Paukenschlag auf der WTA-Tour - Justine Henin hat ihre Karriere beendet. Die Weltranglisten-Erste erklärte auf einer Pressekonferenz südlich von Brüssel ihren
sofortigen Rückzug vom Spitzensport. In den vergangenen Tagen hatte es diverse Spekulationen zur Zukunft der 25-Jährigen gegeben.
Eine erhohlt und glücklich wirkende Justin Henin betrat um 16:00 Uhr in der Stadt Limelette nahe Brüssel zusammen mit ihrem Trainer Carlos Rodriguez die Pressekonferenz. "Es ist das Ende eines
wundervollen Abenteuers, aber ich habe schon lange darüber nachgedacht", sprach Henin frei zur Presse:
"Ich verabschiede mich als Nummer eins der Weltrangliste. Das ist mir wichtig, weil es immer besser ist, sich von der Spitze aus zu verabschieden. Meine Karriere wurde von Emotionen angetrieben,
die ich seit Madrid (Masters im November 2007) nicht mehr gespürt habe. Ich fühlte, dass ich in Madrid den Höhepunkt meiner Laufbahn erreicht hatte. Ich dachte damals über eine Pause nach, aber
ich bin zum Schluss gekommen, dass dies nicht das Richtige wäre. Ich habe mich auf der Rückreise von Berlin entschieden. Ich verabschiede mich ohne Reue und ich weiß, dass es die richtige
Entscheidung ist."
Wilde Spekulationen vor der Pressekonferenz
Nach dem frühen Ausscheiden bei den German Open in Berlin und der Absage des Turniers von Rom wurde in den letzten Tagen über Motivationsprobleme bei der Belgierin spekuliert. Entsprechend groß
war die Aufregung vor der überraschend einberufenen Pressekonferenz. Vor allem in ihrem Heimatland Belgien, wo die viermalige French-Open-Siegerin Heldenstatus genießt, wurde wild über einen
möglichen Rücktritt diskutiert.
Die Tageszeitung "Het Nieuwsblad" spach aufgrund einer "verlässlichen Quelle" bereits vom sofortigen Karriereende. "Vers l'Avenir" glaubte, dass Henin entweder nach den French Open oder im
Anschluss an die Olympischen Spiele in Peking zurücktreten würde. "La Derniere Heure/les sports" behauptete hingegen, die siebenfache Grand-Slam-Siegerin werde nur eine längere Pause
verkünden.
Henin: "Ich brauche auch andere Dinge"
Henin setzte den Spekulationen selbst ein Ende. Sie war in dieser Saison nicht auf Touren gekommen, im Jahresranking nur auf Rang acht platziert, und sprach nach der Niederlage gegen Dinara
Safina im Achtelfinale in Berlin bereits von "fehlendem Feuer". "Ich bin jetzt in einer Phase, in der ich mich auch mit dem Leben nach meiner Karriere beschäftigen will", hatte Henin in Berlin
erklärt. "Ich brauche auch andere Dinge im Leben."
von Sportfan
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veröffentlicht in: Tennis
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