jeden Preis gewinnen wollen. Die nächste Gelegenheit bietet sich bereits an diesem Wochenende, wenn der Große Preis von Spanien auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona (am Sonntag, den 27. April, ab 14:00 Uhr im Live-Ticker bei eurosport.yahoo.de) gestartet wird. Heidfeld kennt die Strecke aus dem Effeff. Auf dem Kurs vor den Toren der katalanischen Hauptstadt drehte der Deutsche bei unzähligen Tests bereits hunderte von Runden. "Das Rennen in Spanien besitzt eine ganz besondere Atmosphäre, denn die Fans sind einfach unglaublich", meinte Heidfeld, der 2002 sein bestes Resultat in Barcelona erreichte und auf Platz vier kam. Einen Rang vor Felipe Massa (Ferrari), mit dem er damals noch für das Team Sauber unterwegs war.

Insgesamt müssen die Fahrer 66 Runden mit einer Gesamtdistanz von 307,104 Kilometer absolvieren. Die Strecke hat neun Rechts- und sieben Linkskurven. Heidfeld freut sich auf dieses Rennen, denn auch mit Massa hat der WM-Zweite noch eine Rechnung offen. Der Brasilianer triumphierte 2007 in Barcelona mit dem späteren Weltmeisterteam von Ferrari. "Die 'Roten' sind noch sehr weit weg, aber wir wollen auch an Ferrari rankommen", äußerte sich der Deutsche. Die Vorzeichen stehen gut, denn in dieser Saison ist BMW Sauber so stark wie nie zuvor. Obwohl Kubica die erste Pole in Bahrain holte, sicherte sich Teamkollege Heidfeld zumindestens die schnellste Rennrunde in Malaysia. "Das war wirklich ein tolles Gefühl", so "Quick Nick", der auch in Barcelona punkten will.
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Dienstag, 15. april 2008
Michael Schumacher kann trotz eines Sturzes bei Motorrad-Übungsrunden auf dem Lausitzring die geplanten Testfahrten für den Formel-1-Rennstall Ferrari in Barcelona absolvieren. Der 39-Jährige habe sich bei dem Unfall keine Verletzungen zugezogen, bestätigte seine Sprecherin Sabine Kehm.

Schumacher war auf dem EuroSpeedway in einer Kurve mit seiner Honda Fireblade auf einer Öl-Spur ausgerutscht. "Das Vorderrad ist mir weggerutscht. Das ist eigentlich nichts Ungewöhnliches und kann schon mal vorkommen. Mir ist aber gar nichts passiert", versicherte der Kerpener gegenüber der "Bild"-Zeitung.

Auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona soll der Formel-1-Rekordweltmeister für Ferrari bereits für die Saison 2009 testen. Auf dem Plan stünden hauptsächlich Übungseinheiten mit den neuen profillosen Reifen, die im kommenden Jahr wieder eingeführt werden, hieß es auf Schumachers Website. Außerdem werde er an technischen Komponenten für die nächste Saison arbeiten. "Ich freue mich sehr, denn gerade wenn man nur ab und zu in ein Formel-1-Cockpit steigt, ist der Fahrspaß besonders groß", schrieb Schumacher auf seiner Internetseite.

Motorrad nur ein Hobby

Der 39-Jährige war Ende 2006 nach sieben WM-Titeln zurückgetreten und ist seitdem Berater für die Scuderia. In diesem Jahr startete er bereits bei mehreren Motorrad-Rennen. Der Kerpener betonte aber stets, dies sei für ihn lediglich ein Hobby. Die Teilnahme an einer Rennserie sei nicht geplant. Die Testrunden auf dem Lausitzring drehte der Vater zweier Kinder auf Einladung des brandenburgischen Motorrad-Rennstalls Holzhauer Racing. Weitere Tests für das Team seien vorgesehen.

"Michael ist ein absoluter Vollblut-Rennfahrer. Deshalb sollte man ein Comeback nie ganz ausschließen. Aber im Moment ist das kein Thema. Er genießt einfach das Motorradfahren und die Zusammenarbeit mit uns sagte Rennstall-Chef Jens Holzhauer der "Lausitzer Rundschau". Nach Informationen der "Bild"-Zeitung war der Unfall bereits Schumachers dritter Sturz als Motorrad-Pilot. Zuvor war der 39-Jährige angeblich im französischen Le Circuit de Bresse zwei Mal gestürzt, kam aber mit leichten Blessuren davon.
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Samstag, 12. april 2008
Nach dem unerwartet starken Saisonstart von BMW-Sauber rechnet sich Nick Heidfeld gute Chancen aus, Klassenprimus Ferrari attackieren zu können. Der Mönchengladbacher steht nach drei Rennen auf dem zweiten Platz der Fahrerwertung (16 Punkte) hinter Kimi Räikkönen (19).

In der Konstrukteurswertung führt sein Team sogar (30 Punkte) vor den erklärten Favoriten aus Maranello (29) und dem schwächelnden McLaren-Mercedes-Team (28). In den vergangenen zwei Rennen in Malaysia und Bahrain hängte der Rennstall von Teamchef Dr. Mario Theissen die Silberpfeile klar ab. "Wir waren schneller als McLaren-Mercedes", erklärte Heidfeld selbstbewusst auf seiner Internetseite. Jetzt peilt der 30-Jährige mit seinem Teamkollegen Robert Kubica die Renner der "Scuderia" an: "Die Ferrari sind zwar noch schneller als wir - aber sie befinden sich in Reichweite."

Ron Dennis sieht die Konkurrenz nicht enteilt - der McLaren-Teamchef gab sich zuversichtlich, dass Mercedes durch seine überlegene Entwicklungsarbeit das Sauber-Team in Kürze wieder hinter sich lassen kann. Zumindest hat sich der bayrische Rennstall in den Köpfen der Konkurrenz als ernsthafte Bedrohung etabliert.

"Eine harte Meisterschaft"

Auch Ferrari-Pilot Räikkönen erkennt die "weiß-blauen" Boliden als Teil einer neuen Dreier-Phalanx an: Schließlich waren es Kubica und Heidfeld, die den Finnen und seinen Teamkollegen Felipe Massa in Bahrain mit den Plätzen drei (Kubica) und vier (Heidfeld) am härtesten forderten. "Die BMW waren sehr nahe dran", gestand Räikkönen nach dem Rennen in Sakhir. "Kubica habe ich in einem Moment überholt, in dem er Probleme hatte - ansonsten wäre es schwierig geworden. Er fuhr ein sehr gutes Rennen."

Einen Ausblick auf die laufende Saison gab der Weltmeister auch: "Das wird eine sehr lange und harte Meisterschaft. Es würde mich nicht wundern, wenn BMW das ein oder andere Rennen für sich entscheiden würde."
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Montag, 31. märz 2008

Ist die Rückkehr von Fernando Alonso zu Renault nur ein Zwischenstop für den Ex-Weltmeister? Nach dem enttäuschenden Saison-Beginn nährt der Spanier die Gerüchteküche: "Ich habe eine Ausstiegsklausel, damit ich im bestmöglichen Auto fahren kann - und es ist klar, dass Ferrari eines davon wäre."

 

 

Als Alonso nach einem turbulenten Jahr bei McLaren-Mercedes den Silberpfeilen den Rücken kehrte und seine "alte Heimat" bei Renault wiederfand, sorgte dies bereits für reichlich Spekulationen. Vielfach wurde vermutet, er würde dort nur "überwintern".

 

Diese Spekulationen nährt der Spanier nun mit seinen Aussagen im Sportblatt "AS" weiter, zumal er gegen Ferrari-Pilot Felipe Massa schießt. Dieser müsste aus seinem bis 2010 laufenden Vertrag aussteigen, um einen Platz bei der "Scuderia" neben Weltmeister Kimi Räikkönen frei zu machen. "Massa hatte zwei schlechte Rennen, in denen er Fehler begangen hat", so Alonso, um unschuldig anzufügen: "Das hat für Spekulationen gesorgt."

 

"Wieder Siege feiern"

 

Über seine Aussichten für die eben erst gestartete Saison macht sich der 26-Jährige keine Illusionen. "Der achte Platz in Malaysia war keine Überraschung. Wenn Massa nicht ausgeschieden wäre, hätten wir es gar nicht in die Punkte geschafft", und Besserung sieht er auch nicht, denn "jedes Jahr sehen wir, dass jene Autos, die in den ersten zwei oder drei Rennen gewinnen, vorne bleiben. Es wird keine großen Überraschungen geben."

 

Das aber kann die Ansprüche des zweifachen Titelträgers nicht befriedigen, er stellt klar: "Ich bin bei Renault, weil ich wieder Siege feiern wollte, so wie 2005 und 2006. Wenn nicht in diesem Jahr, dann im nächsten". An seiner Zielsetzung dürfte sich auch nichts ändern - wohl aber möglicherweise an seinem Arbeitsgerät.

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Sonntag, 23. märz 2008

Nach dem sensationellen Saisonauftakt in Australien peilt McLaren-Mercedes bereits den nächsten Coup in Malaysia an. Die Vorzeichen stehen gut, denn mit Lewis Hamilton und Heikki Kovalainen haben die Silberpfeile gleich zwei heiße Eisen im Feuer, die die Hitzeschlacht in Sepang gewinnen können.

 

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"Es war ein guter Start", erklärte Mercedes-Sportchef Norbert Haug zum erfolgreichen F1-Auftakt vor einer Woche. Der 55-Jährige hofft nun, dass sein Team in Malaysia für die nächste Sternstunde sorgt und den insgesamt zehnten Erfolg in den letzten 17 Rennen einfährt.

 

Haug tritt auf Euphorie-Bremse

 

Allein Shooting-Star Hamilton triumphierte in seiner ersten Saison (2007) gleich vier Mal und setzte zum WM-Auftakt in Melbourne noch einen Sieg drauf. "Toll, hoffentlich geht die Saison so weiter, wie sie in Australien begonnen hat", freute sich Haug, der sowohl Hamilton als auch Teamkollege Kovalainen ein spannendes und erfolgreiches Jahr prognostiziert.

 

"Beide gehören aus meiner Sicht zu den Fahrern, die Siege erringen werden, wenn sie dazu die technische Basis mit siegfähigem Auto und siegfähigem Team erhalten", äußerte sich der Schwabe. Obwohl Haug an diesem Wochenende keine Galavorstellung von den Silberpfeilen erwartet, glaubt er fest an den nächsten Erfolg. Dennoch bleibt er realistisch: "Zwischen Hero und Zero liegt manchmal nur ein Millimeter, deshalb werden wir in Malaysia auf keinen Fall euphorisch an den Start gehen."

 

Ausgelassene Party-Stimmung herrscht hingegen aber im Vereinigten Königreich, wo gerade der öffentlich-rechtliche TV-Sender BBC die Formel-1-Rechte (ab 2009) vom Privatsender ITV für die nächsten fünf Jahre übernommen hat. Der Hype um das 23-jährige Ausnahmetalent, das auf der Insel bereits als neuer Michael Schumacher gefeiert wird, kennt in Großbritannien im Moment keine Grenzen. "Es gibt alle zehn Jahre so einen Überflieger - und das ist jetzt Lewis", so Haug, der froh ist, dass mittlerweile Hamilton und nicht mehr die leidige Spionage-Affäre des vergangenen Jahres die Überschriften der internationalen Gazetten ziert.

 

Hamilton: "Ordentlich Gas geben"

 

"Die Vorstellung von Hamilton beim Saisonauftakt war einwandfrei, aber er muss sich warm anziehen, weil auch Teamkollege Kovalainen in Australien einen super Job gemacht hat. Wenn man die Spritmengen bedenkt, war er teilweise flotter unterwegs als Hamilton und er wird mit Sicherheit eine harte Nuss für den Briten", gab F1-Experte Hans-Joachim Stuck aber de zu bedenken. Zudem scharrt Ferrari bereits mit den Hufen, denn die Scuderia muss in Malaysia punkten, um wieder in den WM-Kampf eingreifen zu können. Auch BMW Sauber steht bereits in Lauerstellung. Nach der starken Vorstellung in "down under" zählen einige das Team schon zum erweiterten Favoritenkreis auf den Titel.

 

Während sich Haug noch in vornehmer Zurückhaltung übt, glaubt Hamilton bereits fest an seinen zweiten Sieg im zweiten Rennen der Saison. "In Malaysia zu gewinnen, wäre ein doppelter Traum", zeigte sich der "Rookie des Jahres 2007" optimistisch. "Falls wir nicht gewinnen können, müssen wir versuchen, so viele Punkte wie möglich einzufahren. Das wird eine schwierige Aufgabe, deshalb müssen wir ordentlich Gas geben." Der Brite weiß, dass es im Rennen um die Weltmeisterschaft auf jeden einzelnen Zähler ankommt, denn die schmerzliche Erfahrung aus dem letzten Jahr, wo er seinen ersten Titel beim GP von China regelrecht in den Kies setzte und sich am Ende der Saison mit nur einem Punkt Rückstand gegenüber Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen geschlagen geben musste, will er in dieser Saison mit Sicherheit nicht noch einmal erleben.

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Montag, 17. märz 2008

Vize-Weltmeister Lewis Hamilton hat den Saisonauftakt der Formel 1 gewonnen. Beim Großen Preis von Australien in Melbourne fuhr der Brite einem ungefährdeten Sieg entgegen. Der Mercedes-Pilot triumphierte vor Nick Heidfeld (BMW) und Nico Rosberg (Williams). Beide Ferraris fielen aus.

 

 

f1_logo.jpgDie beiden deutschen Piloten Nick Heidfeld und Nico Rosberg haben aus deutscher Sicht für einen glänzenden Auftakt zur Formel1-Saison 2008 gesorgt. In einem von Unfällen und Ausfällen geprägten Rennen in Melbourne mussten sie nur dem britischen Favoriten Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes den Vortritt lassen.

 

Bei hochsommerlichen Temperaturen bis zu 40 Grad Celsius erwischte Ferrari einen rabenschwarzen Tag. Zunächst fiel Felipe Massa mit technischen Problemen aus und kurz vor Schluss streikte bei Weltmeister Kimi Räikkönen das Getriebe, so dass auch er ausfiel.

 

Einen spektakulären Unfall überstand der deutsche Toyota-Pilot Timo Glock unbeschadet, als sein Auto durch eine leichte Bodenwelle im Rasen unkontrollierbar wurde und von der Strecke schoss.

 

Vettel nach Kollision raus

 

Schon der Start zum Großen Preis von Australien hatte es in sich. Die in der Mitte des Feldes gestarteten Sebastian Vettel, Anthony Davidson und Jenson Button kollidierten bereits in der ersten Kurve und mussten daraufhin das Rennen aufgeben. Mit Vettel war damit der erste von fünf gestarteten deutschen Piloten ausgeschieden. Da auf der Strecke noch zu viele Autoteile herumlagen, musste schon in der zweiten Runde das Safety Car ausrücken.

 

An der Spitze des Feldes erwischten vor allem Hamilton von der Pole Position und Rosberg einen sehr guten Start. Der Brite verteidigte die Führung, der Williams-Pilot fuhr von Platz sieben auf Platz vier vor und verdrängte Heidfeld damit um einen Rang. "Nach dem schlechten Start hätte ich nicht geglaubt, überhaupt noch auf das Podium fahren zu können", sagte der deutsche BMW-Pilot nach dem Rennen. Außerdem katapultierte sich Weltmeister Kimi Räikkönen, der wegen Problemen im Qualifying nur von Platz 15 aus ins Rennen ging, auf Platz acht.

 

Deutsches Duell in der Box

 

In der zehnten Runde musste der zweite deutsche Fahrer Adrian Sutil mit Hydraulik-Problemen an die Box fahren. Auch für den Piloten von Toro Rosso war damit der Auftakt zur Formel1-Saison früh beendet.

 

Kurz vor der Mitte des Rennens fiel im Duell der beiden Deutschen Rosberg und Heidfeld eine Vorentscheidung, als der BMW-Pilot seinen Landsmann in der Box überholte. Rosberg beschwerte sich nach dem Rennen über das Verhalten seines Rivalen. "Nick hat mich an die Mauer gedrängt. Das war nicht ok von ihm, aber er sein Team hat ihm wohl nicht gesagt, dass von hinten jemand kommt", meinte der 22-Jährige, der dennoch über den ersten Podiumsplatz seiner Karriere hoch erfreut war.

 

Das Safety Car musste zum zweiten Mal in der 25. Runde ausrücken, nachdem David Coulthard und Felipe Massa aneinander geraten waren. Während das Auto des Schotten nur noch Schrottwert hatte, fuhr der Brasilianer im Ferrari weiter, musste sein Gefährt jedoch wenig später auch abstellen.

 

Glock übersteht Crash leicht verletzt

 

Räikkönen im anderen Ferrari rieb sich bei seiner Aufholjagd immer mehr auf und schleuderte zweimal von der Strecke. Zunächst machte er beim Versuch, Heikki Kovalainen im McLaren zu überholen, einen Ausflug ins Kiesbett. Nur zwölf Runden später passierte dem Weltmeister das gleiche Missgeschick, als er an Timo Glock vorbei wollte.

 

Der deutsche Toyota-Pilot sorgte in der 44. Runde mit dem spektakulärsten Crash des Tages für den dritten und letzten Safety-Car-Einsatz. Nachdem er auf das Grün am Rande der Strecke kam, wurde sein Auto von einer Bodenwelle im Rasen förmlich in die Luft katapultiert, kam dann aber an einer relativ ungefährlichen Strecken-Position zum Stehen. Für den leicht verletzten Glock war das Rennen danach zu Ende.

 

Weltmeister nicht im Ziel

 

Wenige Runden später fiel auch der amtierende Champion aus. Räikkönens roter Renner trudelte kurz vor Ende in die Box. Dennoch holte der "Iceman" als Achter noch einen Punkt für die Scuderia, weil Rubens Barrichello disqualifiziert wurde. Der Brasilianer verließ trotz roter Ampeln die Boxengasse. Fernando Alonso ergatterte im Renault durch ein großartiges Überholmanöver gegen Kovalainen am Ende noch Platz vier.

 

Noch besser lief es für die beiden deutschen Piloten. Heidfeld und Rosberg konnten die Ränge zwei beziehungsweise drei bis zur Zielflagge verteidigen und waren damit zwei von nur sieben Fahrern, die das Rennen beendeten. McLaren-Mercedes-Pilot Hamilton war jedoch unantastbar und geht als Führender der Gesamtwertung in den nächsten Grand Prix, der schon am kommenden Wochenende in Kuala Lumpur ausgetragen wird.

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